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Noch Fragen?

Ist eine Hausüberschreibung zu Lebzeiten steuerlich wirklich so viel günstiger für die eventuellen Erben? Warum konkret?

Frage Nummer 22580
Antworten (5)
Kommt darauf an. Wenn wir daran glauben, dass "Omis Häusle" auch künftig nicht versteuert werden muss und darüber hinaus nichts weiter vererbt wird, dann ist der Vorteil marginal und rechtfertigt sicher nicht den Ärger, den eine solche Schenkung nach sich ziehen kann (wenn der Beschenkte sich im Laufe der Zeit als doch nicht so dankbar heraussstellt). Wenn du in der Erbfolge weiter weg bist, eine höhere Steuer droht und ein großes Erbe zu erwarten ist, dann kann sich das schon sehr lohnen. Der Vorteil hängt somit ab von der zu sparenden Erbschaftsteuer. Und deren Sätze vom Verwandtschaftsgrad und der Höhe.
Eltern dürfen ihren Kindern alle zehn Jahre eine gewisse Summe steuerfrei übertragen. Ich meine, diese Summe beträgt 500000 Euro, bin mir aber im Moment nicht sicher. Und zehn Jahre später kann das Kind erneut diesen betrag steuerfrei erhalten. So ein Verfahren lohnt sich also, wenn ein größeres Vermögen vorhanden ist, welches so Stück für Stück an die Kinder übertragen werden kann. und: es muss sich nicht um Bargeld handeln, sondern es kann auch Vermögen sein (Haus, Grundstücke, Aktien...) Dieser Betrag gilt für jedes Elternteil und für jedes Kind!
Wenn die Eltern vor Ablauf der zehn Jahre sterben und dann das Erbe in Folge des Todes eintritt, muss der vorher geschenkete Teil aber anteilig nach vergangenen Jahren versteuert werden.
Ganz exakt kann Dir das ein Steuerberater sagen, der die konkrete Gesamtsituation kennt, also genau weiß, um welche Werte es sich bei Deiner Frage handelt.
Eine Schenkung zu Lebzeiten wird dann nicht mehr ins Erbe eingerechnet, wenn seit dem bis zum Erbfall mehr als 10 Jahre vergangen sind. Es lohnt sich also, wenn die E-Steuer deutlich über den - nach Verwandschaftsgrad gestaffelten - Freibeträgen liegt.
Zu Lebzeiten darf man innerhalb der Familie jährlich 10.000 Euro verschenken. Steuerfrei. Bei größeren Geschenken fällt Schenkungssteuer an. Wenn man aber das Hausgeschenk auf mehrere Jahre strecken kann, dann bleibt es steuerfrei, weil man die Freibeträge verteilen kann. Beim Erben geht das hingegen nicht.
Blödsinn,@Hasenmeister! Steuer auf Erbe und Schenkung sind gleich, hohe, gestaffelte Freibeträge unter Verwandten gegeben Siehe hier.
Snnvoll kann aber ein Verkauf und Zurückanmietung sein, da die Kinder als neue Eigner und Vermieter den Kaufkredit und Hausunterhalt (Einkommen VuV) meist absetzen können. Läßt sich mit Wohnrecht kombinieren. Etwas für den Spezialisten.