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Gast

Kündigungsfristen

ich würde gern ein neues Stellenangebot annehmen, habe allerdings in meinem Arbeitsvertrag eine Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Quartal. Einem Aufhebungsvertrag stimmt die Firma nicht zu. Habe ich noch andere Möglichkeiten?
Frage Nummer 22446
Antworten (5)
Es darauf ankommen lassen und deinen Vertrag brechen. Dann muss der Arbeitgeber einen Schaden nachweisen, den du im Zweifel bezahlen musst. Überlege daher gut. Wenn er für dich eine Zeitarbeitskraft einstellen kann, wird´s gefährlich. wenn du hoch spezialisiert bist, ist´s risikoloser.
Macht sich auf jeden Fall beim neuen Arbeitgeber sehr gut, so eine "treulose Tomate" einzustellen.
Wenn ich richtig informiert bin, gilt für den Arbeitnehmer IMMER die gesetzliche Kündigungsfrist. Verlängerte Fristen sind nur für den Arbeitgeber relevant.
Frage doch 'mal einen Arbeitsrechtler!
Nein, auf Arbeitnehmer gelten nicht grundsätzlich die gesetzlichen Kündigungsfristen. Längere Kündigungsfristen können jederzeit per Arbeitsvertrag vereinbart werden und sind selbstverständlich auch bindend. Nur kürzere Fristen sind nach dem Günstigkeitsprinzip nicht möglich.

Vorzeitig kommt man aus so einem Vertrag nur einvernehmlich heraus, denn ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag. Ich empfehle an dieser Stelle nicht, einfach beim alten AG nicht mehr zu erscheinen, zum einen kann Schadensersatz gefordert werden, zum anderen macht es keinen guten Eindruck beim neuen AG, wenn man sich nicht an Verträge hält, die man abgeschlossen hat.
Das hängt auch von der Gehaltseinstufung und der Arbeitsumgebung ab. Wenn man in einem Umfeld arbeitet, in dem die Tätigkeiten normalerweise tariflich bezahlt werden, dann sind Privatvereinbarungen, und um nichts anderes handelt es sich in dem Fall, normalerweise nur zulässig, wenn die Bezahlung deutlich oberhalb des höchsten Tarifs liegt (irgendwo ab 10-20%, je nach Tarif). Sollte das nicht der Fall sein, gelten auf jeden Fall die gesetzlichen Kündigungsfristen für den Arbeitnehmer.