User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Gast

KFZ gekauft und nach 1,5 Jahre Mängel festgestellt

Am 30.03.2011 Fahrzeug von Citroen Autohaus gekauft. Mit GW-Garantie Comfort.
Am 06.09.2012 wird mir von Peugeot Autohaus während des 2 Jährigen Kundendienstes mitgeteilt : Scheinwerfer Vorne Links falscher Spiegel eingebaut (Kostenermittlung 402 Eur).
Den Verkäufer bei Citroen besucht und nachgefragt ob es ein Unfallwagen ist, laut Citroen nein.
Und jetzt?
Einfach reparieren lassen und schlucken???
Mfg,
Frage Nummer 48376
Antworten (5)
Besteht noch Garantie?
Falls nicht, versuche dich auf einen versteckten Mangel zu berufen.
Also ein Kundendienst, der zwei Jahre dauert (das wäre ein 2-jähriger KD) wäre mir doch etwas zu lang....
Spässle beiseite: Das Auto sollte sich ein unabhängiger Prüfer (ADAC, TÜV...) ansehen und beurteilen ob es doch mal einen Unfall hatte. Kann ja auch nur ein Parkrempler gewesen sein, der eben einen neuen Scheinwerfer nach sich zog, der privat eingebaut wurde. Dieser wäre vom Vorbesitzer nicht unbedingt angabepflichtig (Bagatellschaden < 500€), ein "echter" Unfallschaden schon.
Je nachdem ergibt sich, ob der Vorbesitzer, das Autohaus (Kulanz? GW-Garantie?) oder du selber dafür aufkommen. Und: Leider kosten moderne Scheinwerfer heute so viel, aber mit etwas Guugeln kann man den auch preiswerter bekommen...
Teil 1:
wenn ich einen Gebrauchtwagen kaufe, dann bekomme ich zunächst einmal 2 Jahre Gewährleistung auf Mängel. Der Gebrauchtwagenhändler KANN das auf ein Jahr reduzieren, wenn er darauf hinweist. Ist das der Fall, befürchte ich, dass das Autohaus sich herauswinden kann.
Teil 2:
Der Begriff "Comfort" deutet aber irgendwie darauf hin, dass die Einschränkung nicht gemacht wurde. Dann gilt: in den ersten sechs Monaten ist das Autohaus verpflichtet, Dir nachzuweisen, dass Du den Schaden verursacht hast, sonst müssen sie nachbessern. Danach bist Duin der Beweispflicht. Du musst nachweisen, dass der Mangel bei Auslieferung schon bestand. Das ist normalerweise extrem schwierig, hier aber ausnahmsweise einfach. Es ist der falsche Spiegel eingebaut. Der war also schon immer drin und damit ist das ein Fall für die Gewährleistung. Warum der falsche Spiegel drin ist, ist doch Pumpe. Es ist ein Mangel, er bestand bei Auslieferung, er wurde innerhalb der zweijährigen Gewährleistung entdeckt und er soll behoben werden. Aus
Kannst du denn nachweisen, dass der Spiegel damals montiert war? Wenn nicht, kann sich der Händler doch darauf berufen, dass ihn jemand anders später eingebaut hat. Von daher: Den Händler um Nachbesserung bitten. Wenn er auf stur stellt, leise ärgern und ab durch den TÜV. Wenn der Wagen deswegen durchfällt, auf eigene Kosten ersetzen. Ein Basisrisiko hast du bei Gebrauchtwagen eben immer.