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Noch Fragen?

Ist ein hydraulischer Abgleich bei Heizungsrenovierung sinnvoll.?

Die Gasheizung in unserer etwa 30-jährigen Doppelhaushälfte muss erneuert und auf Brennwerttechnik umgestellt werden. Ein Anbieter empfiehlt dringend den Einbau von (insgesamt 13) neuen Thermostatventilen mit gleichzeitigem hydraulischem Abgleich, Kosten etwa 1000 Euro). Ist er nur ein guter Verkäufer, oder führt diese Investition wirklich zu Heizersparnis und gleichmäßigerer Heizung? Uns irritiert, dass sie auch dort erneuert werden sollen, wo die Heizung kaum oder nur selten aufgedreht wird.
Frage Nummer 23932
Antworten (14)
Guckst Du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulischer_Abgleich
der Hydraulische Abgleich ist sinnvoll bei neu Installation einer Anlage, da die meisten neuen noch Werkseinstellungen haben, die durch den Abgleich umgestellt werden.

Auch Heizungen, die nicht oder selten benutzt werden heizen unter bestimmten Bedingungen (Frost etc.) auch das muss überprüft werden. Moderne Thermostate haben einen höheren Toleranzwert.

Und sollte die Anlage über die KfW gefördert sein oder noch werden, muss der Abgleich zwingend erfolgen.

Ich frage mich nur, warum das so teuer ist. Unser Abgleich mit 13 Ventilen lag bei 680 € im Kostenvoranschlag.
Um mit einer Brennwertheizung effektiv und sparsam zu heizen muss die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich sein. Deswegen müssen alle Heizkörper optimal auf die Raumgröße abgestimmt werden und die Ventile danach immer offen sein. Geregelt wird über Außen- und Innentemperaturfühler.
Sinnvoll ist diese Maßnahme auf jeden Fall, jedoch finde ich die Kosten dafür sehr hoch angesetzt. Ich würde Alternativangebote einholen.
Das Wasser im Heizsystem folgt dem Weg des geringsten Widerstandes. Das bedeutet, daß nicht alle Heizkörper gleichmässig im Vorlauf mit Durchfluß beaufschlagt werden, da die Leitungslänge, der Leitungsquerschnitt oder z.B. die Anzahl der Winkel und Bögen vor den einzelnen Heizkörpern nicht gleich sind. Um diese Unterschiede auszugleichen bieten Thermostatventile die Möglichkeit der Vorregulierung, um Überversorgung oder auch Unterversorgung zu vermeiden. Ich würde von ca. 35 € pro Ventil und insgesamt 2 Stunden Arbeitszeit ausgehen, 1.000,- € erscheinen mit zu hoch.
Ich denke auch, dass 1000 Euro für den Abgleich etwas hochgegriffen sind. In dieser Grafik wird für ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmeter Wohnfläche von etwa 500 Euro Kosten ausgegangen.
http://www.energiesparclub.de/themenspezial/hydraulischer-abgleich/zahl-des-monats/index.html

Meiner Erfahrung nach ist es auch gar nicht so einfach, den passenden Handwerker dafür zu finden, weil ein professioneller Abgleich vom Handwerker ncht unkomplizierte Berechnungen verlangt.
Vielen Dank für die Infos. Habe mich also dazu entschlossen, aber noch mal nachverhandelt und immerhin 20€ pro Ventil nachgelassen bekommen.
Ein hydraulischer Abgleich ist sinnvoll . Bei unserer Fußbodenheizung habe ich das auch machen lassen. (15 Jahre alt)
Problem: z.B. Küche und Bad sind voll aufgedreht, der Fließwiderstand aber im Bad höher, so fließt das Wasser bevorzugt durch die Küche. Folge: das Bad bleibt kalt oder braucht länger. Wir haben in jedem Kreislauf einen Durchflussmesser einbaut. Ein Stück Messingrohr mit einem Schauglas. Hier sieht man einen Schwimmer, der die Fließgeschwindigkeit in Liter/min anzeigt.
Ich weiß nicht wie das bei Heizkörpern realisiert wird. Thermostate sind teuer ,daher ist der Preis OK. Durchflussmesser (kosten ein paar Euro) müssten eigentlich auch reichen und die alten Thermostate könnten erhalten bleiben. (aber 30 Jahre alt)
Der hydraulische Abgleich erfolgt so: Alle Heizkreise werden aufgedreht und an allen Durchflussmessern wird danach der gleiche Wert eingestellt. Bei der Fußbodenheizung ca. 1,5 bis 2 Liter/min.
Ich würde eine zweite Meinung von Fachmann einholen.
Wir haben unsere alten (ca. 22 jahre) Thermostate zuerst gelassen und dann die Erfahrung machen müssen das der Hydraulische Abgleich sinnvoll ist bei einer Neuinstallation einer Anlage, vor allem da wir drei Ebenen im Haus haben.

Sollte die Anlage über die KfW gefördert sein oder noch werden, muss der Abgleich zwingend erfolgen.

Der Preis erscheint mirr allerdings zu hoch, für 12 THermostate, inkl. Einbau und Abgleich haben wir 585,00 Euro gezahlt..

Gruß aus Kiel
Bei neuen Heizungsanlagen ist es pflicht den hydraulischen Abgleich durchführen zu lassen. Dieser hat auch absolut seine Daseinsberechtigung!
Es gibt VIELE Heizungsbauer die zwar den hydraulischen Abgleich durchführen (zu mindest steht er auf der Abschlussrechnung) aber wenn man dann nach den Berechnungen fragt schaut man in große Augen!!!
Da die Berechnung relativ aufwändig ist, ist die vorgenannte Zeit von 2 Std. nicht realistisch. Alleine das Berechnen dauert seine Zeit!! Es müssen von jedem Raum die Wärmeverluste ermittelt werden (Außenwandflächen -aufbau, Fenster, Fußbodenflächen -aufbau, Decken, Dach, Dachschrägen, Heizkörpergrößen, Leitungsquerschnitte, etc.)
Also: Den hydraulischen Abgleich NUR mit entsprechenden Berechnungen durchführen lassen (Berechnung vorlegen lassen!) ansonsten ist das Geld absolut verschenkt!!
LG
Sven
Die Antwort des Preises ist nicht so leicht zu beantworten.Es kommt darauf an wie aufwendig ein Wechsel der Thermostate ist. Dann kommt es darauf an welche Qualität das Thermostatventil hat.Ist es eine Marke wie z.B von Heimeier oder ein Billiganbieter.
Nehmen wir z.B.Heimeier,dann kostet ein Ventil + neuen Thermostatkopf ca.30€+ MwSt. Handelt es sich um alte Rippenheizkörper dann braucht man evtl noch Anschlußmaterial. Der Wechsel kostet natürlich auch Geld ca. 20-40min. für den Ein-und Ausbau je nach Aufwand. Ein vernünftiger berechneter Abgleich kostet ca. 2€ pro m2 Wohnfläche.
So jetzt wollen wir mal rechnen: 13x30€= 390€ nehmen wir mal einen Minutensatz
für einen Handwerker von 0,8€ dann sind das 40x0,8€= 32€ x 13= 416€ und natürlich 2€ pro m2. Ich nehme jetzt mal eine Hausgröße von 120m2 an. Also
120x2€=240€. Gesamtsumme= 390€+416€+240€=1046€+MwSt.Die 1000€ sind also nicht zu hoch gerechnet. Es kommt aber immer auf die örtlichen Gegebenheiten an.
Ich als Heizungsingenieur kann mich dem anschließen, daß ein hydraulischer Abgleich sinnvoll ist. Erfahrungsgemäß fällt bei kleineren Anlagen der Abgleich in 90% aller Fälle unter den Tisch: er ist aufwendig, die meisten Kunden wissen nichts darüber, und die Nicht-Durchführung ist nicht leicht bzw. nicht sofort erkennbar. Da jedoch der Abgleich nach VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen) eine Nebenleistung der Errichtung des Leitungsnetzes ist, die nicht separat vergütet wird, wird sie dann ganz gerne vernachlässigt.

Hinzu kommt, daß einige kleine Heizungsbauer um die Ecke den Sinn eines ordentlichen Abgleichs nicht einsehen ("es wird doch überall warm") oder sich mit der Durchführung schwertun. Das spricht soweit für euren Heizungsbauer. Da das abzugleichende Leitungsnetz Altbestand ist, ist eine separate Vergütung ok. Der Preis hängt vom Einzelfall ab und geht nicht nur nach der Anzahl der Heizkörper. Ein Angebotsvergleich hat jedoch noch selten geschadet. :o)
Aber wenn ihr schon dabei seid, eure Heizung anzufassen: Habt ihr noch eine alte, ungeregelte Umwälzpumpe? Wenn ja, würde sich hier der Austausch durch eine neue, elektronisch geregelte Pumpe empfehlen. Das ließe sich über die Bafa fördern, und da ein hydraulischer Abgleich der Anlage Bedingung für die Förderung ist, ließe sich das eine ganz praktisch mit dem anderen verbinden.
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Ungeregelte Heizungsumwälzpumpen sind bzgl. Jahresverbrauch der größte Stromverbraucher im Haus, nicht etwa der Herd oder so. Da von der Durchflußmenge, die ungeregelte Pumpen das ganze Jahr über konstant erbringen, die meiste Zeit des Jahres nur ein mehr oder weniger kleiner Teil davon gebraucht wird, amortisiert sich der Austausch bereits nach ein paar Jahren durch die Stromeinsparung. Durch den wesentlich geringeren Stromverbrauch der geregelten Pumpe ist ein Austausch der ungeregelten Pumpe auch dann wirtschaftlich, wenn diese soweit noch läuft. Details zu eurem Fall erfahrt ihr von eurem Heizungsbauer.
Sinnvoll ist er meistens allerdings werden oft fehler gemacht....
Teilweise werden bei Kleinanlagen die Heizkörper so stark Gedrosselt das die Umlaufmenge zu klein ist... Für das heizgerät.. Es fängt an zu Takten....
Sinnvoll ist es immer dort wo Heizkörper klein ausgelegt sind... Meistens Bäder und Küchen... Ungünstige Räume....Aber auch wo sie zu "groß" sind.... Da hier viel Energie sinnlos verbraucht wird....
Was ist wichtig ??? Das ein Raum warm genug wird....
Das Heizverhalten... Durchheizen oder nur kurz Aufheizen.... Das ändert entscheidend die Einstellung bim Hydraulischen abgleich.....
Dann die Frage was soll erreicht werden .... Und weshalb.... geringe Rücklauf Temperaturen wegen Brennwertnutzung und oder Solar....
Eine Einstellung wegen einer Förderung ???
Energieersparnis... WohlfühlTemperaturen....
Appropo Wohlfühlen...Welche Temperaturen benötigt der Kunde/Nutzer...???
Berücksichtigen das standart Auslegungsprogramme ???
Ich denke nicht....