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Lehrer vergibt Noten nach Sympathie

Ich mache dieses Jahr das Berufskolleg 2. Mein Lehrer kommt heute in die Klasse und gibt uns die Noten unserer Klassenarbeiten und sagt dass er sie jedoch verloren hat. Ich kann meine schlechte Note nicht fassen und möchte diese Schwarz auf Weiß sehen. Desweiteren vergibt er mündliche Noten nach Sympathie. D.h. manchen gibt er mündliche Noten und bei manchen, wie mir, lässt er diese einfach weg. Er macht einfach was er will. Ist das erlaubt? Bzw. kann man dagegen vorgehen?
Frage Nummer 54716
Antworten (5)
Noten für Klassenarbeiten müssen belegbar, bzw. nachweisbar sein, die Arbeiten selbst entweder zurückgegeben oder archiviert werden. Bei mündlichen Noten ist immer der Nasenfaktor entscheidend. Davon kann sich kein Lehrer freimachen. Aber man kann das natürlich böswillig gegen einzelne Schüler verwenden. Schließlich kann ich mit genügend schlechten mündlichen Noten, die nicht nachweis- und nachvollziehbar sind, die Fachnote locker um zwei Punkte schlechter machen. Aber dagegen kannst du nichts machen, denke ich.
Da hat wiki01 Recht, ohne Beleg kann der Lehrer keine unbedingt geltende, schriftliche Note verteilen.
Bei offensichtlichem Missbrauch seiner Notengebung im mündlichen Bereich kann denk ich Beschwerde eingelegt werden. Bevor du das aber tust, überprüf dich selbst mithilfe eines entsprechenden Bewertungsbogens, falls es sowas für deine Schule gibt (müsste es aber).
Ansonsten ist es bei vielen Lehrern so, dass diese keine völlig objektive Wertungsfähigkeit haben. Eines der Dinge, die ich als Kultusminister durch Reformen ändern würde.
Zitat: "Ansonsten ist es bei vielen Lehrern so, dass diese keine völlig objektive Wertungsfähigkeit haben. Eines der Dinge, die ich als Kultusminister durch Reformen ändern würde."
Wie willst du das denn machen? Mündliche Noten sind immer geprägt von persönlichen Klischees. Gute Lehrer minimieren dies, indem sie sich ständig selbst prüfen, ob ihre Benotung objektiven Kriterien folgen, komplett ausschließen können sie es nicht. Ich hatte, obwohl ich von diesen Zusammenhängen weiß, Flugschüler, die ich besonders mochte, und andere, die mir ein Greul waren. Es war schwer, objektiv zu bleiben, und sicher ist es mir nicht immer gelungen. Es ist nicht das Problem einer schriftlichen Prüfung, aber ein Checkflug ist immer wie eine mündliche Note, emotional beeinflusst und nicht überprüfbar.
Ebendiese Möglichkeit vereinfachen, Beschwerde einzulegen. Evaluationen und Umfragen, die auch was taugen und an die jeweiligen Fächer angepasst sind (die Bögen, die wir da bekommen sind absoluter Schmarrn). Eventuelle Prüfung von auffälligen Lehrern.
Mir ist schon im Klaren, dass man die Subjektivität an sich nicht entfernen kann, solange Menschen im Dienst sind, aber eine wesentliche Verbesserung in diesem Bereich könnte die schlimmsten Fälle schonmal rauswerfen.
Hmm, aber die Idee einer KI ist auch nicht schlecht... (zur Notengebung allein, natürlich)
es gibt auch das Gegenteil: Ich hatte einen Bauzeichnerlehrling, Anfang ´90 nannte man da noch so, stur, belehrungsresistent, er zeichnete aber nach Vorgaben sehr sauber, ohne Vorgaben kam nichts, Punkt 5 fiel der Löffel. Ich schrieb Ihm ein sehr gutes Zeugnis, in der Hoffnung, dass sein nächster AG noch nicht auf CAD umgestiegen war.