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Noch Fragen?

Lernt man während einer Fremdsprachenkorrespondent-Ausbildung auch die Sprachen an sich?

Ich interessiere mich für dieses Berufsfeld. Weiß jemand, ob man für die Ausbildung schon über Fremdsprachenkenntnisse verfügen muss?
Frage Nummer 7562
Antworten (5)
Moin moin!

Habe selbst vor (vielen Jahren) die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondeten absolviert. Hatte als Sprachen Englisch und Spanisch gewählt. Bei Englisch wurde auf den bestehenden Wortschatz aufgebaut. Spanisch wurde von der Pike auf gelernt. Am besten erkundigst du dich bei der Schule deiner Wahl direkt, wie die das handhaben. Kann mir aber vorstellen, dass bei gängigen Sprachen (Engl., Franz.) immer gewisse Grundkenntnisse vorausgesetzt werden.
In dieser Ausbildung erlernst du ein gewisses Fachvokabular in kaufmännischer Korrespondenz in den jeweiligen Sprachen. Je nach Niveau der Sprache wirst du also mehr oder weniger anspruchsvolle Geschäftsbriefe schreiben und entsprechende Korrespondenz abwickeln. Um im Beruf erfolgreich zu sein macht es Sinn, ein hohes Sprachniveau zu erreichen. Es ist von Vorteil, bei einer solchen Ausbildung mindestens eine der Fremdsprachen in Wort und Schrift zu beherrschen und eine weitere ansatzweise zu kennen. Die während der Ausbildung erlernten Sprachen wirst du nie gut genug sprechen bzw schreiben können, um damit später in dem Feld zu arbeiten, es sei denn, dass du während der Ausbildung privat weiterlernst. Falls du gar keine Fremdsprache kennst, würde ich davon abraten, eine solche Ausbildung zu beginnen.
@sininen
Sorry, aber deiner Antwort muss ich in Teilen widersprechen. Ich hatte damals Spanisch mit 0 Vorkenntnissen und habe, da unsere Klasse sehr klein war und deshalb sehr intensiv gelernt werden konnte, nach einem viertel Jahr die El País gelesen und auch verstanden.

Nach 3 Jahren Schule war ich staatl. gepr. Fremdsprachenkorrespondent Engl./Span. - habe genau wie im Englischen auch im Spanischen Maschinenschreiben, Steno, Geschäftsbriefe, Hin- und Rückübersetzen, etc. gelern. Mein Spanisch war nach 3 Jahren FK-Schule genauso gut wie mein Englisch nach 8 Jahren Gymnasium (übrigens E Leistungskurs gewählt).

@thors_1983: Lass dich nicht abschrecken, dort evt. mit einer neuen Sprache bei Null anzufangen. Wenn die Schule den entsprechenden Unterricht anbietet und du dir nicht gerade eine völlig exotische Sprache aussuchst, dann ist es zu schaffen.
Die Ausbildung setzt eigentlich an sich voraus, dass du Sprachkenntnisse besitust. Diese werden dann tatsächlich ausgebaut, setzen aber eben voraus, dass du betreffende Sprachen schon einigermaßen beherrschst. Frage einfach mal konkret bei Berufsschulen nach oder natürlich bei der IHK, die halten ja dann die Prüfungen ab.
Wer nicht weiß, ob er eine gewisse Begabung zum Sprachenlernen (und dann auch der jeweiligen Anwendung derselben) besitzt, sollte von solch einer Ausbildung die Finger lassen.

Dabei sollte auch beachtet werden, dass Englisch eine sehr leicht erlernbare Fremdsprache ist - bei Französisch und Spanisch z.B. wiederum kann es schnell frustrierend werden, wenn man ohne Vorkenntnisse und große Lernbereitschaft an die Sache herangeht.

Im Gegensatz zur englischen Sprache muss hier stets auch der Artikel (entspr. männlich oder weiblich) und die jeweiligen Pluralia auswendig gelernt werden, nicht zu vergessen, dass dabei auch die Konjunktion unterschiedlich zu erfolgen hat UND es grammatikalisch auch schwierig werden kann, Tempi bilden zu müssen, die es in der deutschen Sprache nicht gibt.

Wer nicht zumindest Grundkenntnisse der Sprache besitzt, sollte sich diese Ausbildung genau überlegen - das ist definitiv besser, als diese nach einigem Abmühen abzubrechen bzw. abbrechen zu müssen.