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Gast

ist eine mündliche Kündigung eines Kaufvertrages rechtskräftig oder bedarf es der Schriftform

Wegen Falschaussagen des Möbelhauses und unverschämten Verhaltens der Angestellten
Frage Nummer 3000119141
Antworten (4)
Es bedarf der Schriftform. Und der Verkäufer kann Schadenersatz fordern (der Umfang hängt aber von den genauen Umständen ab).
"unverschämtes Verhalten" ist kein Kündigungsgrund für einen bestehenden Vertrag.
Falschaussagen sind dann ein Kündigungsgrund, wenn sie nachweislich(!) erheblichen Einfluss auf die Kaufentscheidung hatten, sonst auch nicht.

Man bewegt sich da auf ganz dünnem Eis.,Auch wenn man sich im Recht befindet, muss man es erst einmal bekommen.

Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen, wegen der Beweisbarkeit als Einschreiben (je nach Wert mit Rückschein).
Ebenfalls je nach Wert empfiehlt sich eine frühzeitige Beratung bei der Verbraucherzentrale oder direkt bei einem Anwalt. Möbelhäuser sind in der Regel nicht zimperlich mit Inkassoforderungen, und man sollte wissen, ob man im Recht ist oder nicht. Wenn nicht, kann es sonst teuer werden.
Die Kündigung von Kaufverträgen bedürfen der Beurkundung durch einen Notar. Sie werden im Kaufvertragskündigungsregister beim zuständigen Amtsgericht eingetragen.

Fehlt nur noch der Paragraf, der die Kündigung von Kaufverträgen im Kaufvertragskündigungsgesetz (KvKG) regelt. Wenn ich nur wüßte, wo sich dieses Gesetz versteckt ...?
Einen Kaufvertrag kann man meines Wissens gar nicht kündigen. Man kann ihn höchstens Widerrufen oder anfechten. Aber auch das nur unter bestimmten Voraussetzungen. Insbesondere dann wenn der Verkäufer in wesentlichen Punkten falsche oder unvollständige Angaben macht, ohne die es sonst wohl nicht zum Verkauf gekommen wäre.