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Noch Fragen?

Kontrollierte Wasserung

Das scheint mir ein toller "Experte" zu sein, der von einer kontrollierten Wasserung des Fluges MH370 ausgeht. Aus einer Reiseflughöhe von ca. 10.000 m eine kontrollierte Wasserung hinzulegen, ohne Notruf? Irgend etwas ist faul im Staate Dänemark, nur weiß keiner der Experten bis jetzt was und das nach 5 Tagen.
Frage Nummer 90630
Antworten (8)
Ich bin kein Fachmann, aber bezweifel auch diese Theorie. Merkwürdig ist die Sache aber schon und verführt deshalb auch zu den abstrusesten Theorien.
Soweit das Statement. Wie lautet jetzt die Frage?
Ich fand die Idee auch hinreissend .... äh .... hirnrissig ...
Ein Absturz wird mangels Funkverkehrs nahezu ausgeschlossen, aber eine gezielte Notwasserung wäre möglich? Da fragt man sich, ob ab dem Moment, in dem eine Notwasserung beschlossen wird, absolute Funkstille vorgeschrieben ist ...
dorfdepp, die Frage ist vor dem Fragezeichen! Aber lesen und verstehen war noch nie Deine Stärke.
Teil 1:
Bei einer kontrollierten Wasserung unterscheidet der Fachmann zwischen "Ditching power off" und "Ditching power on". Bei erster ist die Zeit, die zur Verfügung steht, geringer, weil keine Triebwerksleistung mehr zur Verfügung steht. Das Luftfahrzeug muss dabei schneller an den Boden, weil es immer in einer Fluglage gehalten werden muss, in der der Auftrieb nicht abreißt. Deshalb ist hier die Sinkrate höher. Bei "power on" ergibt sich ein relativ normaler Landeanflug, bei der am Ende - dicht über dem Wasser - so viel wie möglich Geschwindigkeit herausgenommen wird, damit sich das Flugzeug nicht gleich bei Wasserkontakt zerlegt. Bei einem Flugzeug, welches aus 10.000 Metern Höhe im Wasser landet, bleibt aber in beiden Fällen genug Zeit, entsprechende Mayday-Calls abzusetzen.
Teil 2:
Darüber hinaus wird der Transponder auf 7600 eingestellt, wodurch automatisch das Signal, welches auf den Radarschirmen sichtbar ist, auf 5-fache Leuchtkraft eingestellt wird, und bei dem entsprechenden Controller ein Alarm ausgelöst wird.
Die im Sinkflug zur Verfügung stehende Zeit nutzt die Bordcrew dazu, die Passagiere auf die bevorstehende Wasserung vorzubereiten. Die Schwimmwesten werden angelegt, und unter 4000 Metern die Türen abgeworfen.
In Kenntnis dieser Verfahrensweisen und Umstände ist dieses Verschwinden des Flugzeugs eine mysteriöse Sache, und ich kann mir nur vorstellen, dass es irgend etwas gegeben hat, wodurch die Piloten nicht mehr in der Lage waren, die vorgeschriebenen Notverfahren einzuleiten.
Es bleibt spannend.
Ja bh und der Experte sagte, dass nach der kontrollierten Wasserung die Türen geöffnet wurden und das eintretende Wasser das Flugzeug zum Sinken brachte. Nix mit 4.000 m und Türen weg.
Lieber Meyerhuber, ich schrieb nichts von "bei" 4000 Meter. Ich schrieb "unter" 4000 Meter. Deshalb, weil darüber der Sauerstoff zu gering ist. Irgendwo zwischen 4000 Metern und Versinken werden die Türen geöffnet. Das ist von Flugzeug zu Flugzeug unterschiedlich zu handhaben. Bei mir waren die Türen während des Sinkfluges abzuwerfen, weil bei einem raschen Versinken die Türen nicht mehr geöffnet werden können. Dass dann durch die geöffneten Türen Wasser in das Flugzeug eindringt, ist klar. Aber die Evakuierungspläne gehen davon aus, dass bei einem einigermaßen intakten Flugzeug genug Zeit bleibt, alles, was nicht in der Mobilität eingeschränkt ist, außer Bord zu bringen.