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Noch Fragen?

Ich habe ein Reetdachhaus geerbt. Das Dach ist ziemlich beschädigt. Was muss ich bei der Instandsetzung beachten? Suche Erste-Hilfe-Tipps.

Frage Nummer 39261
Antworten (5)
Mein erster und einziger Tipp: Keine Internetforen aufsuchen, stattdessen einen Traditionsbetrieb ausfindig machen. Diese Technik beherrschen nur noch wenige Handwerker, durch falsche Do it yourself Maßnahmen schadet man mehr als man nutzt
Auf eine gute Versicherung, falls es mal brennt... Und auf gute Reet-Qualität, da gibt es Unterschiede, die ein Fachbetrieb dir erklären kann.
Im übrigen kann man das - als junger kräftiger Mensch -selber machen, wenn man bei einem Reetdachdecker eine gute Woche ausgeholfen und abgeschaut hat.
wende dich auf jeden fall an einen fachmann. am besten fragst du vor ort, bei wem die nachbarn ihre dächer reparieren oder neu decken lassen. ansonsten kommst du sprichtwörtlich vom regen in die traufe, da ein laie das nicht fachgerecht und regendicht ausführen kann.
"Ziemlich" ist natürlich relativ. Ein Reetdach hält erfahrungsgemäß rund 50 Jahre. Ich schätze, beschädigt heißt in Deinem Fall vermodert oder verrottet? Dann wirst Du um eine komplette Sanierung kaum herumkommen - und da bist Du mit 40 - 60.000 € dabei. Ich würde alternativ über Tondachziegel oder Schieferschindeln nachdenken, zumal die Versicherung dann deutlich billiger ist.
Das darf man nicht selbst reparieren. Geht auch gar nicht. Für das Reetdach gibt es spezielle Dachdecker mit Zusatzausbildung, die das auch schnell hinbekommen. Reetdächer sind heute selten, sehr umweltfreundlich, aber nicht langlebig. Herzlichen Glückwunsch zum Erbstück!