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Noch Fragen?

Gast

Ist die Geschlechtertrennung beim Fußball noch zeitgemäß?

Wäre es nicht besser, wenn die Hälfte der Mannschaft Frauen sein müssen. Gleichzeitig könnte es einer Reform geben, dass eine Mannschaft aus 10 Spielern besteht, dies würde das Spiel schneller machen? Weil ja oft wird von Gender-Pay-Gap, die Geschlechtereinkommenslücke gesprochen. Frauen werden für die gleiche Leistung, den gleichen Job schlechter bezahlt. Dies fällt dann weg, wenn es nur noch gemischte Mannschaften gibt. Das liegt doch nicht am Geschlecht, sondern an den generierten Einnahmen. Zu Bundesliga-Spielen der Männer kommen 40.000 Leute pro Spiel, zu denen der Frauen nicht mal 1.000 Leute. Außerdem könnte dies auch für die Boulevardpresse interessant sein, wenn sich privat gemischte Pärchen bilden
Frage Nummer 3000132012
Antworten (25)
Diese Geschlechtertrennung ist nicht mehr zeitgemäß und absolut ungerecht!
Ich würde auch viel lieber mit den Mädels duschen als mit den Kerlen!
Gelöschter User
Es gibt bereits ein Land, da bekommen die Matildas in der Nationalelf genau so viel bezahlt wie die Socceroos.

Das mit dem Duschen ist natürlich ein Bonus.
Lieber Gast, Mann und Frau unterscheiden sich im Körperbau, das ist nun mal so. Beim Schachspiel oder beim Kegeln mag das nicht ausschlaggebend sein, im Profisport schon. Solltest Du dich mit Fußball beschäftigen, dann ist dir sicher aufgefallen, wie sich das Spiel bei den Männern in den vergangenen Jahren in Richtung Athletik entwickelt hat. Die meisten Frauen können damit eben nicht mithalten. Wie Du richtig schreibst, geht es beim Profisport hauptsächlich um Zuschauer und TV-Einnahmen und somit um Geld. Die Zuschauer wollen unterhalten werden, Action, Härte und Geschwindigkeit sind im Frauenfußball nicht so stark ausgeprägt, wie bei den Herren. Dies gilt insbesondere für alle Ballsportarten, aber auch für die Leichtathletik und den Wintersport, selbst beim Rodeln und beim Bob.
Die Boulevardmedien finden ausreichend andere Themen, die mich aber genausowenig interessieren.
Gelöschter User
ing793,
es ist bei dir mal wieder so, dass das, was du nicht weißt auch nicht gibt.
Die Matildas bekommen genau so viel bezahlt, wie die Socceroos.
Das hatte ich bereits geschrieben, aber du hast ja eine Leseschwäche.

Matildas
Der Lempel ist ein dummes Schwein // ich möchte nicht der Lempel sein ...
Gelöschter User
ing793,
deine einzige dir bekannte Ausnahme – die USA – ist falsch. Das ist ja nicht schlimm, denn ich bin ja hier, um dich zu berichtigen.
Es mag ja noch einige Länder außer Australien geben, die Frauen und Männer im Fußball als gleichwertig betrachten und sie dementsprechend im Nationalteam auch gleichwertig bezahlen.
Die USA ist das nicht.

»U.S. Soccer said it pays the women's national team players a base salary of $100,000 per year, and an additional $67,500 to $72,500 per player as a salary for playing in the National Women's Soccer League. The women also have health care benefits and a retirement plan. Jul 29, 2019

However, when the teams win, the men receive as much as $17,625, but women only receive $1,350. ... In 2014, when Germany won the Men's World Cup, the US team was awarded $35 million by FIFA, while the women received 5% of that for their Cup victory in 2015.«
[www.denverpost.com]
Gelöschter User
ing793,
ich schrieb doch, dass deine Annahme bezüglich des USA Nationalteams falsch ist. Nun windest du dich wieder wie ein Aal und behauptest, dass das USA weibliche Nationalteam das einzige weibliche Team ist, das erlaubt ist, einen Anspruch auf gleiche Bezahlung zu erheben.

Du darfst ja glauben, was du willst, es ist aber falsch. Australien ist der Beweis. Wir haben – zumindest in diesem Bereich – Gleichberechtigung.
In Australien werden die weiblichen und und männlichen Fußballnationalspieler in gleicher Höhe entlöhnt.

Dein Ausspruch »Die Matildas mögen das gleiche Geld bekommen, aber sie verdienen es nicht« würde dich in Australien wegen »sex discrimination« – ein Wort, für das es anscheinend keine deutsche Übersetzung gibt – hinter Gitter bringen.

Sei froh, dass du in einem Land lebst, in dem die Frauen für die gleiche Arbeit nur 5% von dem Lohn bekommen, was die Männer bekommen.
Und ja, ich bedanke mich dafür, dass du wieder einmal gezeigt hat, welch eine verrottete Kartoffel du bist.
Ein Wort, für das es anscheinend keine deutsche Übersetzung gibt...
Es ist mir eine Ehre, dir dies übersetzen zu dürfen: Die Matildas mögen das gleiche Geld bekommen, aber sie verdienen es nicht!
Falls du noch weitere Übersetzungen benötigst, kannst du dich vertrauensvoll an mich wenden. Ansonsten können dir auch andere Mitleser weiterhelfen!
Gelöschter User
ing793,
[Zitat] »Aber dann muss man damit leben, dass man entsprechend weniger verdient.«
Ja, das ist in Deutschland so. Dort dürfen die Frauen ja schon froh sein, dass sie wählen dürfen. Und überhaupt Sport treiben dürfen.

Wir Australier ehren unsere Frauen, und im Fußballnationalteam werden sie genau so bezahlt wie die Männer, weil wir ein Land sind, in dem Männer und Frauen gleichberechtigt sind.
Egal wie ihr Deutschen eure Frauen in die Fresse tretet.

Ich schäme mich, dass ich jemals deutsch sein musste.
Insbesondere Queensland ist vorbildlich: Hier gibt es das uneingeschränkte Frauenwahlrecht schon seit 1962!
(Quelle lt. Wiki: Jad Adams: Women and the Vote. A World History. Oxford University Press, Oxford 2014, Seite 132)
Gelöschter User
»At the turn of the 20th century, Australia was considered one of the most progressive democratic nations in the world. In 1902, we became the second country to grant women the vote and the first to permit women to stand for parliament. Always one step ahead, women in New Zealand had been given the vote in 1893 but they had to wait until 1919 for the right to enter government themselves.«

[www.sbs.com.au]
Gelöschter User
ing793,
und egal, welche Begründung du dir da zurechtlegst, in Australien werden die Männer und die Frauen in ihren Fußballnationalteams ebenwertig bezahlt.
Ob es dir Sexist nun passt oder nicht.
Gelöschter User
ing793,
da ich deine Argumentation wieder einmal zerlegt habe, versuchst du abzulenken.

Es geht hier um die Geschlechtertrennung beim Fußball.
Ich habe bewiesen, dass in den Nationalteams Australiens Männer und Frauen das gleiche Gehalt erhalten.
Das gefiel dir nicht, und du hast gelogen, dass nur die US Amerikanerinnen einen Anspruch darauf hätten für »equal pay« zu streiten.
Die australischen Frauen streiten schon nicht mehr darum, weil sie »equal pay« erhalten.
Das gefällt dir nicht, weil du behauptest, dass Frauen im Fußball eine schlechtere Leistung erbringen als Männer, und daher geringer bezahlt werden müssen.
Das ist deine Meinung, und die darfst du Deutscher ja auch behalten.
Und wenn bei euch in Deutschland weibliche Busfahrer einen geringeren Lohn als Männer erhalten – nur weil sie keinen Pimmel haben – auch gut.

Eure deutschen Nationalspielerinnen bekommen einen Dreck bezahlt verglichen mit den Männern, obwohl die deutschen Frauen das zweitbeste Team der Welt haben.
Auch gut. Geht mich nichts an was ihr da so mit euren Frauen treibt.

Der Arbeitgeber unseres Frauenfußballteams ist die »Football Federation Australia«.
Du darfst dich gern dorthin wenden und dich darüber beschweren, dass die Nationalspieler/innen alle gleich bezahlt werden.
Gelöschter User
Und du kannst dich dann auch noch schnell bei der Commonwealth Bank of Australia darüber beschweren, dass Catherine Livingstone AO (Chairman) genau so ein hohes Gehalt wie ein Mann erhält.
Fußballprofis und Profispielerinnen erhalten für die Spiele in der deutschen Fußballnationalmanschaft keinen Arbeitslohn. Es handelt sich um Aufwandsentschädigungen und Prämien, deren Höhe teilweise auch von dem in einem Wettbewerb erreichten Erfolg abhängen.

In den Liegen verdienen Profis selbst in der 2. Fußballbundesliga zwischen einhundertausend bis über eine Million Euro pro Saison, in der 1. Fußballbundesliga bis zu mehrere Millionen Euro pro Saison. Hierbei gilt, wer gut ist verdient mehr, wer nicht so gut ist eben entsprechend weniger, unabhängig vom Geschlecht.

Der Verdienst in den Ligen ist bei weiblichen Profispielerinnen deutlich geringer, das ist so, da weniger Zuschauer die Spiele besuchen und die Vermarktung in den Medien wesentlich weniger attraktiv ist, als bei den Herren.

In anderen europäischen Fußballliegen wird teilweise deutlich mehr verdient, die gelder die ausgezahlt werden kommen hauptsächlich au8s der Vermarktung der Spiele im Fernsehen.

Sollen die deutschen Herrenprofis jetzt darüber klagen, dass sie weniger verdienen als die englischen, spanischen oder italienischen Kollegen?

Bei den Frauen verhält es sich im Vergleich mit anderen europäischen Ligen ebenso.

Was in der Nationalmanschaft an Einkommen generiert wird ist quasi nebensächlich, es kann als Sahnehäubchen betrachtet werden, zumal erfolgreiche Spieler und Spielerinnen über Werbeverträge zusätzliche Einnahmen generieren.

Frauenfußball mit Herrenfußball zu vergleichen ist wie der Vergleich von Äpfeln mit Birnen, beides ist Obst, daneben gibt es beträchliche Unterschiede.

Wer sich mit einem Verschnitt zufrieden gibt und keinen reinen Wein bevorzugt, der darf sich gerne dafür einsetzten die Geschechtertrennung im Profifullball aufzuheben. Diese Mühe kann er sich aber ebensogerne sparen.
Gelöschter User
jng793,
hier einige Zitate von dir
1.) »Niemand hat die Aussage bestritten, dass in AUS Fußballer beiden Geschlechts gleiches Geld bekommen.«

2.) »Gleiches Geld für gleiche Leistung? Lächerlich, die Leistungen sind bei Weitem nicht gleich«.

3.) »Die einzige mir bekannte Ausnahme ist soccer in den USA. Die Männer spielen ihn nicht in nennenswerter Menge und Qualität, da sind die Frauen in Bezug auf Öffentlichkeitswirkung vorne und dürfen derzeit mindestens die gleiche Bezahlung erwarten.«

4.) »Die USA sind die einzige mir bekannte Fußballnation, in der die Frauen den Anspruch erheben dürften(!), gleich oder sogar besser bezahlt zu werden, als die Männer.«

5.) »Frauenteams sind im Fußball so gut wie 15-jährige Jungenteams und wenn es darum geht, gleiches Geld für gleiche Leistung zu bekommen, dann sollen sie meinetwegen soviel verdienen wie die 15-jährigen Jungs.«

6.) »Die Matildas mögen das gleiche Geld bekommen, aber sie verdienen es nicht«.

Ich habe jedes einzelne deiner Argumente zerlegt und bewiesen, dass du im Unrecht bist.
Und nun verpisst du dich. Und das ist gut so.
du hast noch das zitat von ing vergessen, dass es ihn in keiner weise stört, dass frauen und männer im australischen nationalteam gleichviel verdienen, was seinen aussagen vorher wiederspricht. was ing so von sich gibt wird zunehmend konfuser.
Ich habe schon mehrfach unter Frauen gearbeitet, die mehr verdient haben als ich.
Ja, Cheru, ich tendiere dazu, dir das unbesehen zu glauben. Bist du trotzdem gut zurecht gekommen?
So manche/r sollte froh sein, nicht zu bekommen was sie/er verdient.
@Alienne, ich wollte die Diskussion nur ein wenig auflockern. SCNR.
@ Cheru: Du hast recht. Manchmal kann das wirklich in Arbeit ausarten! 🏃🏼‍♀️💨
Cheru, es hat aufgelockert :-)
Mei Meinung ...
Gelöschter User
ing793,
1.) Werden die australischen Nationalspielerinnen im Nationalteam genauso viel bezahlt wie die Männer?
Ja oder nein?

2.) Werden die USA Nationalspielerinnen im Nationalteam genauso viel bezahlt wie die Männer?
Ja oder nein?
Gelöschter User
ing793,
was du glaubst, das ich an einem »Nein« nicht verstehe, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Aber immerhin, du pflichtest mir bei.

Da man in dieser WC so ein großes Interesse an mir hat, schreibe ich mal über Frauenfußball, denn darum geht es hier ja.

Ich spielte als Knabe und Schüler im Club HEBC in Hamburg auf den zwei Reinmüllerplätzen zwischen den Häusern.
Da waren keine Mädchen, denn jeder wusste, dass Mädchen nicht Fußballspielen können.
Mit 15 fing ich meine Schriftsetzerlehre an und hatte keine Zeit mehr zum Trainieren. Außerdem fasste ich lieber die Rundungen der Mädchen an, als gegen die Rundungen eines Balls zu treten.

Ich schrieb gerade jeder wusste … aber ein ganzer Haufen Mädchen und Frauen wussten nicht, dass sie nicht gegen einen Ball treten können. Und sie taten es.

Es dauerte Jahrzehnte, bis ich ein Frauenfußballspiel sah. Frauen spielen anders. Sie schmeißen sich nicht auf den Rasen und fuchteln mit ihren Armen rum. Keine Schwalben.
Sie spielen, und wenn man sich gegenseitig umschmeißt, dann helfen sie sich gegenseitig auf, Umarmung, und manchmal ein Küsschen.

Ich mag das besser. Und in Australien werden sie für die gleiche Leistung (wenn nicht sogar bessere Leistung) auch gleich bezahlt.

Danke, dass du mir zustimmst.