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Noch Fragen?

Ich will meine Wohnung kündigen. Was muss ich beachten und wie komme ich um Malerarbeiten herum?

Frage Nummer 19199
Antworten (9)
Ich konnte mich bereits einmal um das streichen "drücken" weil die Nachmieterin die Wände ohnehin farbig streichen wollte! Frag doch mal nach, vielleicht kannst du dir ja so auch zumindest einen Teil der Arbeit sparen!? Der Vermieter hat ggf. den Kontakt für Dich. Viel Glück! :)
Du musst schriftlich und fristgerecht kündigen. Wenn du ganz sicher gehen willst, verschicke die Kündigung per Einschreiben.

Wenn in deinem Mietvertrag keine Malerarbeiten beim Auszug verlangt sind, brauchst du sie auch nicht machen. Wenn etwas geregelt ist, kann dir nur ein Anwalt konkret sagen, wie groß die Chancen sind, sich vor dem Anstrich zu drücken. Vielleicht hilft aber auch erst mal ein nettes Gespräch mit dem Vermieter.
Du wirst deine Kündigungsfristen berücksichtigen müssen, die vor Deinem Einzug im Mietvertrag festgelegt wurden. Was die Malerarbeiten betrifft wird es auch eine vertragliche Regelung geben. Wenn du Dich weigerst, wirst du höchstwahrscheinlich die Kaution dafür einbüßen müssen.
Ich gebe dir keine Tipps, wie du dich um vertragliche Pflichten drücken kannst. Nachher wollen hier Leute noch wissen, wie man am besten ein Schloss knackt. Wie wär's, wenn du die Malerarbeiten, die du machen musst, einfach machst?
007Klausi hat sein Problem sich zwischenzeitlich schon gelöst. Ich will auf die leztze Antwort aber erwidern, dass es faktisch keine Renovierungsklauseln gibt, die rechtlich durchsetzbar sind. Deswegen würde ich es immer so handhaben, dass ich die vertraglich vereinbarten Arbeiten durchführe, wenn sich der Vermieter im Laufe des Mietverhältnisses fair verhalten hat. Hat er sich nicht fair verhalten, renoviere ich nicht.
So einfach.
Welche Renovierungen und Schönheitsreparaturen vor dem Auszug erledigt werden sollten, ist im Mietvertrag geregelt. Unter Schönheitsreparaturen fällt alles, was sich während der Wohnzeit abgenutzt hat und mit einfachen Mitteln wieder in Schuss bringen lässt - also tapezieren, Wände streichen, Löcher zuspachteln, Heizungen sowie Türen und Fenster von innen streichen.
Zu beachten ist, dass die Renovierungsklausel rechtlich wirksam formuliert wurde. Da kann aber ein Rechtsanwalt oder der Vermieterverein helfen.
Es ist absolut falsch den Rat von Stechus zu befolgen und kann recht teuer werden. Im Unterschied zu selbst renovieren ist eine Fachfirma deutlich kostspieliger.
Rayer hat mal wieder keine Ahnung, aber davon eine ganze Menge. Zeig mir EINE Renovierungsklausel, die den Mieter beim Auszug zur Renovierung VERPFLICHTET UND auch rechtsgültig ist. Und dann schreibe noch dazu, von Wann diese Klausel ist.
Dabei wirst du merken, dass alle früheren Klauseln dazu unwirksam sind. Ein Anwaltsbrief reicht, dem Vermieter das klar zu machen.
Wenn du willst.
Wird von Renovierung im Mietrecht gesprochen, sind damit sog. Schönheitsreparaturen gemeint. So werden Maßnahmen zur Instandsetzung der Mietsache bezeichnet, die ausschließlich dekorativen Zwecken dient. § 28 Abs. 4 der Zweiten Berechnungsverordnung (II. BV) legt ganz genau fest, um welche Arbeiten es sich dabei handelt:
Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken
Anstreichen der Fußböden und Heizkörper, inkl. Heizrohre
Anstreichen der Innentüren sowie der Innenseiten von Außentüren und Fenstern.
Das Bürgerliche Gesetzbuch bestimmt, dass die Renovierungspflicht beim Vermieter liegt. Es handelt sich hierbei aber um abdingbares Recht. Dies bedeutet, dass von den gesetzlichen Bestimmungen durch eine vertragliche Vereinbarung abgewichen werden kann.
Somit besteht die Möglichkeit, im Mietvertrag festzulegen, dass der Mieter für die Schönheitsreparaturen zuständig ist. Dabei wird meistens bestimmt, dass die Renovierung entweder beim Umzug oder nach Ablauf einer bestimmten Frist durchgeführt werden muss.
Prinzipiell ist es legitim, die Pflicht zur Renovierung auf den Mieter zu übertragen.
Renovierung der Mietwohnung | Mietrecht 2019

https://www.mietrecht.com/renovierung/