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Noch Fragen?

Kreuzfahrtschiffe und Stabilität

Ich frage mich, warum Kreuzfahrtschiffe, die mittlerweile Höhen von 60 bis 80 Metern haben, nicht einfach umkippen können. Der Tiefgang ist doch höchstens noch 10 bis 15 % der Gesamthöhe des Schiffs. Da müßte doch eigentlich eine enorme Instabilität auftreten?
Frage Nummer 46934
Antworten (14)
Ich habe was gefunden, schau mal hier, ein Bericht über die Queen Mary 2:

Vier, jeweils 70 Tonnen schwere so genannte Flossenstabilisatoren werden Unterwasser aus dem Rumpf gefahren, um das Rollen des Schiffes um bis zu 90 % zu dämpfen.

Vielleicht gibt der Film auch eine Antwort, auf jeden Fall sind da beeindruckende Fakten dabei. Hab mir aber nur kurze Segmente davon angesehen.
Der Schwerpunkt machts beim Schiff. Der Tiefgang ist eher für die Antworten hier vonnöten.
Ich frage mich wieso man sich selbst nichtmal schlau macht, zB bei Wikipedia. Da stehts nämlich drin, wieso Schiffe deren Schwerpunkt oberhalb der Wasseroberfläche liegt (und nur davon hängt es ab, weder von der Höhe noch vom Tiefgang) nicht umkippt. Kurz gesagt damit der Opa sich nicht überanstrengt wenn er die Webseite wechseln muss: die Breite macht es. Krängt das Schiff, entsteht bis zu einer gewissen Krängung auf der gleichen Seite Auftrieb, der das Schiff wieder aufrichtet.
Physik, Oberstufe: Ein Schiff schwimmt so lange wie seine eigene Masse größer ist als die verdrängte Wassermasse (Archimedes).
Es schwimmt stabil und richtet sich immer wieder auf, so lange sein Gewichtsschwerpunkt mittschiffs und unterhalb des sog. Metazentrums liegt, dem Punkt, in dem Neigungskräfte wirken. Deshalb baut man Ballasttanks und Gewichte (Motoren) so tief wie möglich ein. Die Höhe des Schiffs spielt dabei keine sonderliche Rolle.
Jedes schwimmende Objekt kann kentern, wenn diese Bedingungen nicht mehr gegeben sind.
Die Stabilität von Kreuzfahrtschiffen ist nach dem Auftritt der deutschen Hockeymannschaft in Frage zu stellen.
Wenn die Schiffe so konstruiert sind, sind die dann auch tatsächlich unkippbar? Ich erinnere mich an den gar nicht mal so unspannenden Film Poseidon, in dem das Schiff durch eine Riesenwelle umkippt. Ich meine, die Sache, dass es keine "unsinkbaren" Schiffe gibt, dürfte inzwischen jedem klar sein, aber "unkippbar" wäre doch sicherlich ingenieurtechnisch möglich, denke ich. Im Kreuzfahrten Reisebüro machen die zwar nicht mit "unkippbaren" Schiffen Werbung, aber das würde die Gäste ja auch nur unnötig ans Sinken erinnern, denke ich.
@klaas_Klever: Ich denke, da hast Du recht. Techniscdh machbar, aber vermutlich total unwirtschaftlich, was dann keine gute Lösung im Ingenieurssinne wäre.
Klar! Ein Floß ist unkippbar!
@HeinzBabbe... : Sicher, ein Wasserball auch, sind beide für eine Kreuzfahrt aber recht unkomfortabel.
es gibt genügend Bilder von "umgekippten" Schiffen, um zu zeigen, dass Schiffen nicht "unkippbar" sind. das liegt aber ausnahmslos daran, dass bei einem Gekippen Schiff Wasser ins Innere eindringt, wodurch sich der Schwerpunkt und damit die gesamte Statik ändert. Untersseboote kippen nicht, einfach weil kein Wasser in sie eindringen kann. Sie bleiben - von bewussten Manövern abgesehen - immer in einer "normalen" Position im Wasser.
Leberknödel
2 Leberknödel
Gegenverkehr?
nein, SCHIFFSverkehr. So wie bei Grönemeyer...