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Noch Fragen?

Inwieweit haben sich die Ausländerrechte in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren verändert?

Frage Nummer 29992
Antworten (4)
Um diese Frage zu beantworten, reichen die 1000 Zeichen nicht, die man hier posten kann. Das Ausländerrecht ist ein lebendes Gesetz, welches immer der sich ändernden Gesellschaft und den wirtschaftlichen Erfordernissen angepasst wird. (Ich erinnere nur an den politisch gewollten, erleichterten Zuzug hoch gebildeter Ausländer mit den damit verbundenen befristeten Arbeitserlaubnissen)
Ein ganz wichtiger Unterschied: im Kommunalwahlrecht haben jetzt auch die Anwohner ohne deutschen Pass eine Stimme. Da es um den eigenen WOhnort geht, ist das eine wichtige Änderung, schließlich gbt es Kommunen, die zu mehr als der Hälfte aus Nichtdeutschen bestehen.
Seit den 1990er Jahren zeigte sich, dass die Zuwanderungsregeln mangelhaft waren. Legale Einwanderungsmöglichkeiten gab es kaum. Eine Ausnahme war das Asylrecht, das immer mehr verschärft wurde. Das 1991 in Kraft getretene Ausländergesetz wurde 2005 durch das Aufenthaltsgesetz ersetzt, das der Tatsache Rechnung zu tragen versucht, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.
Ein großer Fortschritt ist meines Erachtens die Möglichkeit zur doppelten Staatsbürgerschaft, die es vorher nicht gab. Somit können ausländische Mitbürger aktiv bei jeglichen politischen Wahlen teilnehmen und das ist absolut richtig und auch wichtig.