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Noch Fragen?

In der Reinigung wurde mir gesagt, dass mein Abendkleid mit Metallseife gereinigt wurde. Kann mir jemand den chemischen Vorgang erklären?

Frage Nummer 22081
Antworten (4)
Als „Seifen“ im chemischen Sinn bezeichnet man Natrium- oder Kaliumsalze von Fettsäuren. Nur diese werden zur Herstellung von „Seife“ als kosmetisches Pflegemittel für die Körper- und Gesichtsreinigung verwendet.
Fettsäuresalze, die nicht von Alkalimetallen stammen, werden Metallseifen genannt. Sie bestehen zumeist aus den Salzen der Stearinfettsäure. Auch Behensäure, Laurinsäure, Ölfettsäure, Talgfettsäure oder Hydroxystearinsäure können zum Einsatz kommen. Metallseifen verfügen über hervorragende Gleitwirkung, sind stabilisierend und konservierend.
Solch eine Seife besteht nicht wirklich ganz aus Metall, da das ja auch die Kleidung beschädigen würde. Tatsächlich handelt es sich um Salze, die sich kaum in Wasser lösen lassen, sich aber dennoch gut mit anderen Stoffen verbinden. Diese Eigenschaft wird genutzt, um Verunreinigungen aus der Kleidung zu lösen.
Die Seife fungiert als Katalysator. Damit ist es ihr möglich, viele der lästigen Gerüche zu oxidieren. Dadurch werden sie nicht nur überdeckt, sondern gänzlich beseitigt. Das funktioniert allerdings hauptsächlich nur mit einigen Schwefelverbindungen.
Bist Du sicher dass die gesagt haben, dass das Kleid damit gereinigt wurde? Denn dieser Stoffe werden eigentlich nur für die Trockenimprägnierung eingesetzt, aber nicht für die eigentliche Reinigung. Von daher solltest Du beim nächsten Besuch in der Reinigung einfach noch einmal nachfragen, was die denn nun genau gemacht haben...