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Noch Fragen?

Gast

Klimaprognosen versus Wettervorhersage

Warum ändert sich das Klima?
Kann man Klimaprognosen trauen, wo doch schon die Wettervorhersage so unsicher ist?
Wie stark hat sich die Welt bislang erwärmt?
Welche Folgen hat die Erwärmung bisher?
Ist das Wetter extremer geworden?
Lassen sich einzelne Unwetter auf den Klimawandel zurückführen?
Wie stark wird sich die Welt noch erwärmen?
Welche Folgen könnte die Erwärmung künftig haben?
Macht die Erderwärmung Pause?
Sind sich alle Klimaforscher einig über die Klimaerwärmung?
Was ist das Zwei-Grad-Ziel?
Frage Nummer 3000030246
Antworten (14)
Das Klima ändert sich, weil es starken Schwankungen unterworfen ist. Seit Millionen von Jahren Inzwischen kommt als Beschleunigung noch die Umweltverschmutzung hinzu.
Klimaprognosen beruhen auf sehr unterschiedlichen Faktoren, die ein Gesamtbild ergeben. Eine einigermaßen richtige Wettervorhersage ist eher kurzfristig..
Die Welt hat sich viel schneller erwärmt, als in früheren Erwärmungphasen
Gletscher sind stark geschmolzen.
Insgesamt ist das Wetter extremer geworden.
Nicht alle, aber einige Unwetter.
Sie wird sich weiterhin erwärmen, es ist fast nicht mehr zu stoppen.
Die Folgen sind verheerend. Besonders auf die Meeresströmungen und damit auf das Leben im Meer und auf das Wetter und auf das Klime insgesamt.
Die Erderwärmung kann man durch Maßnahmen nur verlangsamen, Pause ist nicht.
Fast alle Klimaforscher sind sich einig, bis auf ein paar vereinzelte VT Anhänger
Das Zwei Grad Ziel bedeutet, daß die Staaten Umweltmaßnahmen ergreifen wollen, die eine Verlangsamung auf zwei Grad Erwärumung bewirken sollen.
Gast
und 2030 soll die nächste kleine Eiszeit beginnen!?!?
Klimaschwankungen hat es in der Erdgeschichte schon immer gegeben. Der Anstieg von CO2 wurde nie als Ursache, oft aber als Folge eines Temperaturanstiegs beobachtet. Das kalte Wasser der Ozeane kann mehr CO2 aufnehmen als warmes Wasser, was eine warme Sprudelflasche beim Öffnen laut zischend bestätigen kann. Der Anteil von CO2 in der Luft beträgt zurzeit max. 0,04 %. Das heißt, auf 10.000 Luftmoleküle kommen also 4 CO2-Moleküle. Davon werden nur 3 % ca. 7,5 Gt von Menschen hergestellt. Der größte Anteil zw. 200 und 300 Gt entsteht durch Entgasung aus dem Erdinneren, Zersetzungsprozesse und Verwitterung. Wir können also sowieso nur einen winzigen Teil des CO2 einsparen.
Außerdem ist CO2 kein schädliches Gas! Es ist der Ursprung allen Lebens und wird von Pflanzen dringend benötigt. Pflanzen spalten Kohlendioxid mittels Photosynthese in Sauerstoff und Kohlenstoff. Wir holzen Regenwälder ab, gönnen unserer Vegetation aber kein zusätzliches CO2. Großgärtnereien sind da schlauer, sie „düngen“ die Luft ihrer Glashäuser mit CO2, damit die Pflanzen schneller wachsen und widerstandfähiger werden.
Selbst im Klimabericht des IPCC von 2007 steht auf Seite 774: „Das Klima ist ein schwer zu modellierendes chaotisches System und die langfristige Vorhersage möglicher Klimazustände ist nicht möglich.“ Die Vorhersagen gibt es aber trotzdem.
IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change
Schön, dass ich nach langer Zeit mal wieder den Ausführungen von Amos folgen und zustimmen kann.
In dieser Auffassung sind Amos und ich in einer Linie. Wer sich anmaßt, bei einem Erdalter von 4,5 Milliarden Jahren in den letzten 200 Jahren abnormes Wettergeschehen zu erkennen, kann nicht ganz dicht sein. Wenn dieses Zeitalter auf ein Diagramm von 1 Meter Länge projiziert wird, sind 200 Jahre der 22.500ste Teil eines Millimeters. Und da jetzt einen Peak zu finden für besonder Kalt oder besonders warm, erschließt sich mir nicht.
Warum heißt Grönland Grönland? Weil es mal grön war. Dass es dann zugefroren ist, ist weder Hexenkunst noch Menschenwerk.
Auch sehr interessant zu lesen, vor allem über das, was von IPCC & Co.nur zu gerne verschwiegen wird, weil es nicht ins Konzept des bösen CO2 als Hauptschuldigen passt:

http://www.novo-argumente.com/magazin.php/archiv/novo103_48
Die Erde war schon mal völlig vereist und auch schon völlig eisfrei. Die Sahara war mal richtig schön grün und in der Eifel waren vor ein paar tausend Jahren noch Vulkane aktiv. Natürliche Klimaveränderungen entstehen u.a. durch veränderte Sonnenaktivität. Ein einziger Vulkanausbruch kann mehr CO2 in die Atmosphäre befördern, als die Menschheit in vielen Jahrhunderten. Dazu eiert die Erde mehr um ihre Achse, als das sie sich dreht und der Abstand zur Sonne ist auch nicht immer gleich. Und auch die Erde verändert sich. Das Mittelmeer war mal völlig trocken! Jetzt kann da Wasser verdunsten, was das Klima beeinflusst. Die nächste größere natürliche Veränderung dürfte in der Afrar-Senke stattfinden. Da entsteht ein neues Meer, geologisch gesehen demnächst. Vielleicht wird die Sahara dann wieder grün. Ja, und der Mensch liefert auch seinen Beitrag. Die 2-Grad-Marke ist der Temperaturanstieg, bei der Wissenschaftler das unumkehrbare Abschmelzen der Eiskappen erwarten.
... und Abends wird es dunkel und morgens wieder hell. Und ganz früher gab es kaum Sauerstoff in der Atmosphäre und nur Einzeller im Wasser. Und übrigens: Das Aufzählen von Plattitüden erklärt nichts.

Den Dinosauriern hat es auch nichts genutzt, dass die Veränderung der Lebensbedingungen noch nicht menschengemacht waren, sie sind trotzdem ausgestorben, weil sie sich nicht schnell genug anpassen konnten.

Wenn sich klimatische Veränderungen langsam vollziehen, dann können Arten sich anpassen, indem sie z.B. geografisch in wärmere oder kältere Gefilde ausweichen, oder per Evolution ein dickeres oder dünneres Fell entwickeln. Geht die Veränderung zu schnell, dann sterben sie aus.

Aber zur Frage: Warum sich das Klima ändert, ist ein Prozess mit vielen Einflussfaktoren, manche davon sind natürlicher Art, andere sind menschengemacht. Z.B. durch das Auftreten von Pflanzen auf der Erde wurde CO2 verbraucht und Sauerstoff produziert, der Sauerstoff-Anteil in der Atmosphäre ist so auf rund 40% gestiegen. Erst mit dem Auftreten von Tieren, die Sauerstoff verbrauchen, ist er wider gesunken und hat sich seit einiger Zeit bei rund 21% eingependelt.
Andere Faktoren wiederum wirken mittelfristig: so pendelt das Klima aufgrund von Rückkopplungs- und Speichereffekten zwischen Eis- und Warmzeiten.
Und dann gibt es eben noch die menschengemachten Faktoren. Hauptsächlich innerhalb der letzten rund 150 Jahre: Verbrennen von Kohle, Gas und Öl, abholzen großer Waldflächen, Versiegelung von Bodenflächen durch Straßen- und Siedlungsbau.

Da (unter Anderem) CO2 ein Gas ist, dass den Wärmehaushalt der Atmosphäre stark beeinflusst, ändert sich mit dem CO2-Gehalt auch der Wärmehaushalt. Aber auch durch andere Gase, wie z.B. Methan, dass noch viel stärker das Klima beeinflusst als CO2. Schwankungen in der Sonnenaktivität haben zwar eine Menge Auswirkungen, auf den Wärmehaushalt der Erde ist der Einfluss aber gering. Wesentlich stärker ist z.B. die Wolkenbildung, die entscheidet, wie viel des Sonnenlichts wieder in den Weltraum reflektiert wird, bevor es Auswirkungen auf die Erde haben kann. Und dann die Auswirkungen von Gasen, wie CO2 oder Methan, die ebenfalls das Albedo (Reflektionsverhalten) stark bestimmen.

Was die Vorhersagen angeht, stark vereinfacht:
* Wettervorhersagen werde mit Hilfe von Modellen vorgenommen, die im wesentlichen auf Differentialgleichungen beruhen. Sie sind sehr detailliert und erlauben kurzfristig vergleichsweise genaue Vorhersagen. Das Problem: kleine Fehler summieren sich schon innerhalb relativ kurzer Zeiträume zu so großen Gesamtfehlern, so dass die Ergebnisse praktisch unbrauchbar sind.
* Klima-Berechnungen stützen sich stärker auf Energiebetrachtungen. Diese liefern einen sehr viel stabilere Langzeit-Prognose, allerdings kann es zu starken lokalen Abweichungen kommen.
Wenn die Wassertemperatur des Meeres steigt, kommt es zu mehr und stärkeren Wirbelstürmen, wann genau die auftreten und wo sie lang ziehen, dass liefern diese Modell nicht. Für die Wettervorhersage sind sie deshalb gänzlich ungeeignet. Abschätzungen, wie sich das Klima längerfristig entwickeln wird, lassen sich damit aber schon treffen.

Zusammenhänge sind z.B.
* Durch die Erwärmung der Meere, können diese weniger CO2 binden. Das CO2 gast in die Atmosphäre aus und trägt so zusätzlich zur Erwärmung bei.
* Durch die Erwärmung der Meere zerfällt zunehmend das Metanhydrit, das in den Meeren große Menge Methan speichert. Dieses gast in die Atmosphäre aus und trägt dort zu einer weiteren Erwärmung bei
* Durch das Tauen der Permafrostböden in Kanada und Sibirien, entstehen dort in Fäulnisprozessen große Mengen an Methan => Weitere Klima-Erwärmung.
Durch die Klima-Veränderungen verschieben sich Klimazonen. Das führt in manchen Gegenden zu verstärkten Niederschlägen mit Überschwemmungen, in anderen Teilen der Erde zu Dürren.
Im Moment befinden wir uns in einer Phase

Zur Zeit befinden wir uns in einer Übergangsphase von einer Eis- zu einer Warmzeit. Das Klima würde sich also auch ohne den Menschen (vermutlich) erwärmen, was uns aber nichts nützt, wir müssen mit den Folgen trotzdem klar kommen. Zusätzlich verstärken und beschleunigen wir diesen Prozess aber durch CO2-Ausstoß und das Abholzen von Wäldern.
Die Grundsätzliche Tendenz zu Erwärmung ist (vermutlich) natürlich. Trotzdem ist es eine gute sicherlich Idee, diese Tendenz möglichst wenig zusätzlich anzuheizen.
@ Matthew
Der Beitrag war sehr gut, der letzte Absatz am Besten. Natürlich sollten wir darauf achten, unsere Welt zu bewahren, aber unsere Welt zeigt uns auch, wie unwichtig wir Menschen ihr sind. Hurrikane, Erdbeben und Vulkanausbrüche sind nicht von Menschen gemacht.
@ Dorfdepp
Danke!
> ...aber unsere Welt zeigt uns auch, wie unwichtig wir Menschen ihr sind.
Das klingt, wie eine persönliche Beziehung. Wir sind ein Teil der Welt. Sie hat existiert, lange bevor die Spezies Mensch entstand, und sie wird wohl auch fortbestehen, lange nachdem wir verschwunden sind. Viele Tierarten sind ausgestorben, der Mensch hat keine Garantie auf eine Sonderrolle. So wie wir früher auf der Hut sein mussten, z.B. nicht von einem Tieger gefressen zu werden, so müssen wir heute, mit den Möglichkeiten, die wir heute haben, sorgfältig umgehen.

> Hurrikane, Erdbeben und Vulkanausbrüche sind nicht von Menschen gemacht.
Hmmmm, ... Was Hurrikane angeht, so machen wir nicht den einzelnen Hurrikan und könnten das auch nicht. Indem wir zur Klimaerwärmung beitragen, tragen wir aber dazu bei, die Enstehungsbedingungen für Hurrikane zu verschieben, in Richtung häufigerer und stärkerer Hurrikane. Also Jein!
Was Vulkanausbrüche angeht: Die wesentliche Größe dürfte die Kontinental-Verschiebung sein. Ich sehe in der Tat nicht, wie wir darauf Einfluss haben sollten.
Was Erdbeben angeht: Der Löwenanteil wieder durch die Kontinental-Verchiebung verursacht. Aber: Geothermie im kleinen Masstab hat wohl eher geringe Effekte. Würden wir das aber im großen Masstab machen, dann würde die Abkühlung in tiefen Gesteinsschichten durchaus zu Spannungen im Gestein führen, und könnte damit ebenfalls Ursache für Erdbeben sein, wenn auch nicht für so Große.
Also mit Vorbehalt gebe ich Dir recht.
@ Matthew
Ohne es beweisen zu können behaupte ich, dass es schon Hurrikane vor der Existenz des Menschen auf dieser Welt gab. Wer es besser weiß, möge sich bitte melden. Dass der Mensch für die Zunahme verantwortlich sein soll, ist Spekulation und keinesfalls wissenschaftlich erwiesen. Es soll ja auch mal der saure Regen für das Waldsterben verantwortlich gewesen sein, nur den Wald gibt es trotz gegenteiliger Expertenvorhersagen immer noch.