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Noch Fragen?

Ich muss untertauchen, wg. gewisser Spielschulden.

Frage an den Taucher: wieviel Pressluft brauche ich, um 14 Tage im Baggersee bei 8 Meter Tiefe unentdeckt zu verbringen ? Benötige ich dazu einen Neoprenanzug oder reicht ein Unterhemd (Schießer Feinripp, Tanggrün) aus? Gibt es Prospektmaterial über "sichere Baggerseen"? Mit welchen Dekrompressionszeiten muss ich nach einem 14-tägigen Aufenthalt in 8 Meter Tiefe rechnen ?
Frage Nummer 3000039043
Antworten (30)
-r
Gast
und keine Unterhose, Tanggrün oder Naturbraun?
Gast
Mit Glocke weniger als sonst. Du hast doch Glocke?
Jedenfalls brauchst du nur die Hälfte bei Abluft-Recycling.
Das mit der Glocke habe ich probiert, aber es sprudelt alles hinaus, ständig schluckte ich Wasser. Vermutlich gehört noch irgendein Anzug dazu, keine Ahnung. Im Übrigen trage ich immer die passende Kombi, in diesem Fall die Schießer Feinripp-Unterhose Tanggrün mit beidseitigem seitlichem Eingriff, für links- und rechtsträger geeignet.
Als Alternative und weiteren Denkansatz.
Friedrich Schiller
Der Taucher
»Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,
Zu tauchen in diesen Schlund?
Einen goldnen Becher werf ich hinab,
Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund.
Wer mir den Becher kann wieder zeigen,
Er mag ihn behalten, er ist sein eigen.«

Der König spricht es und wirft von der Höh
Der Klippe, die schroff und steil
Hinaushängt in die unendliche See,
Den Becher in der Charybde Geheul.
»Wer ist der Beherzte, ich frage wieder,
Zu tauchen in diese Tiefe nieder?«

Und die Ritter, die Knappen um ihn her
Vernehmen's und schweigen still,
Sehen hinab in das wilde Meer,
Und keiner den Becher gewinnen will.
Und der König zum drittenmal wieder fraget:
»Ist keiner, der sich hinunter waget?«

Doch alles noch stumm bleibt wie zuvor,
Und ein Edelknecht, sanft und keck,
Tritt aus der Knappen zagendem Chor,
Und den Gürtel wirft er, den Mantel weg,
Und alle die Männer umher und Frauen
Auf den herrlichen Jüngling verwundert schauen.

Und wie er tritt an des Felsen Hang
Und blickt in den Schlund hinab,
Die Wasser, die sie hinunterschlang,
Die Charybde jetzt brüllend wiedergab,
Und wie mit des fernen Donners Getose
Entstürzen sie schäumend dem finstern Schosse.

Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
Und Flut auf Flut sich ohn Ende drängt,
Und will sich nimmer erschöpfen und leeren,
Als wollte das Meer noch ein Meer gebären.

Doch endlich, da legt sich die wilde Gewalt,
Und schwarz aus dem weissen Schaum
Klafft hinunter ein gähnender Spalt,
Grundlos, als ging's in den Höllenraum,
Und reissend sieht man die brandenden Wogen
Hinab in den strudelnden Trichter gezogen.

Jetzt schnell, eh die Brandung wiederkehrt,
Der Jüngling sich Gott befiehlt,
Und – ein Schrei des Entsetzens wird rings gehört,
Und schon hat ihn der Wirbel hinweggespült,
Und geheimnisvoll über dem kühnen Schwimmer
Schliesst sich der Rachen, er zeigt sich nimmer.

Und stille wird's über dem Wasserschlund,
In der Tiefe nur brauset es hohl,
Und bebend hört man von Mund zu Mund:
»Hochherziger Jüngling, fahre wohl!«
Und hohler und hohler hört man's heulen,
Und es harrt noch mit bangem, mit schrecklichem Weilen.

Und wärfst du die Krone selber hinein
Uns sprächst: Wer mir bringet die Kron,
Er soll sie tragen und König sein –
Mich gelüstete nicht nach dem teuren Lohn.
Was die heulende Tiefe da unter verhehle,
Das erzählt keine lebende glückliche Seele.

Wohl manches Fahrzeug, vom Strudel gefasst,
Schoss jäh in die Tiefe hinab,
Doch zerschmettert nur rangen sich Kiel und Mast,
Hervor aus dem alles verschlingenden Grab.-
Und heller und heller, wie Sturmes Sausen,
Hört man's näher und immer näher brausen.

Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
Und Well auf Well sich ohn Ende drängt,
Und wie mit des fernen Donners Getose
Entstürzt es brüllend dem finstern Schosse.

Und sieh! aus dem finster flutenden Schoss,
Da hebet sich's schwanenweiss,
Und ein Arm und ein glänzender Nacken wird bloss,
Und es rudert mit Kraft und mit emsigem Fleiss,
Und er ist's, und hoch in seiner Linken
Schwingt er den Becher mit freudigem Winken.

Und atmete lang und atmete tief
Und begrüsste das himmlische Licht.
Mit Frohlocken es einer dem andern rief:
»Er lebt! Er ist da! Es behielt ihn nicht!
Aus dem Grab, aus der strudelnden Wasserhöhle
Hat der Brave gerettet die lebende Seele.«

Und er kommt, es umringt ihn die jubelnde Schar,
Zu des Königs Füssen er sinkt,
Den Becher reicht er ihm kniend dar,
Und der König der lieblichen Tochter winkt,
Die füllt ihn mit funkelndem Wein bis zum Rande,
Und der Jüngling sich also zum König wandte:

»Lange lebe der König! Es freue sich,
Wer da atmet im rosigten Licht!
Da unten aber ist's fürchterlich,
Und der Mensch versuche die Götter nicht
Und begehre nimmer und nimmer zu schauen,
Was sie gnädig bedeckten mit Nacht und Grauen.

Es riss mich hinunter blitzesschnell –
Da stürzt mir aus felsigtem Schacht
Wildflutend entgegen ein reissender Quell:
Mich packte des Doppelstroms wütende Macht,
Und wie einen Kreisel mit schwindendelm Drehen
Trieb mich's um, ich konnte nicht widerstehen.

Da zeigte mir Gott, zu dem ich rief
In der höchsten schrecklichen Not,
Aus der Tiefe ragend ein Felsenriff,
Das erfasst ich behend und entrann dem Tod –
Und da hing auch der Becher an spitzen Korallen,
Sonst wär er ins Bodenlose gefallen.

Denn unter mir lag's noch, bergetief,
In purpurner Finsternis da,
Und ob's hier dem Ohre gleich ewig schlief,
Das Auge mit Schaudern hinuntersah,
Wie's von Salamandern und Molchen und Drachen
Sich regt' in dem furchtbaren Höllenrachen.

Schwarz wimmelten da, in grausem Gemisch,
Zu scheusslichen Klumpen geballt,
Der stachligte Roche, der Klippenfisch,
Des Hammers greuliche Ungestalt,
Und dräuend wies mir die grimmigen Zähne
Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne.

Und da hing ich und war's mit Grausen bewusst
Von der menschlichen Hilfe so weit,
Unter Larven die einzige fühlende Brust,
Allein in der grässlichen Einsamkeit,
Tief unter dem Schall der menschlichen Rede
Bei den Ungeheuern der traurigen Öde.

Und schaudernd dacht ich's, da kroch's heran,
Regte hundert Gelenke zugleich,
Will schnappen nach mir – in des Schreckens Wahn
Lass ich los der Koralle umklammerten Zweig;
Gleich fasst mich der Strudel mit rasendem Toben,
Doch es war mir zum Heil, er riss mich nach oben.«

Der König darob sich verwundert schier
Und spricht: »Der Becher ist dein,
Und diesen Ring noch bestimm ich dir,
Geschmückt mit dem köstlichsten Edelgestein,
Versucht du's noch einmal und bringt mir Kunde,
Was du sahst auf des Meeres tiefunterstem Grunde.«

Das hörte die Tochter mit weichem Gefühl,
Und mit schmeichelndem Munde sie fleht:
»Lasst, Vater, genug sein das grausame Spiel!
Er hat Euch bestanden, was keiner besteht,
Und könnt Ihr des Herzens Gelüsten nicht zähmen,
So mögen die Ritter den Knappen beschämen.«

Drauf der König greift nach dem Becher schnell,
In den Strudel ihn schleudert hinein:
»Und schaffst du den Becher mir wieder zur Stell,
So sollst du der trefflichste Ritter mir sein
Und sollst sie als Ehegemahl heut noch umarmen,
Die jetzt für dich bittet mit zartem Erbarmen.«

Da ergreift's ihm die Seele mit Himmelsgewalt,
Und es blitzt aus den Augen ihm kühn,
Und er siehet erröten die schöne Gestalt
Und sieht sie erbleichen und sinken hin –
Da treibt's ihn, den köstlichen Preis zu erwerben,
Und stürzt hinunter auf Leben und Sterben.

Wohl hört man die Brandung, wohl kehrt sie zurück,
Sie verkündigt der donnernde Schall –
Da bückt sich's hinunter mit liebendem Blick:
Es kommen, es kommen die Wasser all,
Sie rauschen herauf, sie rauschen nieder,
Den Jüngling bringt keines wieder.
mir stockt der Atem angesichts der biologischen und germanistischen fundierten Antworten. Jedoch lasset mich warten , gewährt mir die Bitte, zu warten auf die Antwort des dritten. Der Taucher ist´s, das Ziel meiner Begierde. Frei nach Heinz Erhard, oder ...?
Die Frage nach der Menge der Pressluft wurde noch nicht beantwortet, nörgel......!
Ok Musca, rauch' Dir noch Einen ...
tja Moony, es scheint am Drogenkonsum zu liegen. Auf seriöse Anfragen bekommt man hier keine vernünftige Antworten. Aber den Schiller fand ich trotzdem schön.
musca, der Schiller von Amos war absolut beeindruckend, das streite ich nicht ab.
Aber die Frage........quengel...........
Wie in der Schule, nochmal zurück zum Anfang:

a) wieviel Pressluft

b) Taucheranzug nötig?

c) Dekompressionszeit?
moonshine, mein Freund Kalle, Sporttaucher, könnte es beantworten, allerdings möchte ich ihm diese Frage nicht angedeihen lassen.
Gast
machine hat doch eine alternative Antwort gegeben!
Unglaublich, wie bei der Frage wegen der Reifen:

Seitenweise Ergüsse jeglicher Art, doch die Antwort sucht man vergebens, seufz.....
@Moony: die Frage nach dem Luftbedarf lässt sich berechnen, aber es gibt keinerlei Langzeitstudien über die Haltbarkeit tanggrüner Feinrippunterwäsche unter erhöhten Druckverhältnissen . Das ist meine größte Sorge.
Nun fällt selbst mir nichts mehr ein. Have a nice dive.
Gast
Zitiere hiermit einen "freaky" bei http://www.200bar.de/forum

Das kommt auf dein Atemminutenvolumen x die Tauchtiefe (daraus resultiert der eigentliche Luftverbrauch) an. Darüber hinaus auch auf deine Tauchflasche (Liter und Druck)

Angenommen du verbrauchst an der Oberfläche (ca 1bar Luftdruck) 25liter/min (1 x 25) dann verbrauchst du in 20m Tiefe (1bar Luftdruck + 2bar Wasserdruck) also schon 3 x 25 = 75 liter/min.

Mit einer 10 Literflasche bei 200Bar Anfangsdruck hättest du also 2000Liter Atemluft zur Verfügung. Das geteilt durch deine angenommenen 75lit/min bist du bei 26Minuten Tauchspaß.

Dabei berechnet man allerdings immer eine Reserve von 50 Bar ein, also fallen bei 10Litern schon 500Liter an Reserve weg.
Blieben 1500Liter. Wieder geteilt durch die 75 hast du 20 Minuten Tauchspaß.

Atemst du weniger als 25L/min, wird deine Flasche Größer oder ist eine 300Bar-Flasche oder tauchst du weniger tief, verlängert sich das Ganze. Zitat Ende

daraus rechnet sich bei 8m Tiefe 3000 Liter /Stunde mal 336 Stunden (14 Tage) = 1.008.000 Liter = ein Behälter mit einem Volumen 100.800 Liter bei 10bar = 100,8m³
oder eine Kantenlänge von ca. 4,7m
Am besten du tauchst da unter, wo Unterwasser-Poker gespielt wird. Dann kannst du die Schulden gleich wieder reinholen: http://www.hochgepokert.com/tag/unterwasser-poker/
Ich finde es einfach Klasse. Eigentlich habe ich nur Schiss vor dem morgigen Ergebnis im MRT, Verdacht auf Bandscheibenvorfall, darauf kann ich verzichten. Diese Angst, gepaart mit der Genervtheit auf Werbeantworten , oder was auch immer, veranlasst mich zu völlig unnützen Fragen. Das es trotz Nonsensfrage fundierte(Caro) oder einfach nur schöne (Amos) Antworten gab, überrascht mich positiv.
Lieber Musca, du packst das morgen. Ich wünsche dir ein gutes Ergebnis.
Danke bh
Ich will das nicht kleinreden: aber ein Bandscheibenvorfall ist kein Todesurteil, ob mit oder ohne MRT. Es gibt verschiedene therapeutische Ansätze. Grundsätzlich wird man zuerst konservative physikalische und medikamentöse Maßnahmen einleiten, operative minimalinvasive Methoden eher nicht. Andere größere Eingriffe sind mittlerweile eher ungewöhnlich.

Alles Gute. Das MRT ist völlig harmlos!
Amos,
Du hast ausnahmsweise einmal recht. Nur vor dem ersten MRT haben die meisten ein mulmiges Gefühl...
So, wie es sich anhörte, ist es eher eine Zerrung wegen der Schlepperei durch seinen neuen Job.
Meiner Ansicht nach sollten die seinen Schädel gleich mit durchleuchten, wer wegen einer Flucht vor der Mafia sich 2 Wochen unter Wasser verstecken will, und dessen größte Sorge dann der Zustand seiner tarnfarbenen Feinrippwäsche ist, der hat ja wohl auch schon gehörig einen an der Waffel....!

(duck und gaaaanz weit wech!)
Ich habe bereits mehrere CTs und MRTs hinter mir, mit oder ohne Kontrastmittel. Harmlos, bis auf den Krach und die Kopfhörer. Und das Kontrastmittel ist nicht mehr jodhaltig, daher auch bei Schilddrüsenüberfunktion harmlos.
Und Deinen ersten Satz wollen wir schnell wieder vergessen, gell moonlady?
Plural majestatis, Amos?
Nöö, wollen WIR nicht.
Politisch rege ich mich über Dich immer wieder fürchterlich auf, bis ich mir dann klarmache, daß mein Vater früher ähnlich dachte.....
Aber mit dem zoffte ich mich deswegen auch derart, daß meine Mutter uns irgendwann einfach während des Essens solche Diskussionen verbot, irgendwas daran paßte ihr nicht....
okay, manchmal wurde es ein wenig laut..und sie meinte, dafür hätte sie nicht stundenlang in der Küche gestanden....konnte man ja auch verstehen, oder?
Zumindest das "ausnahmsweise einmal".
Na, ma gugge.......
das ist noch verhandelbar......
Als ich heute an einem Atomkraftwerk vorbei radelte, bekam diese Frage eine ganz neue Bedeutung für mich...