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Antworten (12)
Abgesehen davon, dass mündliche Vertäge genauso gültig wie schriftliche sind (man muss es nur beweisen können, am besten mit Zeugen), ist es meines Wissens noch beim Pferdehandel üblich.
In der Industrie sind mündliche Verträge die Regel. Es wird telefonisch bestellt, dann kommt evtl. noch eine schriftliche Auftragsbestätigung, das war's aber dann auch, bis zum Lieferschein.
@ antwortomat
Nö. In der Industrie sind schriftliche Verträge die Regel, schon aus juristischen Gründen wie Lieferqualität, Gewährleistung und Bezahlungsmodalitäten. Größere Firmen halten sich dafür eine eigene Einkaufsabteilung, selbst kleinere Firmen mit 50 Mitarbeitern haben in der Regel einen Einkäufer. Die telefonieren nicht nur, die holen sich bei Bedarf sogar juristischen Beistand.
in der Industrie ist es nicht so einheitlich, wie von meinen beiden Vorrednern propagiert - selbst innerhalb einer Firma arbeitet derselbe Einkäufer mal so, mal so (falls nicht gerade SAP installiert wurde).
Einzelfertigung wird in der Regel schriftlich mit Spezifikation, Preis etc. vereinbart.
Immer wieder kehrende Serien- oder Normteile werden durchaus telefonisch bestellt.

Ansonsten werden meines Wissens überwiegend mündliche Verträge an den Börsen (zumindest an den Präsenzbörsen) geschlossen
@ ing 793
Immer wiederkehrende Serien- oder Normteile werden durchaus telefonisch bestellt. Aber dem liegt ein schriftlicher Vertrag zugrunde.
@ ingenius
ich spreche nicht von Serienteilen, die eine Firma konstruiert hat und immer wieder bei einem Lieferanten beauftragt - da gab es am Anfang in der Regel etwas schriftliches.
Ich spreche von Normteilen (Schrauben, Scheiben, Muttern, Halbzeuge) und Katalogwaren (Bürobedarf, Zubehör, etc). Hier gibt es bis zu Rechnung und Lieferschein oft nichts schriftliches. Wie hoch der Anteil dieses "oft" am Gesamtbestellumfang ist - keine wirkliche Ahnung. Aber es existiert
@ ing 793

Glaub das mal. Wenn du es einmal besser weißt, melde dich wieder.
@ingenius: Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele mündliche Verträge ich jeden Tag abschließe, weil ein Kunde telefonisch bei mir bestellt. Und da es so viele sind, ist der mündliche Vertrag zumindest für mich die Regel. Das hat noch nicht mal was damit zu tun, ob's Serien- oder Sonderteile sind.
Es hängt eher damit zusammen, wie gut man die Kunden kennt.
Eigentlich sind heutzutage nur noch schriftliche Verträge üblich. Zum einen liegt das daran, dass der Kundenkontakt über die Stadtgrenze hinaus geführt wird und zum anderen hat man sonst nichts in der Hand, wenn irgendetwas schief läuft, und irgendjemand dafür geradestehen muss. Mündliche Absprachen finden höchstens in einzelnen Geschäften von kleinen Dörfern statt.
Ein Mann geht in die Mezgerei und fragt nach 100 g Leberwurst...
@ antwortomat
Natürlich gibt es mündliche Verträge. Wenn ich mein Auto in die Werkstatt gebe, muss ich nichts unterschreiben. Auch wenn beim Metzger 100 g Leberwurst kaufe, setzt der keinen schriftlichen Vertrag auf. Aber wenn ich zu einem Handwerker gehe und mir etwas anfertigen lasse, sichert der sich schon über einen schriftlichen Vertrag ab. Es könnte ihm ja passieren, dass er liefert und ich mir es anderes überlegt habe. Dann ist er in der Beweispflicht und hat den „Schwarzen Peter“. Auch einen Neuwagen wirst du nicht mündlich bestellen können, selbst wenn dich der Händler gut kennt. Und wenn du einen Gebrauchtwagen kaufst oder verkauft, wirst du auf einem Kaufvertrag bestehen. Was ich damit sagen will: Der schriftliche Vertrag ist im Geschäftsleben die Regel, der mündliche die Ausnahme.
Ich weiss ja nicht - aber wenn ich mein Auto "in die Werkstatt gebe" wird ebenfalls ein schriftlicher Auftrag fällig ...