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Noch Fragen?

Ich möchte selber einen Film entwickeln. Was brauche ich als Anfänger dazu? Ich möchte es einfach mal ausprobieren.

Frage Nummer 18817
Antworten (6)
Viel braucht man.
Dunkelkammer, Filmspule, Chemikalien zum fixieren des Films. Danach geht es weiter mit Belichter, Fotopapier, Entwicklerlüssigkeit und Fixierer, beide in einer separaten Wanne, Wäscheleine zum trocknen. Foto ist fertig. Ich persönlich fotografiere nur noch digital, der Aufwand für Leute die Fotografie nicht beruflich machen ist zu hoch.
Die Antwort von fiatpolsi ist gut, trifft aber nur auf S/W-Filme zu. Bei Farbe brauchst Du alles mind. drei mal und mit ganz exakt gleichen Temperaturen und Einwirkzeiten.
Also erstmal braucht man eine Kamera *zwinker* und einen Film (am besten s/w; Farbe ist etwas komplizierter). Statt einer Dunkelkammer reicht auch ein verdunkelbarer Raum. Das Licht kann ohnehin wieder an, wenn der Film in einer Dose steckt. Abwechselnd kommen dann Entwickler, Stoppbad, Fixierbad und Netzmittelkonzentrat hinein. Filmclips zum Aufhängen sind auch wichtig.
Highspeed hat Recht, Schwarz-Weiß-Filme kann man gut selbst entwickeln (habe ich oft gemacht), aber bei Farbnegativ-Filmen oder Diafilmen lohnt sich der Aufwand nicht. Überhaupt ist das Filmentwickeln eine absolut hirnlose Tätigkeit, man spult den Film in aboluter Dunkelheit auf die Spirale einer Filmentwicklungsdose auf, kippt Filmentwickler in die Dose und schwenkt sie einige Minuten. Am Interessantesten ist die Bildentwicklung von SW-Bildern in der Entwicklungsschale. Da sieht man wirklich, was vor sich geht. Ich habe auch Farbbilder entwickelt, aber da ist der Spaßfaktor ziemlich gering. Man ermittelt Belichtungszeit und Farbfilterung, stopft das Papier in eine Trommel und heraus kommt das fertige Bild. Die digitale Fotografie bietet kreativen Geistern weitaus mehr Möglichkeiten als die analoge, obwohl die auch einige Tricks drauf hatte (z.B. das berühmte „Abwedeln“)
Du brauchst einen komplett abdunkelbaren RAum, den Entwickler und die spezielle Entwicklungsdose. Dann eine Spule, Fixiersalz, Netzmittel, einen speziellen Behälter mit einem Thermometer. Das bekommst Du alles im Fotoladen. Dann benötigst Du noch eine größere Pinzette o.ä., um die Bilder aus der Lösung zu nehmen, sowie Fotopapier.
Dafür brauchst du eine ganze Menge: erstmal eine improvisierte Dunkelkammer, spezielle Plastiktanks, Kunststoffspiralen, um die Filme im Tank aufzuwickeln und diverse Fotochemikalien (u.a. Entwickler und Fixierer). Das reicht allerdings nur für die Filmentwicklung - willst du auch Abzüge von den Bildern machen, brauchst du noch mehr Utensilien.