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Noch Fragen?

Ich habe mal gelesen, daß die Pizza nicht in Italien, sondern von italienischen Einwanderern in den USA erfunden wurde. Und dann erst nach Italien kam. Ist das richtig?

Übrigens gibt es in italienischen Restaurants keine Pizza. In unserem früheren Stammhotel auch nicht. Die mußten wir extra beim Koch bestellen.
Frage Nummer 3000033872
Antworten (35)
Pizza galt lange als "Arme-Leute-Essen". Deswegen sind sie in "echten" italienischen Restaurants auch nicht anzutreffen. Italienische Küche ist, wie Du sicher weißt, viel abwechslungsreicher und fantasievoller als nur belegte Teigfladen.
Über die Entstehung der Pizza gibt es viele Legenden. So, wie wir sie heute kennen, ist sie erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Aber sie ist beispielsweise mit dem Elsässer Flammkuchen verwandt, und angeblich kannten bereits die Etrusker ähnliche Speisen. Und die Etrusker lebten schon nicht mehr, als Columbus Amerika entdeckte.
Die italienische Küche ist auf demselben Niveau wie die der Franzosen. Teilweise hervorragend.

Aber Pizza im Restaurant gibt es nicht.

BTW: im Urlaub bin ich abends immer nur im Sommeranzug zum Essen gegangen.

BTW 2: in Harrys Bar in Venedig wurde ich nicht eingelassen, weil ich bei 35° im Schatten Bermudas trug: No shorts, please!
zu BTW 2: Ich zitiere da mal Max Raabe, weil der Ausspruch passend ist: "Ich mag es nicht, wenn ich in Straßencafés mehr Fleisch auf dem Stuhl sehe, als auf dem Teller". Das gilt erst recht für Bars und Restaurants.
Ich lief bestimmt nicht herum wie ein Penner, sondern war den Sommertemperaturen entsprechend gekleidet. Es sollte auch nur ein Cocktail an der Bar sein, kein 4-Gänge-Menü. Hat aber nicht geklappt.

Ich möchte nicht wissen, wie Ernest Hemingway damals gekleidet war bei seinen dortigen Saufgelagen.
In südlichen Ländern rümpft man die Nase über kurzbehoste Männerbeine in der Stadt. Es ist unschicklich. Noch schlimmer als Deutsche sind da aber Amerikaner. Ein Mann von Welt richtet sich danach.
Niemand hat behauptet, dass du wie ein Penner gekleidet warst. Aber Shorts entsprachen nicht der Kleiderordnung. Das kann man mögen oder nicht. Es gibt auch lange Hosen für sommerliche Temperaturen. Ich glaube, du hättest auch ziemlich dumm geschaut, wenn dich das Personal in kurzen Hosen bedient hätte.
Bermudas gehen bis zum Knie. Unter Shorts verstehe ich was anderes. Die tragen Beach-Volleyballerinnen beim Spiel.
Übrigens kann ich bei einem Tagesausflug nach Venedig nicht mit Koffer oder Kleidersack herumlaufen, um mich den jeweiligen Etablissements anzupassen. Das geht nun wirklich nicht.

Mir reichte schon, sich dreimal am Tag im Hotel an der Adria umzuziehen, wobei meine Lebensgefährtin mit 30 Paar Schuhen im Gepäck für 14 Tage noch Probleme hatte und im Ort zukaufte.
Ich weiß auch, wie man sich benimmt. Trotzdem passe ich mich und meine Kleidung den Außentemperaturen an.
Es geht nicht um den Zutritt zu Etabissements. In einer Stadt outet sich ein Mann mit kurzer Hose als Proll, wenn er nur damit herumläuft. Ich fühle mich sehr wohl in Lokalitäten, die das nicht tolerieren.
dann oute ich mich hiermit als Proll.
Bei entsprechenden Temperaturen laufe ich in meiner Freizeit tagsüber in Hosen herum, die über dem Knie enden.
Der Herr is ä gaaanz Schlaule, gell?

Wenn ich im Sommer Bermudas von Polo Ralph Lauren trage, bin ich aus meiner Sicht kein Proll. Wie Du darauf kommst, ist mir rätselhaft. Ich muß es aber auch nicht verstehen!
Zum Etablissement: Ein Etablissement (frz. établissement, IPA [etablɪs(ə)ˈmãː], schweizerisch: […ˈmɛnt]) ist in der gehobenen Umgangssprache ein Betrieb, eine Niederlassung, eine Einrichtung oder ein Unternehmen. Ferner bezeichnet es eine kleinere (vornehme) Gaststätte; auch eine Vergnügungsstätte sowie ein (zweifelhaftes) (Nacht-)lokal oder (verhüllend) ein Bordell. [Zitat Ende]

Daß ich in Venedig mit meiner Lebensgefährtin nicht in den Puff, sondern eher in ein vornehmes Restaurant gehe, versteht sich von selbst.

Wenn man will, kann man alles fehlinterpretieren. Damit habe ich bei einigen Usern ausreichend Erfahrung gemacht.
Zur Erinnerung zitiere ich hiermit
***Übrigens kann ich bei einem Tagesausflug nach Venedig nicht mit Koffer oder Kleidersack herumlaufen, um mich den jeweiligen Etablissements anzupassen. ***

Ich wollte von dir verstanden werden, deshalb hatte ich deine Diktion übernommen.
Zu Deiner Beruhigung und damit Du es besser verstehst: streiche Etablissement und setze Restaurants/Lokalitäten/Sehenswürdigkeiten. Reicht's?
Ich hatte es gleich verstanden. Ich wies dich lediglich darauf hin, dass du deine Ausdrucksweise offenbar einige Minuten später selbst nicht mehr verstanden hast.
Übrigens ist es nicht relevant, was aus deiner Sicht ein Proll ist. Was ein Proll ist, bestimmt mehrheitlich die Gesellschaft, in der man sich bewegt. Das ist wohl bei dir nicht die beste. Ein Wurm wird auch behaupten, er wäre schön, wenn er sich nur unter Würmern bewegt.
Übrigens darf ich den Petersdom in Rom mit Bermudas von Ralph Lauren betreten, nur Harry's Bar nicht.

Meine Lebensgefährtin mußte ihre Schultern bedecken.
*seufz*

Auch Bermudashorts sind Shorts.

Harrys Bar legt Wert darauf, edel zu wirken, und die Gäste haben sich auch äuserlich dem anzupassen. Und in Italien gelten Bermudashorts nicht korrekte Kleidung.

Übrigens: Sogar Hemingway trug in Harrys Bar einen Anzug: http://www.harrysbarvenezia.com/images/hemingway_at_bar.jpg
@graf_mucki: die Gesellschaft, in der ich mich bewege, dürfte nicht Deinem Niveau entsprechen. Da wärst Du als Underdog eher Außenseiter.
Das ist richtig Amos. Deine Gesellschaft entspricht nicht meinem Niveau. In meiner Gesellschaft würde sich niemand mit Ralph Lauren Kaufhaus Shorts brüsten, es sei denn, er wolle sich dem Gespött aussetzen. Diese Marke ist Bediensteten vorbehalten. Es ist sinnlos, mit dir darüber zu diskutieren, leider verstehst du nicht, wovon ich schreibe. Stil ist nicht dein Ding. Hemingway mag mehr als du gesoffen haben, er hat es aber besser vertragen, denn er blieb dabei stets Gentleman.
Ganz großes Tennis!
Ich weiß noch nicht, wessen Sockenpuppe Du bist, aber ich habe zwei Vermutungen.
In einem Punkt dürften Petersdom und Harry´s Bar sich dann doch wieder einig gewesen sein: An keinem der beiden Orte hat man dir in deinen Shorts Cocktails serviert ;-)
Im Petersdom höchstens einen Scluck Rotwein und eine Oblate, obwohl ich evangelisch bin. ;-)
Ich kaufe ein h.
Die Vorläufer der heutigen Pizza war schon den Etruskern und Langobarden bekannt (vgl Wikipedia). Pizza mit Tomaten gab es ab dem 18. Jahrhundert dazu, weil diese bekanntlich erst nach der Entdeckung Amerikas zu uns kamen.
Ob Pizza oder Nudel, das ewige Gedöns. Entscheidend ist, wer das beste daraus macht.
Ein gutes Ristorante ist nun mal keine Pizzeria !!
Zur Kleidungsfrage: bereits als kleiner Junge wurde ich darauf getrimmt, zum abendlichen Ritual in Italien ausgehtauglich gestylt zu sein. Sprich lange Hose, niemals Socken, die Quantität der Pomade im Haar sank mit der Zunahme meiner Abwehrtechniken im Laufe der Jahre.
Bella Figura gilt in Italien nicht nur für Frauen !!!
Schon interessant, wie sich Ansprüche ändern, wenn man selbst betroffen ist. Der Flüchtling und Asylant soll sich gefälligst unserer Kultur und Lebensweise anpassen. In kurzen Hosen im Petersdom oder Restaurant aufschlagen ist natürlich völlig ok. Bin ja der kultivierte Deutsche, der den Spaghettis zeigt, wo der Hammer hängt. Ralph Lauren drauf, Maßsandalen und schon kann sich der Spaghetti seine Vorstellung von Abendgarderobe und gepflegtem Auftreten in der Öffentlichkeit an den Hut stecken. Großes Kino. Ich lauf noch nicht einmal in Deutschland in kurzen Hosen und Sandalen in ein Restaurant, geschweige in ein Gotteshaus. Bin halt nur ein Proll, der lange Hosen von der Stange und Schuhe aus dem Schuhladen trägt. Nebenbei, Atheist bin ich auch noch.
Richtig ist allerdings, dass Chili con carne in den USA erfunden wurde, und nicht in einem lateinamerikanischen Land.
@rayer: nun mach mal halblang
Erstens macht es schon einen Unterschied, ob ich dauerhaft irgendwo bleiben will oder einen Tages- (meinetwegen Monats-)ausflug mache.
Solange ich nicht in einer Turnhose 'rumlaufe sehe ich auch und gerade in Mittelmeergefilden (das ist beileibe nicht nur in I so) keinen Hinderungsgrund, in Sandalen (ohne Socken) und einer unifarbenen Bermuda auch durch die Stadt zu laufen und mich draussen an einen Tisch zu setzen, um einenCafé zu trinken.
Ich erwarte, dann dort bedient zu werden, genau wie der Scheich auf Besuch in München, der sich im Burnus am Marienplatz ins Eiscafé setzt.
Das hat irgendwo seine Grenzen. Zum Abendessen, fein oder nicht, reicht die Hose dann wieder bis zu den Füßen.
@ing
Du warst nicht gemeint. Eigentlich passt in meinem Beitrag nichts auf Dich. Mach Dich wieder locker.
was mich an einen Besuch im Aachener Spielcasino erinnert. Bundfaltenhose (damals sehr modern), Hemd, Krawatte, aber die Jacke war aus Leder.
Dies sei "zu sportlich", ich könne mir aber vor Ort ein Jacket ausleihen. Danach war ich für den Abend ein wenig auf Optik sensibilisiert.
Da lief dann so der ein oder andere Anzugträger herum, der aussah, wie ein ungemachtes Bett - fleckig, zerknittert, Krawatte auf halb Acht. Aber Hauptsache Jacket!
Ich pflege seither schon ein wenig auf Konventionen zu pfeifen. Ich ziehe keine Shorts an, wenn ich weiß, dass ich abends essen gehe. Aber wenn sich die Situation ungewollt ergeben hat und ich nicht freundlich behandelt wurde, so bin ich auch stets ohne Bedauern wieder gegangen, da es nicht ein einziges Restaurant auf dieser Welt gibt, in das ich "unbedingt" hineinmöchte.
@rayer: ich weiß, dass der Beitrag nicht mir galt.
Das ist aber auch egal, ich halte ihn inhaltlich für nicht haltbar. Ich verteidige Amos ja nicht wirklich gerne, aber hier wurde er m.E. zu Unrecht angegangen.
@ing
Zur besseren Erklärung.
Du gibst hier nicht den kleinkarierten Möchtegern Snob, der gerne mal die einfache Menschheit an seinem ererbten Wohlstand teilnehmen lässt, bei der Migrantenfrage seine eigene Herkunft vergisst und eigentlich keine negative persönliche Erfahrung durch Immigranten und Flüchtlinge hat. Bei Dir bin ich mir fast sicher, Du respektierst die Umgangsformen Deines Gastlandes, ohne explizit darauf verwiesen zu werden. Bei der von mir angegriffenen Person sehe ich das so nicht.