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Noch Fragen?

Mein Vater trinkt jeden Tag Alkohol. Er ist zwar nie richtigt betrunken, aber Sorgen mache ich mir schon. Was kann man denn da tun?

Frage Nummer 56101
Antworten (6)
Ich finde es gut, dass du dir Gedanken um die Gesundheit deines Vaters machst. Täglich Alkohol zu trinken ist auf Dauer sicher nicht gesund, aber es hängt auch von der Art des Alkohols ab und der Menge. Das tägliche Feierabendbier gehört bei vielen einfach dazu und dürfte auch zumeist harmlos bleiben. Wenn aber aus der Gewöhnung langsam eine Sucht wird, verbunden mit immer mehr Alkohol und/oder Umstieg auf harte Sachen, wird's bedenklich, vor allem, weil eine Sucht schleichend beginnt und vom Abhängigen verharmlost und abgestritten wird. Je länger, umso schwerer wird eine etwaige Therapie.
Sprich mit deinem Vater, aber in einer unverfänglichen Situation und sage ihm, dass du dir Gedanken machst, ohne Vorwürfe, Anklage oder Aggression. Das ginge schief!
Daß Zombies auch Väter haben, ist mir neu. Aber man lernt ja nie aus. Abgesehen davon. Es gibt im Internet viele Seiten, die man leicht ergoogeln kann, auf denen das Angehörigenproblem von Alkoholkonsumenten komepetent und intensiv zu beschrieben ist.
Als Zombie würde ich mich mit ihm hier anmelden.
Tjaja, das ist eine gute alte Frage, die zu beantworten man nicht müde wird. Vor allem in den Medien geht es ja immer mal wieder heiß her. Da heißt es zwar 30 Gramm Alkohol täglich wären vollkommen in Ordnung und nicht schädlich, allerdings ist es doch ziemlich merkwürdig, wenn man sich jeden Abend 30 Gramm abwiegt, um ja nicht die Höchstmenge zu überschreiten. Meiner Meinung nach ist jeder, der jeden Tag trinkt (egal wie viel) absolut Sucht gefährdet und sollte das einstellen.
War er denn schon einmal beim Arzt und hat seine Leberwerte checken lassen? Für meinen Cousin war das ja der "Aha-Effekt". Der Arzt bescheinigte ihm (32) die Leber eines 58-Jährigen und wenig Zeit, um das wieder gerade zu bügelnj und schwupps lebte er so gesund, wie sonst keiner meiner Familie.
Ja, das muss man alles differenziert sehen. Die Einen haben tatsächlich Angst vor dem eigenen Tod und verändern ihren Lebensstil nachhaltig, die Anderen haben tatsächlich psychische Probleme und kommen dadurch von allein nicht mehr aus dem Rausch heraus. Falls du noch andere Familienmitglieder hast, tausch dich mit ihnen darüber aus. Vielleicht sehen die es ja auch ganz genauso. Dann könnt ihr euch mit deinem Vater einmal ganz in Ruhe zusammensetzen und ihn mit euren Eindrücken konfrontieren. Auch wenn er das vielleicht zurückweisen wird, es könnte der Anlass für ein Überdenken der Situation sein, mit dem ihr ihm eventuell sein Leben rettet. Auf jeden Fall der erste Schritt.