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Noch Fragen?

In meiner Nachbarschaft hat jetzt eine Bäckerei für Hunde eröffnet, was ich sehr geschmacklos finde, weil einige Straßen weiter ein Obdachlosenheim wegen Geldmangel geschlossen wurde. Wie steht ihr zu sowas, was sollte da die Politik machen?

Frage Nummer 15398
Antworten (12)
Ist die "Bäckerei für Hunde" staatlich (meint durch die Gemeinschaft) finanziert?

Nein?

Was soll dann der "Vergleich" zwischen privatwirtschaftlichem Unternehmen und Sozialstaat?
Woher wohl die Mittel für die Finanzierung von Sozialleistungen kommen mögen....
Das Obdachlosenheim ist auf Geld von der Gemeinde angewiesen. Die Hundebäckerei nicht. Das ist der Unterschied warum die einen aufhören und die anderen anfangen. Aber ganz ehrlich ... eine Bäckerei für Hunde halte ich für absolut überflüssig. Aber es scheint ja dafür einen Markt zu geben. Wie wurden denn das Obdachlosenheim frequentiert? Vielleicht wird es ja geschlossen, weil keiner dort sein möchte.
Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun, finde ich.
Und die Politik sollte sich da raushalten oder Geld für das Obdachlosenheim locker machen..
Geh doch mal zu einem der Obdachlosen und biete ihm 10 Euro für ein mal Rasenmähen bei Dir. Kann er sich 'n bißchen was verdienen. Auf die Antwort bin ich mal gespannt.
Die Frage ist wohl eher, was man mit solchen erfundenen Geschichten machen sollte ...
Ja und? Was sollen solche Vergleiche? Hast du eine Ahnung, wieviel Geld hierzulande für Hunde- und Katzenfutter sowie für die Ausstattung der Haustiere ausgegeben wird? Das ist fast ein Milliardengeschäft und anderswo verhungern Menschen und haben nicht mal sauberes Trinkwasser! Ist unsere Welt unmoralisch? JA!
@surfina & blaue Fee:
Dekadent? Unmoralisch?
Dann denkt doch bitte mal darüber nach, woher das Geld für unser Sozialsystem bzw. Entwicklungshilfe kommt - und wieviel weniger davon für echte Hilfe zur Verfügung stehen würde, wenn Arbeitsplätze und Konsum wegbrechen würden.
Oder geht ihr davon aus, dass sich diese Probleme durch eine "moralische Lebensweise" lösen lassen?
Eine Frage des Blickwinkels: Wenn du weiterdenkst, musst du auch Juweliere schließen. Und zuletzt hast du eine Kommission, die für alle bestimmt, was notwendig und moralisch ist und was nicht. Zitat: "Ich hasse die Menschen, darum wähle ich die Linken"
Die Hundebäckerei ist doch nicht Schuld am Schließen des Obdachlosenheimes! Wieso also einen Kausalzusammenhang konstruieren wo keiner ist? Oder, mit anderen Worten: Wenn die Bäckerei wieder zumacht, macht das Obdachlosenheim noch lange nicht wieder auf - und keinem ist geholfen.

Toll, wenn du dich für die Obdachlosen einsetzen willst. Aber dann wende dich mit deiner Wut auch an die Adresse der Verantwortlichen!

Ansonsten überlass doch jedem selbst, für welchen Sinn oder Unsinn er sein Geld ausgibt. Der eine lässt sich dafür die Nägel mit schadstoffhaltigen Substanzen verschönern, der anderen kauft seinem Hund eben Backwaren. Im Sinne der Moral trägt letzteres zumindest zum Wohlbefinden eines anderen Lebenwesens bei und ist Ausdruck von Zuneigung - wie verwerflich.
Ich verurteile jegliche Maßnahmen, die Tiere vermenschlichen! Eine Hundebäckerei gehört auf jeden Fall dazu, fehlte noch das sie neben einer "Tafel" für Bedürftige errichtet wird. Meiner Meinung nach läuft in unserer Gesellschaft eindeutig etwas schief!
Kann man denn nur entweder Tierfreund oder Menschenfreund sein? Nach meinem Empfinden speist sich beides aus denselben Quellen: Aus der Fähigkeit, sich in andere Lebewesen einzufühlen, und dem Wunsch, es möge nicht nur einem selber gut gehen. In beiden Fällen siegt Engagement über Bequemlichkeit und das aktive Übernehmen von Verantwortung über Gleichgültigkeit.

Für mich jedenfalls ist es eine grundsätzliche Haltung dem Leben schlechthin gegenüber, die mich motiviert, mich beruflich wie ehrenamtlich sozial zu engagieren als auch meine beiden aus dem Tierschutz stammenden Hunde über die Maßen zu lieben.
Ja gut, ich kann verstehen, dass man sich darueber empoert. Aber dadurch hat man die Welt noch keinen Deut besser gemacht. Was also ist der "Action Plan"? Man kann ja auch nicht alles auf "die Politik" abwaelzen. Dafuer hat "die Politik" schon gesorgt, indem sie sich taeglich als inkompetent fuer viel kleinere Probleme outet - wie zum Beispiel die Frage, wie wir unser Geld retten, wenn "alle" "immer" nur Schulden machen und nie einer zurueckzahlen will. Oder: Wie komme ich damit zurecht, dass Griechenland Milliarden braucht, wir fuer die Opfer der politischen Verfehlungen in Somalia aber mal gerade eine Handvoll Millionen uebrig haben?

Anders gefragt: Wenn ich auch nicht alle Beduerftigen der Welt aus meinem Taschengeld retten kann, kenne ich wenigstens jemanden, der Hilfe braucht und verdient? Und helfe ich da? Vielleicht sogar handfest mit eigenem Engagement? Gut! Das ist es, was ich meine.