User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Gast

Ich kann meine Scheidungsanwältin wegen der Hausüberschreibung nicht mehr zahlen. Gibt es irgendwo Hilfe?

Hallo
Ich lebe in Scheidung und habe eine Anwältin die meine Angelegenheit vertritt. Bisher aufgelaufene Rechnungen, wegen Unterhalt und Scheidungsfragen, konnte ich per Raten bezahlen.
Nun geht es um das gemeinsame Haus. Mein Ex und ich haben uns privat von Anfang an darauf geeinigt, das er das Haus übernimmt -es ist noch verschuldet und bei Verkauf hätten wir jeder ca. 35.000€ Schulden- und die Notar-und Austragungskosten trägt. Es ist geklärt das ich bei der Bank und beim Grundbuchamt ausgetragen werde, abgesichert bin ich durch die Rücklastklausel. Abgemacht war, das wir dafür keinen Anwalt brauchen, ich war damit einverstanden das er einen unparteiischen Notar aussucht. Nun hat dieser die Entwürfe des Vertrages meiner Anwältin geschickt und es ging einiges hin und her. Sie sagt mit jetzt, sobald ich beim Notar unterschreibe steht ihr anteilig zum Hauswert Honorar zu. Das sind ca. 1500€
Meine Frage: Da ich sie ja nicht mit der Hausübertragung beauftragt habe, kann sie das Geld verlangen, nur weil es Scheidungsgegenstand ist?
2. Frage: Gibt es irgendwo für so einen Fall finanzielle Hilfe?
Anzumerken wäre noch, das mein Ex lieber das Haus verkauft und Schulden macht, als meinen Anwalt mitzuzahlen. Er steht finanziell auch wesentlich besser da
Frage Nummer 3000025522
Antworten (19)
Tatsache ist aber, daß die Anwältin wohl mit dem Notar verhandelt hat, also tätig war.
Am besten du handelst dafür auch Ratenzahlung mit der Anwältin aus.
Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, daß ihr nach einem Hausverkauf Schulden hättet. Bei den Immobilienpreise heutzutage kommt mir das sehr komisch vor. Hast du dich auch vergewissert, ob das Haus richtig bewertet wurde ? Da wurde schon mancher übers Ohr gehauen.
@elfigy
Es kommt darauf an, wo dieses Haus steht. Es gibt Ecken in Deutschland, da baust Du teurer als Du verkaufen kannst. Neue Länder zum Beispiel. Wenn es dann noch schnell gehen soll, ist der Preis oft nicht zu erzielen. Beispiel aus meinem Bekanntenkreis. Eigentlich gehen bei uns, Ballungsgebiet, Arbeitslosigkeit unter 4%, Häuser gut weg. Aber ein Reihenendhäuschen, das für 325 000 vollfinanziert gekauft wurde vor 3 Jahren, ist nicht mehr als 250 000 wert. Schnell verkauft bist Du nahe 200 000. Die Fragestellerin könnte fast meine Bekannte sein, da läuft es ähnlich.
rayer, es ist richtig , daß es so Ecken gibt. Die Lage ist entscheidend. Dennoch ist es nicht verkehrt, wenn sich die Fragestellerin informiert, ob der geschätzte Preis für das Haus ok. ist. Mir ist ein Fall bekannt, da hat die Frau durch einen ihr bekannten Immobilienmakler das Haus viel zu niedrig schätzen lassen, der Ehemann war gutgläubig und ahnungslos, sie übernahm das Haus mittels einem Notar und verkaufte es dann nach der Scheidung. Dem Mann entging eine sechstellige Summe.
Lieber einmal zu oft geforscht, als einmal zu wenig.
Gerade bei Scheidungen muß man vorsichtig sein.
Gast
@rayer - die Dinger heißen nicht mehr Reihenhaus/Reihenendhaus sondern Stadthäuser/Stadtendhaus.
Wurde letzte Woche von einem Makler so belehrt.

Ansonsten kenne ich das Problem des "Schnellvekaufs" aus einem Erbschaftsfall.
Manchmal siegen dann Gier oder Neid oder Haß.
Bei Erbschaften werden auch noch andere Dinger gedreht. Eines der Geschwister ist mit dem Verkauf beauftragt. Dann wechselt im Vorzimmer des Notars ein Umschlag den Besitzer. Der eingetrage Preis ist um den Inhalt des Umschlages niedriger. Eine WinWin Situation. Der Verkäufer muß den Inhalt nicht teilen und der Verkäufer zahlt weniger Grunderwerbssteuer.
Die Welt ist so schlecht .
Das war bei meinem Hauskauf in Südfrankreich genau so. Der Notar musste plötzlich mal für 20 Minuten raus, irgend etwas nachsehen. Da war Zeit genug, den Differenzbetrag zum Vertrag in Bar zu entrichten. Ich bin da auch ganz gerne schlecht.
Huddelduddel
Wie die Hütte genannt wird, ist mir völlig wurscht. Es ging mir darum, wie schnell dein Haus zum Schleuderpreis zu haben ist. Allerdings da mal noch 2 oder 3 Schätzungen einzuholen macht sicher Sinn. Die Banken haben da auch Leute, einfach mal hin einen Termin ausmachen zur Besichtigung und fragen ob die das Finanzieren würden für 70 000 über dem genannten Preis.
Ok. Dann gebe ich auch zu, eine Immobilie aus einer Erbschaft erworben zu haben.
Nicht rot werd.
Ich könnte jetzt noch erklären, wer die Dame war, die das Haus so niedrig schätzen liess.
Aber dann werde ich rot.
@rayer: Banken finanzieren bis zu einem bestimmten Prozentsatz, meist 60 oder 80%. Damit sie ihr Geld auch gaaaanz sicher bekommen, schätzen sie extrem nach unten, sind daher wenig geeignet dafür (musste ich leidvoll erfahren bei der Anschlussfinanzierung und der Obergrenze für den "guten" Zinssatz)
@ing
Vor der Wirtschaftskrise hast du problemlos 110% finanziert und heute gehen immer noch 100%. Leg noch eine anständige Lebensversicherung drauf, dann gehen sogar 125%.
Wer einen hohen Schätzwert haben will, sollte sich an einen Immobilenmakler wenden, weil dessen Provision vom Verkaufspreis abhängt.
Gast
@rayer - und wie wir wissen - alles ohne S....., die beworbenen
Huddelduddel
Leider braucht es da Erklärung. Ich kann Dir gerade nicht folgen.
@rayer: ja, das tun sie, dann aber zu einem höheren Zins.
Und es ändert nichts daran, dass sie einen tendenziell niedrigen Schätzpreis annehmen.
ing
Deshalb ja auch die Aufforderung 2 - 3 Schätzungen einzuholen. Beim Makler zu hoch, bei der Bank zu tief.
Gast
rayer - wenn ich Schufa schreibe kommen in 5 Jahren oder auch vorher die ganzen Werbegeier!
Trotzdem Danke. Jetzt hab selbst ich es begriffen;-)
Gast
ich wollte eigentlich keine Geier beleidigen!
ing
Das mit dem Zins kapieren eh die Wenigsten. Hauptsache kleine monatliche Rate. Wenn die Hütte dann zweimal bezahlt wurde, stört eher wenig.