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Noch Fragen?

Lohnsteuerklasse 4 im Scheidungsjahr

Hallo zusammen,

ich wurde letztes Jahr im Oktober (2012) geschieden und hatte das ganze Jahr die Steuerklasse 4. Kann es dann sein, dass mich eine Nachzahlung erwartet?

Vorab schon mal danke für die Antworten!

MfG
Frage Nummer 78532
Antworten (13)
Nein. Falls keine Freibeträge eingetragen wurden bekommst du, je nach Werbungskosten, sogar was raus.
Ich komme hier mit dem Forum nicht ganz klar.. ich hoffe, man kann diesen Beitrag an der richtigen Stelle lesen :-)

Hallo @rayer,

danke für deine Antwort! Darf ich dich fragen, wie du zu dieser Einschätzung kommst? Ich dachte bei der Klasse 4 führt man zu wenig Steuern ab, so dass es sogar eher zu einer Nachzahlung kommt (Werbungskosten bzgl. Fahrtweg habe ich übrigens so gut wie keine).

Danke schon mal für deine Antwort!

LG
Wenn du hier nicht klar kommst, wundert mich das nicht. Trolle wie elfigy freuen sich über jeden, den sie wieder vertreiben können. Einfach nicht reagieren.
[br]
Der, der sich imho in Steuerfragen am besten auskennt, ist User ing793 (nichts für ungut, rayer). Ich denke, dass du dazu von ihm noch eine präzise Antwort bekommst.
Da wirst du ordentlich nachzahlen müssen. Eigentlich hättest du nach deiner Scheidung unverzüglich beim Finanzamt eine Änderung deiner Steuerklasse veranlassen müssen. Denke von vier auf eins, uiuiui
rayers Antwort war eben so kurz wie zutreffend.
Ich habe da nichts hinzuzufügen. (@wiki: vielen Dank für die Blumen...)
Außer vielleicht:
Scheidungskosten sind meines Wissens außergewöhnliche Belastungen.
Unterhaltszahlungen kann man absetzen, wenn der Partner zustimmt, diese zu versteuern (der hat i.d.R. einen niedrigeren Steuersatz, sonst würde er keinen Unterhalt bekommen).
Ausnahmsweise würde ich in diesem Jahr die Konsultation eines Steuerberaters empfehlen.
Nein, denn die Steuerklasse 4 ist Lohnsteuertechnisch wie die 1. Nur reiche keine Lohnsteuer ein, denn wenn Du was wieder bekommst, was der Fall sein könnte, musst Du deiner EX-Frau was davon abgeben.
@wat_nu. Ersten ist mir mal nicht klar ob Mann oder Frau, weiter nicht bekannt wer mehr verdient und eine Einkommenssteuererklärung wird angemahnt. Das kann zwar bis 3 Jahre dauern, kommt aber. Da habe ich meine Erfahrung gemacht. Es ist mir auch nicht klar, was die Sache mit dem Teilen / nicht teilen soll? Die Hälfte von irgendwas ist immer noch besser als die Hälfte von nichts.
Also ich zum einen: ich bin eine Frau :-) Alles andere ist etwas komplizierter... Mein Mann und ich lebten seit 2011 getrennt (hatten aber beide die Steuerklasse 4). Irgendwann gegen Ende 2011 hat er es mit den deutschen Behörden auf die Spitze getrieben und kam wegen Betrugs ins Gefängis - ergo: er hatte kein Einkommen. Nachdem die Bürokratie endlich ihren Lauf genommen hat, wurde meine Scheidung am 31.10.12 rechtskräftig und seit dem 1.1.13 habe ich die Steuerklasse 1. Und jetzt stellt sich mir eben die Frage, ob ich die Steuer machen soll oder nicht (ob jeder immer direkt angemahnt wird sei dahin gestellt - ich kenne Fälle, da haben manche noch nie ne Steuer abgegeben). Aber eigentlich will man als braver Bürger ja seiner Pflicht nachkommen ;-)
@ing. Jetzt wird die Sache wirklich kompliziert. Da kenne ich mich nicht aus. Mach dich mal schlau. Habe zwar das Gefühl die Dame, müsste Steuerklasse 3 sein, da braucht es aber einen der sich wirklich auskennt. Keine Ahnung wie sich das berechnet, wenn man verheiratet, einer im Knast ist und somit gilt man ja wieder als getrennt lebend.
Zur Fragestellerin. Du solltest dich wirklich schlaumachen. Steuerhilfe Verein wäre mal eine Anlaufstelle, weil, wenn du wirklich Steuerklasse 3 sein solltest, kommt richtig Geld auf dich zu. Da geht es nicht mehr um 100 Euro.
Oh nein, jetzt bringt ihr ja noch ne Steuerklasse ins Spiel ;-) Nein im ernst, ich bin euch dankbar, dass ihr mir so viele Tipps gebt. Evtl. werde ich wirklich professionelle Hilfe suchen. Jetzt bin ich nämlich echt überfordert: Steuerklasse 4 während wir zusammen waren und die 3 während der Trennung/Scheidung? Oh weh...
vergiss die Steuerklasse III, die Rayer erwähnt hat.
Nach meinem Verständnis wart Ihr in der Trennungsphase beide in Klasse 4, seit der Scheidung bist Du in Klasse I.
Dann kann Dir als abhängig Beschäftigte, deren Steuer vom Arbeitgeber direkt einbehalten wird, nichts passieren, denn Du zahlst dabei immer den bei Deinem Gehalt höchstmöglichen Satz.
Das hat auch zur Folge, dass Du nicht verpflichtet bist, eine Steuererklärung zu machen (es sei denn, Du hast unversteuerte Nebeneinnahmen in größerem Stil). Aber es lohnt sich in aller Regel, das zu tun.
Eher eine Rückzahlung.
Die Steuerklassen müssen geändert werden in dem Jahr nach der endgültigen Trennung. Hat es kurz vor der Scheidung noch einen Versöhnungsversuch gegeben ist damit die gemeinsame steuerliche Veranlagung auch noch bis zum Ende des Jahres der Scheidung möglich. Besondere Nachweise für den Versöhnungsversuch bedarf es nicht.
Allerdings bedeutet gemeinsame steuerliche Veranlagung auch gemeinsame Steuerschulden. Hat z.B. DeinE ExpartnerIn freiberuflich gearbeitet, so sind dafür ggf. Steuern nachzuzahlen, die das Finanzamt von beiden einfordern kann.
Im Jahr nach der Scheidung geht die günstigere gemeinsame Veranlagung dann aber nicht mehr.