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Noch Fragen?

Ich würde gerne wissen, wie eine Estrich-Trocknung durchzuführen ist. Ich habe keine Lust, dass ich, nachdem die Arbeit eigentlich schon getan ist, alles versaue. Ich habe ohnehin schon zu wenig Zeit. Wie also sollte ich vorgehen?

Frage Nummer 16342
Antworten (16)
Der Estrich trocknet von alleine, da braucht man gar nichts machen. Dauert aber mindestens 6 Wochen. Eher mehr. Oder Asphaltestrich nehmen, der ist nach 2 Tagen begehbar und nach einer Woche belastbar. Kostet aber das drei bis vierfache.
Wichtig dabei ist die Lüftung. Erst musst du trockene Luft über die Fläche leiten, also Wärme. Dadurch nimmt die Luft mehr Feuchigkeit auf und die muss dann ganz schnell aus dem Raum raus. Luftentfeuchter und Ventilatoren beschleunigen den Prozesse. Gut heizen. Ehrlich gesagt, würde ich mir einen Profi holen, wenn Du eh schon wenig Zeit hast.
herkömmlicher Zementestrich trocknet von alleine und hat nach 28 Tagen seine Endfestigkeit erreicht. Die Trocknungsdauer ist von der Umgebungstemperatur und Luftfeuchte abhängig. Den Tipp des Vorredners würde ich ganz schnell vergessen, weder Zement- noch Anhydritestriche mögen Zugluft während der Trocknungsphase, dadurch besteht die Gefahr, daß er an der Oberfläche reißt
Es kommt erst einmal darauf an, ob das Haus geheizt ist und in welcher Jahreszeit man sich befindet. Mit einem Estrichbeschleuniger und warmen Temperaturen kann man evtl. nach drei Wochen mit Fliesenarbeiten beginnen. Im Winter und ohne Beschleuniger können es gut und gerne sechs Wochen sein.
Musca hat Recht! Insbesondere im Sommer empfiehlt es sich sogar, den noch nassen Estrich mit Folie abzudecken. Begehbar ebenfalls über Bretter nach 14 Tagnen.
Nach 28 Tagen ist ein Zementestrich mit SIcherheit noch nicht durchgetrocknet. Begehbar ja, aber ich würde da weder Fliesen noch Parkett drauf legen
Die Frage muß lauten: Wann hat der Estrich die Belegereife erreicht. Das ist laienhaft ausgedrückt, der Trockungsgrad, der erfoderlich, ist um den Estrich mit einem Oberbelag zu belegen. Hierzu muß die Restfeuchte des Estrichs gemessen werden. Die Belegereife unterscheidet sich je nach verwendetem Estrich und ist weiterhin abhängig vom verwendeten Oberbelag. Bei Fußodenheizungen ist der erforderliche Trocknungsgrad noch höher. Folglich: das Wasser muß raus aus dem Estrich. Den natürlichen Trocknungsvorgang des Estrichs kann man mit Kondenstrocknern (bautrocknern) beschleunigen, welche ausgeliehen werden können, z.B. in Baumärkten. Auch das Anschleifen der Estrichoberfläche kann sich positiv auf die Austrocknung auswirken.
Estrich, Beton, Mörten, Zement, die trocknen nicht, die binden ab.
Der Unterschied liegt darin, dass das zugesetzte Wasser nicht verdunstet, sondern chemisch gebunden wird. Es wird Bestandteil des Estrichs. Wenn Du das Wasser durch Zugluft zu "gewaltsam" austrocknest, wird der Estrich bröselig und instalbil, so wie es Musca beschrieben hat.
@ Highspeed:
Für die Verarbeitung wird Estrichen, wie auch Betonen, meist mehr Wasser zugefügt, wie für den Hydrationsprozess erforderlich ist. Dieses "überschüssige Anmachwasser" kann dem Estrich später problemlos entzogen werden, dies hat keine negativen Auswirkungen auf die Endfestigkeit.
Hurra, bei soviel Bauexperten fühl man sich doch wie ein König, oder? Auch wenn stellenweiseTrockenheit mit Endfestigkeit verwechselt wird... Fliesen z.B. kann man mit sicherheit früher verlegen als Tepichboden, der sehr gernmit Hilfe der Restfeuchtigkeit von unten verschimmelt. Asthmagefahr!
@Miele: Natürlich. Wenn vorher zu viel Wasser genommen wurde, hat man nachher auch was übrig. Man sollte aber eben einen Estrich nicht mit "Gewalt" trocknen.
In diesem Fall bringst Du eine wasserverträgliche Epoxidharzgrundierung auf und streusst diese mit feuergetrocknetem Quarzsand der Korngröße 0,2 - 0,7 mm ab. Am nächsten Tag kannst Du den überschüssigen Quarzsand absaugen und mit den Fliesenverlegearbeiten beginnen. Kostet Dich ca. 5 - 10 € pro/qm mehr, je nach Flächengröße. Also entweder die 28 Tage warten oder ca. 2 Wochen weniger und dafür die Mehrkosten. Übrigens wird durch die Epoxidharzgrundierung die Oberflächenfestigkeit des Zementestrich deutlich verbessert. Falls Du noch Rückfragen hast: syspitzmaus@gmx.de
Finger weg vom Gußasphalt Details gerne auf Rückfrage. Ansonsten stellt sich auch die Frage wie dringend muß ich auf den verlegten Estrich. 28 Tage Wartezeit ist Pi mal Daumen in den meisten Fällen richtig. Solltest Du jedoch ein Zeitproblem haben und so schnell wie möglich auf den verlegten Estrich weiterarbeiten müßen, so hilft die eine dosierte(nicht zu warm und vor allem keine Zugluft) Bautrocknung, da es aber sein kann, dass wie ein "Vorschreiber" schon richtig erwähnt hat, sorgt eine zu schnelle Austrocknung zu einer Schwindrissbildung. Es entstehen kleine Risse (nicht weiter schlimm wenn sowieso Fliesen o.ä. draufkommen) und der Belag hat eine verminderte Festigkeit. D.h. die Haftzugwerte (Tragfähigkeit oder Haftungsfähigkeit)werden heruntergesetzt und unter Umständen hast Du einen schlechten Halt für den späteren Fliesenmörtel. Für alles gibt es eine Lösung!!!

Anwort kommt wegen Zeichenbeschränkung gleich nach.
Am einfachsten ist es, wenn du den estrich von ganz allein trocknen lässt, da kannst du nicht viel helfen außer Heizen. Falls du eine Fußbodenheizung hast ist das noch besser, denn damit trocknet der schneller, außerdem muss die eh laufen damit du gegebenenfalls Fliesen aufbringen kannst. Zeit solltest du dir aber dafür schon lassen.
Am besten funktioniert das mit Estrichbeschleunigern wie z.B. Q1 von Quickfloor.de .
Das enthaltene Wasser bezeichnet man dann als "Kristallingebunden". Fußbodenheizungen können dadurch nach ca. 24 Stunden aktiviert werden. Fenster können auf kipp gestellt werden.
Die Vorteile:
+ Begehbar nach 24 Stunden
+ Belastbar nach 3 Tagen
+ Belegbar nach 4-8 Tagen (mit jedem Belag)
+ Hydrophobierend
+ Belüften nach 24 Stunden
+ Für Fußbodenheizung (Überrohr 35mm)
+ Dünnestrich ab 40mm
+ Verbundestrich ab 20mm
Da die Frage bereits aus 2011 stammt kommt mein Hinweis etwas spät. Aber das Forum sehen ja auch immer wieder Personen, da ein ähnliches Problem haben. Gut eTipps zur Estrichtrocknung habe ich auf folgendem Portal gefunden: http://bauteiltrocknung.at/bautrocknung.html