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Noch Fragen?

Ist der Verzehr von (richtig) scharfen Speisen gesund?

Ich dachte immer, das ständige Essen sei eine Belastung für den Körper (und geschmacklich geschmacklos, wenn mannu noch Scharfes schmeckt). Jetzt sagt miein Arzt, daß der Stoffwechsel dadurch sehr angeregt wird und ein 25% höherer Grundumsatz beim Abnehmen helfe.
Frage Nummer 22521
Antworten (8)
aus Platzgründen kann ich es hier nicht genauer ausführen, aber in der indischen Gesundheitslehre "Ayurveda" gibt es ein "verdauungsfeuer" (Agni), welches lodern muss, damit unser Stoffwechsel ordentlich funktioniert. Und Agni wird durch scharfe Speisen und Gewürze angefacht. Es ist aber nicht in jedem Fall gut. Wenn Agni zu stark lodert, ändert sich der Gemütszustand der menschen. Manche Leute, die schnell erregbar sind, brauchen eher Speisen, die leicht kühlen, sonst werden sie zum HB-Männchen...
Danke, das ist eine interessante Anregung, der ich nachgehen werde!
Ich esse seit mehreren Jahren - richtig - scharf.
Und meine damit nicht Tabasco oder Sambal (den hier erhältlichen), sondern baue meine Chilis (von Jalapeno bis Naga) selbst an.
Grundsätzlich: "Scharf" ist kein Geschmack und übertönt auch keinen. Das Capsiacin dockt an den Rezeptoren im Mund (und auf anderen Hautpartien) an, die auch für die Reaktion auf tatsächliche Verbrennungen da sind.
Was allerdings passiert, ist, dass sich Anfänger nur noch auf das brennen konzentrieren und damit den Geschmack von Speisen "ignorieren"....
Zur Gesundheit: Wie mit allem - allzuviel ist ungesund.
Chilis an sich wirken antibakteriell (daher wohl auch die extensive Verwendung in Ländern, in denen eine gewisse Gefährdung besteht) - aber allzuviel erhöht nach den letzten Studien die Gefährdung für Magen- und Speiseröhrenkrebs...
Andererseits: Für mich ERHÖHT sich der Geschmack von Speisen, mir wird "warm" beim Essen - und ich bin viel schneller satt.
Scharf ist nicht gleich scharf. Wenn die Schärfe durch Essig erreicht wird, ist es wegen der Säure tatsächlich nicht gut für den Magen. Gute Chilisaucen enthalten nur wenig Essig, oder man isst die Frucht gleich pur. Dann regt es in der Tat den Kreislauf an, ohne dem Magen zu schaden. Manche Chilisorte und -Soße ist allerdings extrem scharf. Man sollte sich als "Anfänger" also vorsichtig herantasten. Nimmt man zuviel davon in den Mund, kann es durchaus zu einem Kreislaufkollaps kommen. (PS: Niemals mit Wasser oder Bier "löschen", sondern mit Milch. Fett bindet die Scharfmacher, Wasser verteilt sie nur im Mund.)
Wer etwas zu lachen haben möchte, kann ja mal im Netz die einschlägigen Humorseiten nach der Geschichte vom Chili-tester durchsuchen.
oder gleich hier klicken :)
Nicht, wenn Sie ein Gallenleiden (Gallensteine - AUTSCH!!) haben! Ich finde so allgemeine Gesundheitstipps immer etwas simpel, denn es kommt ja tatsächlich auf Ihren individuellen Zustand an. Wenn Ihr Arzt Ihnen aber zu reichlich scharfem Essen rät, und das scheinbar aufgrund von Übergewicht, dann sollten Sie sich vielleicht mal fragen, wie kompetent der Herr Doktor in solchen Fragen ist. Ich glaube abnehmen kann man am besten durch Sport (soll ja auch den Stoffwechsel anregen ;-D) und entsprechende Nahrungsumstellung. Son fetter Taco mit dick Käse aber kräftig Tabasco ist vermutlich hier nicht unbedingt das Mittel der Wahl :-)
"Ständiges Essen eine Belastung für den Körper"? Woher haben Sie denn das? Magersüchtige denken so...

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei Speiseröhrenentzündungen und Magenproblemen, sowie Refluxerkrankung scharfes Essen grundsätzlich zu MEIDEN ist! Es ist SEHR schädlich für die Magen- und Speiseröhrenschleimhaut und dauerhafte Speieseröhrenentzündung / Magenschleimhautentzündungen führen tatsächlich zu einem egwissen Prozentsatz und über gewisse Krankheitsstadien zu Speiseröhrenkrebs manchmal, daher sind regelmässige Magenspiegelungen, Dauerbehandlung des Reflux und Vermeiden scharfer Speisen so wichtig bei Erkrankten!
Um den Stoffwechsel anzuregen hilft am wirklich besten mässige aber sehr regelmässiger SPORT!