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Noch Fragen?

Inwieweit sind insolvente Firmen automatisch auch Pleite? Oder gibt es da noch Hoffnung?

Frage Nummer 26431
Antworten (4)
Insolvenz ist noch kein Konkurs (Pleite). Vorstand (AG) oder Geschäftsführer (GMBH) oder Chef (GbR) sind jedoch verpflichtet, Kunden, Lieferanten und Bank(en) auf diesen Umstand der temporären Zahlungsunfähigkeit hinzuweisen. Meist kommt daraufhin ein Insovenzverwalter zum zuge, der versucht, die Zahungsdströme zu ordnen, um das Unternehmen zu "retten".
ein Handwerker, der in drei Wochen100.000 Euro von seinen Kunden bekommen wird, aber heute eine 100 Euro-Rechnung nicht bezahlen kann, ist insolvent, aber noch lange nicht pleite. Insolvenz heißt vereinfacht: ich habe gerade kein Bargeld, um meine Rechnungen zu bezahlen.
Pleite ist man erst, wenn die Summe der Schulden die Summe des Vermögens (Bar-, Anlage-, Sachvermögen) übersteigt.
Bei einer Insolvenz wird die Firma abgewickelt. Das ist der eltzte Schritt. Hoffnung gibt es da keine mehr. Eigentlich ist Insolvenz nur der Fachbegriff für eine Pleite. Man kann aber versuchen eine Firma die pleite ist, ohne Insolvenzverfahren doch wieder aus dem Dreck zu ziehen.
"Pleite" ist eigentlich mehr ein volkstümlicher Begriff. Im Beamtendeutsch heißt das insolvent, also der Gegensatz von "solvent". Solvente Kunden sind z. B. Menschen/Unternehmen, die zahlen können. Aber ein Insolvenzverfahren einzugehen bedeutet, dass man sich sanieren möchte. Bei positivem Ausgang ist man nach dem Verfahren nicht mehr "pleite", da die Schulden erlassen werden.