User Image User
User Image User

Noch Fragen?

In Brasilien gibt es ja verschiedene Religionen nebeneinander. Warum klappt das da so gut und woanders nicht?

Frage Nummer 30578
Antworten (6)
Klappt das wirklich gut? Dieser Voodoo-Kram kann schon ziemlich aufdringlich sein.
Ansonsten sind die Südamerikaner eher entspannt.
Der Grund?
Deus é brasileiro!
Mögliche Gründe: - Die meisten Religionen (außer den Naturreligionen dort) sind "importiert", es gibt also keinen Konflikt um Ursprungsorte. - In fast allen Ländern Südamerikas haben sich die "Eroberer" mit der indigenen Bevölkerung vermischt. So können sich religiöse nicht anhand ethnischer Konflikte hochschaukeln. - Auch Einflüsse der Naturreligionen sind in andere religiöse Praktiken mit eingeflossen. - In Südamerika wird Religion stark in Happening-Form praktiziert, es geht weniger um Dogmen; daher auch das Aufkommen der so genannten Pfingstkirchen.
Brasilien ist ein Einwanderungsland. Die zugewanderten Bewohner sind in dem Bewusstsein eingewandert, dass faktisch nichts vorgegeben war, was Vorgaben gemacht hätte. Sie haben ihre neue Existenz auf der gleichen Ebene aufgebaut wie alle anderen auch. Es gab niemanden, der sie bevormundet oder Besitzstände angemeldet hätte. Die Indios im Land waren bedeutungslos.
Ich denke, dass es auch in Brasilien typische Konflikte zwischen den Gläubigen gibt, von denen wir nur einfach nichts mitbekommen. Aber die Integration der Minderheiten spielt natürlich eine wichtige Rolle für ein gutes Zusammenleben. Eine gute Integration hängt dabei oft von der Politik des Landes ab.
Das klappt eigentlich in vielen Regionen sehr gut. Problematisch wird es nur, wenn neben der Religion auch noch Nationalität abgegrenzt wird. Und dann auch erst dann, wenn es vielen Leuten dreckig geht, und diese meinen, den "Anderen" würde es besser gehen. In Brasilien ist ARmut nicht religionsspezifisch, das könnte helfen.