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Noch Fragen?

Gast

Ist ein Arbeitsvertrag auch nur mündlich gültig?

Ich bekam einen neuen Job.
Das was mündlich besprochen wurde stand auch so im Vertrag.
Ich habe ihn unterschrieben zurück geschickt.
Ist der Vertrag trotzdem gültig, obwohl ich meinen Vertrag nicht vom Arbeitgeber unterschrieben zurück bekommen habe?
Frage Nummer 3000125804
Antworten (8)
Auch ein mündlicher Vertrag ist ein Vertrag, das Problem ist immer die Beweisbarkeit.
Da stehen bei Dir die karten ganz gut, weil Du einen Entwurf vom AG bekommen hast, das deutet auf eine mündliche Einigung hin.

Dennoch würde ich das unterschriebene Exemplar freundlich einfordern (der AG ist verpflichtet, das zu machen, Freundlichkeit ist aber immer zulässig).
Ich habe ja schon einige Verträge unterschrieben, bisher war immer derjenige, der den Vertrag ausstellte auch der Erste, der unterschrieb. Will sagen, wurde mir ein Vertrag vorgelegt, war der unterschrieben und wenn ich einen verfasste, habe ich zuerst unterschrieben. Komischer Arbeitgeber, kenne ich so nicht. Selbst wenn man mit dem Vertrag nicht einverstanden ist, kann man nachverhandeln und dann wird eben noch mal unterschrieben.
Ich würde auch zur Geduld raten, manchmal gehen 4 Wochen ins Land bis so ein Papier zurückkommt. Der Geschäftsführer / Personalleiter hat vielleicht einfach nur Urlaub.
Ich würde eine dritte Person dazu nehmen aus rechtlichen Gründen, damit es vor Gericht Aussagekraft hat.
@Evi: machst Du Witze? Ich bringe doch zu einem Vorstellungsgespräch keinen Kumpel mit, der hinterher irgendwas bezeugen soll.
Der kann dann allenfalls berichten, dass das Gespräch in guter Athmosphäre nach wenigen Minuten beendet wurde und die Firma sich mit den Worten verabschiedet hätte, man "würde sich wieder melden". Zwei Tage später hat man dann die Absage im Briefkasten.

Einstellungsgespräche sind nun einmal vertraulich. Das macht es ja so schwierig und deshalb wird dann in einem schriftlichen Vertrag alles festgehalten.
Das ist auch einer der Gründe, warum man sich idealerweise aus einer ungekündigten Stellung heraus neu bewirbt. Man hat dann keinen Druck und kann warten, bis alles schriftlich bestätigt wurde - und wenn nicht, dann ist das keine Firma, zu der ich ohne Not gehe.
evi, du bist ja echt ein scherzkeks. noch besser ist: du fragst zu beginn, ob der arbeitgeber einverstanden ist, dass du zu beweiszwecken das ganze gespräch aufzeichnest. Ist auch eine super strategie, wenn man vom arbeitsamt quasi dahinbeordert wurde.
Jetzt seid nicht so streng zu Evi. Sie hat doch Recht!
Ich, zum Beispiel, habe stets meine Mama zu den Vorstellungsgesprächen mitgenommen. Sie konnte dann auch immer viel besser zu meinen Stärken und Schwächen Stellung beziehen und anhand von Beispielen ausschmücken. Das gab jedes Mal ein grosses Hallo!

Wir lernten allerdings auch mit der Zeit Streitgespräche zwischen uns zu vermeiden, insbesondere, wenn die Unternehmensvertreter länger als eine halbe Stunde nicht zu Wort kamen.
StechusKaktus, du hast die "Späßle gemacht"-Tags vergessen.
Oder etwa doch nicht :-)