User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Ich möchte meine Altersvorsorge mit Hinterbliebenenschutz verbinden, und schwanke zwischen Risiko- und Kapitallebensversicherung. Kann mir jemand mit Ratschlägen helfen?

Frage Nummer 13893
Antworten (8)
Eine Risikolebensversicherung zahlt bei recht geringem Beitrag ab dem Abschluss einen ziemlich hohen Betrag aus. Das ist perfekt für die Hinterbliebenenabsicherung, hat aber garnichts mit Altersvorsoge zu tun (wenn Sie überleben ist das Geld weg).
Eine Kapitallebensversicherung ist eher einem Sparplan ähnlich, allerdings mit spezifischen Vor- und Nachteilen. In Bezug auf den Hinterbliebenenschutz ist sie in den ersten 20 Jahren praktisch wertlos, da noch kaum Kapital zustande gekommen ist.
Also beide Themen - Altersvorsorge und Hinterbliebenenversorgung - getrennt betrachten. Erst richtung Rentenalter (oder wenn alle Kinder selber arbeiten) ersetzt die Altersvorsoge eine Risikolebensversicherung, nicht zuletzt weil die dann langsam unbezahlbar wird.
Beides ist derzeit imho völlig ungeeignet. Die beste - vererbbare - Altersvorsorge besteht in vernünftigem, bezahlten Wohneigentum und Sachwerten wie Edelmetall (bekannte Gold- und Silbermünzen wie Krügerrand, Maple Leaf und American Eagle).
Ich würde Dir eine Risikolebensversicherung empfehlen. Die ist wesentlich preiswerter. Allerdings gibt es, glaube ich, keine mit Altersvorsorge. Da mußt Du dann wohl doch auf eine Kpitallebensversicherung zurück greifen. Oder Du machst Risikolebensversicherung für die Hinterbliebenen und Riester für die Altersvorsorge. Geh doch mal zu einem Versicherungsmakler.
Risikoversicherung schützt die Hinterbleibenen im Falle des Todes. ist sinnvoll für den Zeitraum in dem man Hinterbliebene hat, die auf Versorgung angewiesen sind. Sonbst nicht. Also für ein Ehepaar beide mit Einkommen aber ohne Kinder ist das nötig ist. Denk bei der Laufzeit daran, wie lange du den Schutz brauchst: 30jährige Kinder muss du ja nicht mehr absichern.
Von einer Kapitallebensversicherung wegen Vosrorge würde ich abraten bzw, sagen, das sollte man sich sehr genau überlegen
Eine Risikolebensversicherung ist auf jeden Fall sinnvoll, wenn du den Todesfall absichern möchtest.Auf keinen Fall eine Kapitallebensversicherung. Da verdient nur die Versicherung. Durfte sogar als legaler Betrug tituliert werden.
Bei Vorsorge solltest du dich ein wenig mit dem Thema Geldanlage und Zukunft beschäftigen. Denn es sieht nicht so rosig aus. Insbesondere die Inflation könnte in den nächsten Jahren deine Vorsorge zunichte machen. Insbesonder Produkte wie Riester und Co werden steuerlich aufgefressen bzw. bei einer späteren niedrigen Rente mit einer möglichen Grundsicherung aufgerechnet. Also entweder Sachwerte oder flexibel bleiben (z.B. meinetwegen Sparplan). Gold und Silber sind bestimmt nicht verkehrt.
Für die Altersvorsorge eignet sich nur die Kapitallebensversicherung, da bei der Risikolebensversicherung kein Sparanteil beinhaltet ist. Deine Hinterbliebenen sind in beiden Fällen geschützt, Du hast aber nur bei der Kapitallebensverischrung eine Altersvorsorge. Von daher kommt eine Risikolebensversicherung für Dich eigentlich nicht in Frage.
Die deutsche Sonderform KLV (Kapital-Lebensversicherung) ist eine prima Sache - für die Anbieter und den Staat. Der Versicherte zahlt mehrfach drauf. Deshalb darf man sie auch (höchstrichterlich genehmigt) "legalen Betrug" nennen. Der sogenannte Garantiezins liegt immer unter der echten Inflationsrate: Man zahlt gutes Geld und kriegt später schlechtes zurück... Zur Zeit sind obendrein sowieso alle Geldwert-Anlagen (=Zahlungsversprechen) in größter Gefahr: Sachwert ist Trumpf!
Der Vorteil der Kapitallebensversicherung ist, dass du dir ein Kapital anhäufst, dass du dann auch später für die eigene lebensversicherung benutzen kannst. Die Risikolebensversicherung zahlt wirklich nur im Fall des Todes. Das bedeutet aber natürlich auch, dass die Kapitalversicherung teurer ist als die Risikoversicherung.