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Gast

Können mehrere voll bezahlte Minijobs à jeweils 450 Euro ausgeübt werden?

Ich bekomme als Rentner nur 270 Euro von der Rentenversicherung, muss jedoch eine Familie ernähren und möchte keine Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Ich hatte bis gestern einen für zwei Jahre befristeten Arbeitsvertrag, der nicht verlängert werden kann. Da ich monatlich etwa 2700 Euro netto verdienen muss, in meinem Alter jedoch keine Möglichkeit mehr habe, einen Vollzeitjob zu erhalten, bin ich ggf. darauf angewiesen, gleichzeitig mehrere vollbezahlte Minijobs à jeweils 450 EUR auszuüben. Meine Frage: Ist dies grundsätzlich erlaubt?
Frage Nummer 3000122841
Antworten (7)
Ja
Nein - jedenfalls nicht als Minijobs.

Wenn Du mehrere kleine Arbeitsverhältnisse hast, dann werden die zusammengezogen. Du musst sie normal versteuern und sozialversichern (bei Dir m.E. nur noch krankenversichern).
Das ist aber auch nicht so tragisch - der AG steht sich finanziell besser, wenn er Dir 451 Euro bezahlt und keine Pauschalversteuerung und Pauschalversicherung mehr machen muss. Er zahlt nämlich etwa 20% zusätzlich auf Deine 450 Euro. Das muss er nicht mehr, wenn Du selber versteuerst und versicherst. Die Ersparnis könnte er z.B. dazu verwenden, auch Deinen Anteil an der KV (zumindest der Höhe nach) zu übernehmen. Dann müsstets Du Dich nur noch um die Steuern kümmern.

Frag nach bei der Minijobzentrale, wie das genau gehen kann.
Äh - sorry - ist die Frage ernst gemeint??
Dass man max. 450,-- im Monat mit (auch mehreren) Minijob(s) verdienen darf, das lässt sich völlig easy bei Google recherchieren. Aber davon mal abgesehen:
Um 2.700,-- netto zu erhalten wären das 6 Minijobs a 450,-- . Sie scheinen ja ein ganz fleissiger Zeitgenosse zu sein - Respekt - und das als Rentner.
@Horstilein: es sind sogar 7 1/2, bitte vergiss Steuer und KV nicht.
Und wenn man gut ist, bekommt man das halbtags hin.
Stimmt! 7 1/2 mit Steuern und KV. Ich kam halt auf die 6 "Minijobs", da er 2.700 netto braucht. Bei seiner geringen Rente könnte es ja sein, dass er über längere Zeit recht überschaubare Beiträge in die RV gezahlt hat. Und an alten Lohnnebenkostenvermeidungsgewohnheiten hält der Mensch doch gerne fest. So oder so: er klingt ja sehr motiviert, verantwortungsvoll und möchte dem Staat nicht auf der Tasche liegen. Sehr honorig! Wahrscheinlich müssen wir uns um ihn keine Sorgen machen.
Solange man keiner sozialversicherungspflichtiger Arbeit nachgeht, kann man auch mehrere Minijobs annehmen. Insgesamt darf der Verdienst aus dem oder den Minijob(s) aber nicht 450€ überschreiten.

Im Übrigen zahlt der AG bei Minijobs nicht 20% sondern ca. 30% zusätzlich - Der Betrag setzt sich aus Paschalanteilen für Steuern und Versicherungen zusammen.
Ab 451€ MUSS! der AG übrigens auch den Arbeitgeberanteil der KV übernehmen.
@hal9000: die Aussage mit der Obergrenze 450 ist banal und für den Fragesteller völlig sinnlos, da er ausdrücklich mehr als 450 Euro in der Summe verdienen möchte.

Das mit den um die 30% ist korrekt. Um die 20% ist das, was er nach einer Umwandlung von einem Minijob in einen regulären Job bezahlt.

Und dass der Arbeitgeber ab 451€ immer den Arbeitgeberanteil bezahlen muss, ist erstens unvollständig und hat dabei zweitens slapstickhafte Züge.
Der AG zahlt den AG-Anteil schlicht immer, von einem Cent bis 27 Fantastilliarden, deswegen heißt er auch so.

Der Satz oben ist so zu verstehen, dass jeder 450,-€ Minijob Arbeitgeber ohne Mehraufwand 500,-€ SV-pflichtigen Lohn bezahlen könnte.
Für den Arbeitnehmer hätte das netto kaum Auswirkungen, da er mit dieser Lohnerhöhung seine nunmehr abzuführenden SV-Beiträge kompensieren könnte. Faktisch, im übertragenen Sinne übernimmt damit der AG den AN-Anteil an der SV-Versicherung, die rechtlich formale Betrachtung ist natürlich eine andere.