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Noch Fragen?

Man sagt ja, dass Stottern bei Kindern noch zu tolerieren wäre. Bis zu welchen Alter gilt der Satz denn etwa?

Frage Nummer 13027
Antworten (5)
Hm, komische Frage. Tolerieren. Und dann, wenn das Kind ein bestimmtes Alter erreicht hat, wird es fürs Stottern bestraft, oder was? Normalerweise sollte ein Kind bei der Einschulung in der Lage sein, seine Muttersprache fliessend (und altersgerecht) zu sprechen. Aber wenn Sie sich Sorgen machen, dann sprechen Sie das Thema doch mal beim Kinderarzt an. Der sollte Ihnen verbindlich sagen können, was mit Ihrem Kind los ist. Und er kann wahrscheinlich sogar einen guten Logopäden in der Nähe empfehlen.
Wenn sich das Stottern noch vor der Pubertät legt, dann ist es noch im Rahmen, aber wenn das Kind schon ein Teenager oder eben älter als 12 ist sollte man doch noch mal einen Logopäden aufsuchen, der dann mit einer Sprachtherapie beginnt, ist in vielen Fällen auch sehr erfolgreich!
Hallo, also man sollte schon mal zum Logopäden gehen, wenn das Kind in einem Alter von ca fünf Jahren noch stottert. Generell gilt, lieber früher etwas unternehmen, als zu spät, da man dann relativ einfach noch Einfluss auf den Spracherwerb nehmen kann. Außerdem will man ihnen ja Hänseleien durch die Spielkameraden ersparen, das kann schnell zur seelischen Belastung werden.
Stottern ist eigentlich in keinem Alter zu tolerieren. Je eher man mit einer Therapie beginnt, desto höher sind die Chsncen, dass die Sprachstörung überwunden werden kann. Außerdem laufen die Kinder sonst Gefahr, gehänselt oder ausgegrenzt zu werden. Dann kommen mit der Zeit neben der Sprachstörung auch noch mangelndes Selbstvertrauen oder Unsicherheit hinzu.
Bei ca. 80% aller Kinder treten häuftig "physiologische Iterationen auf". Das heißt, dass Kinder Laute, Wörter und Satzteile wiederholen (z.B. beim Erzählen: "i-i-ich" oder "und und und" oder "ich war dann, ich war dann..."). Man sagt, dass die physiologischen Iterationen ca. bis zum 6. Lebensjahr noch "tolerierbar" sind. Stellen SIe sich vor, dass Kinder Sprache gerade neu für sich finden. Sind sie dann aufgeregt und möchten gerne ihren Rededrang äußern, kann es gut vorkommen, dass die Kinder sich wiederholen.
Ist das Sprechereignis allerdings angestrengt (=Blockierungen), so sollte man eine Logopädin aufsuchen, um sich beraten zu lassen, wie man als Eltern oder Umfeld reagiert bzw. um an dem Stottern zu arbeiten.
Natürlich empfehle ich nur ausgebildete Sprachtherapeuten oder Logopäden und nicht in Amsterdam ansässige Menschen mit non-existenter Ausbildung jeglicher Art, die behaupten, Stottern sei heilbar.