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Noch Fragen?

Ist es eigentlich möglich in ein paar Jahren allein durch Windenergiegewinnung, Deutschland mit Strom zu versorgen?

Frage Nummer 19375
Antworten (15)
Nein, dass ist nicht möglich, 2010 lag der Anteil der Windenergie nur bei 3%. Ein zusätzliches Problem besteht darin, dass es bei Wind starke Schwankungen gibt, die ausgegelichen werdne müssten z.B. durch Energiespeicherung, die aber auch wieder verlustbehaftet ist.
Hallo, nee, da bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht gehen kann. Mit Windenergie allein wird man ganz Deutschland sicherlich nicht ausreichend mit Strom versorgen können. Aber muss man ja auch nicht - gibt ja noch Energie aus Wasser und Sonne ;-) Daneben wird sich aber auch die Atomlobby nicht völlig vom Tisch fegen lassen, da bin ich mir sicher.
Welcher Zeitraum ist mit ein paar Jahren gemeint? Ob Windernergie allein sinnvoll ist, glaube ich kaum. Technisch wäre es schon heute machbar, die Windschwankungen auszugleichen. So herrscht selten über ganz Deutschland gleichzeitig Windstille, kurze maximale Spitzen (Peaks) könnten über Kurzzeitspeicher gepuffert werden und Strom könnte durch Wasserpumpspeicher, z.B. in Norwegen gespeichert werden.
Um vollständig auf Windstrom zu setzen, müssten aber erheblich mehr WKA aufgestellt und die Trassenproblematik gelöst werden. Technisch machbar wäre 100% Windstrom in ein paar Jahren schon, aber dann zu hohen Preisen und um den Preis der Verspargelung der Landschaft.
Nein, Windenergie ist nicht grundlastfähig (ausgenommen bestimmte Offshore-Anlagen). Die Grundlast ist die Last, die zu jeder Zeit im Stromnetz vorhanden sein muss, da aber der Wind nicht immer weht, ist dies mit Windenergie nicht zu machen. Zudem kann die Stromversorgung für ein Industrieland so nicht sichergestellt werden.
Natürlich ist Windenergie Grundlastfähig. Dazu läßt man Windräder eben nicht Strom produzieren, sondern Druckluft oder Methan.
An der Frage stört mich die lokale Begrenzung auf Deutschland. Wir müssen mittlerweile weltweit denken und handeln, da wird Windenergie nicht ausreichen, ein Mix aus regenerativen Energieträgern halte ich aber für möglich, vorausgesetzt daß Einsparpotenziale konsequent genutzt werden und ...last not least...das Bevölkerumswachstum auf diesem Planeten drastisch gesenkt wird. Bei all diesen Diskussionen habe bisher von keinem Politiker ein Wort über dieses, wie ich denke, elementare Thema sprechen hören
Warum sollten Politiker Thesen von 1970 des Club of Rome aufgreifen? Die sind doch total veraltet, heute gilt wachsen, wachsen, wachsen!
Technisch halte ich es innerhalb von 10 Jahren für möglich, finanziell für viel zu teuer und gesellschaftlich akzeptiert werden weder die vielen Windräder noch die Stromtrassen oder Speicherbecken.
Zum Thema "global denken": Verlässlicher Strom ist strategisch zu wichtig, als dass wir hier vom Ausland abhängen dürfen. Das ist ja schon bei Gas und Öl ein Problem, und davon kann man wenigstens sinnvoll Vorräte anlegen.
Nur brauchen Windräder keinen Betriebsstoff. Und wenn im Atomstrom ALLE Kosten drin wären würde ihn keiner bezahlen würde. Und wenn die Chinesen und Amis so weitermachen, ist das Uran eh in 40 bis 50 Jahren alle. Ergo: Wir haben gar keine andere Chance als auf alternative Energien umzurüsten.
dein letzter Satz , Schlawiner sagt alles
Atomstrom ist aber nunmal die teuerste Energiequelle die wir haben. Nur weil etliche Kosten externalisiert wurden, ist Atomstrom oberflächlich billig.
Hör auf mitr dieser blöden Milchmädchenrechnung. Rückbau gehört dazu, Endlagerung (die es immer noch nicht gibt) gehört zu den Kosten. Kostenexternalisierung ist Murks. Aber vermutlich willst du eh wieder nur trollen. Lies lieber Kinderbücher.
Wann ist "in ein paar Jahren"? In 10 Jahren? Nein! In 20 Jahren? Nein. In 50 Jahren, vielleicht? Dazu gehören weitere Entwicklungen, die Windränder und Sonnenenergie grundlastfähig machen. Dazu gehört ein generelles Umdenken, denn wir werden nur noch Windräder sehen, dazu gehört ein geändertes Verhalten beim Energieverbrauch.
Um ein Atomkraftwerk durch Windräder zu ersetzen benötigt man etwa 300 bis 500 Stück, bei aktuellen Anlagen so um die 3 MW pro Windrad. Das ist verdammt viel!
Frag mal Deinen Nachbarn, ob Du ihm so'n Ding vor die Nase setzen darfst.
Ok, die kann man in die Wüste oder ins Meer stellen. Die Leistung pro WIndrad wird steigen, die Akzeptanz nur bei Stromausfällen.
Der wichtigste Schritt ist es, unseren Energiehunger zu verringern.
Wenn eine einzige Kupfer- oder Aluhütte so viel Strom braucht wie eine ganze Stadt, dann stimmt das was nicht. Wenn nur 1% der im Benzin gespeicherten Energie tatsächlich für den Transport der im Auto sitzenden Person benötigt wird und der Rest verpufft, dann stimmt da was nicht. Energiesparbirnen sind da nur ein Alibi.
Möglich ist das definitiv, aber das gesamte Landschaftsbild wäre demnach mit großen Windrädern zugestellt. Zu den tausenden Rädern, die bereits jetzt formatiert worden sind, müssten noch mehrere tausend hinzu kommen, um ganz Deutschland versorgen zu können.