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Noch Fragen?

Kündigung, Probezeit, ALG 1 ?

ich bin in Teilzeit u.a. als Kassierer beschäftigt und noch in der Probezeit. heute meinte mein Chef es wären zu starke Differenzen in der Kassenabrechnung. Er stellte mich vor die Wahl: entweder ich kündige , oder die Revision kommt und ich würde eine Kündigung und eine Anzeige erhalten. Ich fühlte mich in die Ecke gedrängt. Aus Angst, daß ich dann einen negativen Eintrag ins Führungszeugnis erhalte, kündigte ich selbst.
Frage Nummer 3000054168
Antworten (9)
Das sehe ich genau so. Die kürzeste Entfernung zwischen zwei Punkten ist immer eine Gerade, wenn kein Berg dazwischen ist.
Wenn du dir nix vorzuwerfen hast und immer korrekt abgerechnet soll die verf**** Revision doch kommen, wenn du ohne Makel bist dann bitteschön.
Tja, dann war wohl etwas Wahres dran an dem Vorwurf der Unterschlagung bzw. Diebstahls?
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Aber was wäre dann jetzt die Frage? Ich denke, es gibt eine Sperrzeit für das AGL, wenn man selbst kündigt. Aber dafür gibt es hier bessere Spezialisten.
Dein Chef hat Fehlbeträge festgestellt, ist sich aber nicht sicher, ob es Dummheit oder Diebstahl (Unterschlagung?) ist. Also setzt er Dir die Pistole auf die Brust und droht mit einer Anzeige. Mal sehen, wie Du reagierst.
Mit Deiner Eigenkündigung hast Du wahrscheinlich in seinen Augen ein Geständnis unterschrieben, Geld aus der Kasse genommen zu haben. Das ist ein Umstand, den man so keinesfalls stehen lassen darf, denn das wird in Deinem Zeugnis auftauchen (glaube mir, es gibt "positive" Formulierungen, die jeder Personalchef versteht) und es Dir sehr schwierig machen, einen neuen Job zu finden.

Sprich als erstes mit Deinem Chef. Dir wäre sein Dilemma (Dummheit oder Diebstahl) nicht klar gewesen und Du hättest panisch reagiert. Du hättest niemals etwas aus der Kasse genommen, aber Du verstündest, dass es keine gemeinsame Basis mehr gibt. Bitte ihn, die Eigenkündigung in einen Aufhebungsvertrag umzuwandeln.

Das Verhalten Deines Chefs betrachte ich als Straftatbestand der Nötigung. Das Problem ist, wie immer bei Vier-Augen-Gesprächen, die Beweisbarkeit. Im Übrigen ist diese Info nur für Dich - Du hast bereits gekündigt und willst jetzt etwas von Deinem Chef. Da sind Drohungen eher kontraproduktiv.

Eine Eigenkündigung hat in der Regel eine Sperrzeit beim ALG 1 zur Folge. Bei einem Aufhebungsvertrag geht man gemeinhin davon aus, dass der nur unterschrieben wurde, weil sonst die arbeitgeberseitige Kündigung erfolgt wäre. Wenn Du es schaffst, das dem Jobcenter zu vermitteln, solltest Du um eine Sperrzeit herumkommen.
Nur zur Klarstellung: Rs handelt dsich hier um meinen Sohn!!!
Na dann eben Sohn Pohl. Das ändert nichts an diesem Dilemma.
Wie Ing schon schrieb, da dein Sohn keine Rechstmittel gegen den Vorwurf der Unterschlagung eingelegt hat und das Ende seiner Probezeit angenommen hat bleiben ihm nur wenige Möglichkeiten.
Als erstes denAnwalt eures Vertrauens beautragen.
Wer klaut, muß dafür geradestehen. Beim Arbeitgeber und vor Gericht.
nur wer sich beim Klauen erwischen lässt ...