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Noch Fragen?

kann ich als Verkäufer (als Privatperson) von Einen Rucktrittsrecht gebrach machen?

Hallo,

Ist eine Zustimmung per Mail ein fernabsatzgeschäft? Ich als Privatperson habe einen Händler per Mail zugestimmt, dass er mein Auto kaufen kann. Nun hat mich ein anderer Händler 500e mehr angeboten. Wie ist die rechtslage?

Bezüglich vertragsrücktritts innerhalb von 2 Wochen meinte er, dass gibt's nur bei Waschmaschinen und nicht bei autos....
Frage Nummer 110262
Antworten (6)
Pacta sunt servanda.
Ein privater Käufer hat ein vierzehntägiges Rücktrittsrecht, ein Verkäufer nicht.
Diese Frage ist leider mit Nein zu beantworten.
EinRücktrittsrecht im Fernabsatz hat nur der Käufer. Aber:
"§ 154 BGB

Offener Einigungsmangel; fehlende Beurkundung
(1) Solange nicht die Parteien sich über alle Punkte eines Vertrags geeinigt haben, über die nach der Erklärung auch nur einer Partei eine Vereinbarung getroffen werden soll, ist im Zweifel der Vertrag nicht geschlossen. Die Verständigung über einzelne Punkte ist auch dann nicht bindend, wenn eine Aufzeichnung stattgefunden hat.

(2) Ist eine Beurkundung des beabsichtigten Vertrags verabredet worden, so ist im Zweifel der Vertrag nicht geschlossen, bis die Beurkundung erfolgt ist."
ich sehe nicht, dass eine Beurkundung vorgesehen war.
Ich will mein Auto verkaufen - jemand macht mir ein Angebot - ich nehme das Angebot an. Punkt. Damit ist in meinen Augen ein wirksamer Vertrag geschlossen. Ich wüsste nicht, über welche Nebenabreden man sich noch einigen müsste und es gibt keine Pflicht, Kaufverträge zu beurkunden.
Ing793, alter Korinthenkacker, beachte das Semikolon hinter "Einigungsmängel: Es ist k e i n Doppelpunkt.. Hätte ich extra wegen dir Absatz 2 weglassen sollen?
Es reicht also schon, wenn einzelne Punkte der Kaufvereinbarung, z.B. Abholung, Überführung bzw deren Kosten ungeklärt sind!
Ach Starmax, ich bin auf beide Punkte eingegangen und ich sehe eben keinen Einigungsmangel. Worüber sollte man sich denn bei sowas einigen?
Der Käufer kommt, gibt Geld, nimmt Auto und fertig. Gut, den Übergabetermin muss man noch vereinbaren. Das deckt in meinen Augen aber nicht diesen Rechtsbegriff ab.
Es ist doch wie immer bei Rechtsfragen:man weiß vorher nie, wie der Richter entscheiden würde.
Nach Deiner Sichtweise darf er an den zweiten verkaufen, nach meiner nicht. Wir beide bleiben dabei und der Fragesteller muss jetzt werten, was ihm plausibler erscheint.