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Noch Fragen?

Menschen 2. Klasse?

Hallo Freunde, was halten wir denn davon? Siehe Link.
MfG machine
Frage Nummer 71616
Antworten (9)
Ich habe nicht nur den Link gelesen, sondern mir auch die Broschüre des Jobcenters angeschaut. Hier wird wieder mal seitens der Presse mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Halbwahrheiten verbreitet. Skandal wo bist du, komm raus, sonst erfinden wir dich. Was ich da las, waren lauter vernünftige Spartipps. Ich trinke auch Leitungswasser, das ist nichts abwertendes. lt. der Broschüre soll man Steine in den Spülkasten legen, wenn man keine moderne Spülstopp Armatur hat. Das gleiche empfehlen auch Umweltratgeber. Was spricht dagegen, wenn HartzIV Empfänger auf dem Dachboden Wertgegenstände (alte Möbel) haben, die sie verkaufen können. Die Broschüre regt einfach zum Nachdenken an, wo man sparen könnte. Da haben viele Konsumverwöhnte schon Bedarf. Außerdem hat die Broschüre 106 Seiten und nur 6 Seiten davon sind Anregungen zum sparen. Man kann alles aufbauschen, ich finde nichts erniedrigendes.
Von Kirschwasser auf Leitungswasser ist natürlich hart. Schmeckt nicht jedem.
An Deutschem Leitungswasser ist absolut nichts auszusetzen! Es ist praktisch steril und enthält trotzdem nur sehr wenig Chlor (im internationalen Vergleich)!
[br]
Also so als Spartipp finde ich es eigentlich nicht besonders verwerflich!
Kritisch wirds erst, wenn die Menschen kein Geld, sondern fertige Fresspakete bekommen so wie die Flüchtlinge in Bayern!
Das geht imho gegen die Menschenwürde!
http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-32372/asylbewerber-in-bayern-selbstversuchs-teilnehmer-essenspakete-sind-schikane_aid_1044930.html
Zuerst wollte ich lospoltern.
Dann aber, auf den zweiten Gedanken, kam mir, dass es vielleicht garnicht so schlecht ist, H4 Beziehern Spartips zu geben.. Und die Tips sind auch nicht sooooooo schlecht.
Dass wir viel zu viel Fleisch essen ist auch richtig. 4 € für Essen und trinken am Tag sind ebenfalls relativ realistisch.
Auf den dritten Gedanken aber dachte ich.. für Einen... für Einen, nicht aber für eine drei oder vierköpfige Familie.
Was mir wirklich sauer aufstösst an solchen Broschüren oder Menschen die sie erstellen, ist der Ton in dem sie über H4'ler reden.
Zitat : #„Vielleicht müsst ihr euch nur daran gewöhnen.“'.
Sagte sie und drehte sich um, um die Erdbeerschalen auseinanderzupuhlen, weil sie will ja keine ''schlechten'' haben.
Da merkt man die Geisteshaltung dahinter.
Und wie ich die angehe,hat auch schon Amos zu lesen bekommen ;-)
Ich versuchte herauszufinden, woher du das mit den Erdbeerschalen hast Porter. Aber ich finde nichts in der Broschüre. Und die Frau, die die Einkaufstipps gibt, wurde von der neuen HartzIV Bezieherin darum gebeten, weil sie früher selbst HartzIV bezog und sich mit sparen auskennt. Ich finde in der kleinen Geschichte nicht die Geisteshaltung, die du jetzt interpretierst und auf die ich auch allergisch reagiere. Die Broschüre ist in einer sehr einfachen anschaulichen Sprache gehalten Das mag aber durchaus sinnvoll sein. "Vielleicht müsst ihr euch nur daran gewöhnen" empfinde ich nicht herablassend, eher als zureden, ohne bestimmend zu sein. Wenn sie gesagt hätte "Da müsst ihr euch daran gewöhnen" das wäre in die Armenecke gestellt gewesen. Die ganze Geschichte ist als Anregung gedacht, sich mit der neuen finanziellen Situation zu befassen und Wege zu suchen. Ich weiß auch nicht, wie du auf 4 Euro fürs Essen kommst.
So also dann klauben wir mal Worte auseinander.elfigy.
Das mit der Erdbeerschale stand NICHT in der Broschüre. Nirgends. Das habe ich hineininterpretiert. Ironie nennt sich das ( s.d.). Und glaube mir, ich kenne diesen spitzen Ton der Menschen die dabei meinen ---> IIIIch hab das ja so nicht nötig<--- Wortstellung hin oder her.
Leider lässt sich beim Erstellen eines Threads weder der Ton noch die Mimik mit einbeziehen. deshalb. S.O.
ZITAT Anfang : Es werden Erinnerungen wach an die Spartipps von Thilo Sarrazin. Der damalige Berliner Finanzsenator gab im Jahr 2008 Tipps, wie sich Hartz-IV-Empfänger für weniger als vier Euro pro Tag ernähren könnten.
ZITAT Ende !.
Zeile 42, Neuer Absatz, Beginn des Absatzes.
Der Ton macht die Musik.Wenn ich einer sozial schwachen Familie in einem heruntergekommenen Häuschen Tipps zur energetischen Sanierung gebe, mittels gehobelter Dachlatten Vorsatzfenster vor die einfachverglasten Fenster setze, nach aussen aufgehend wg. Lüftung, finde ich das absolut O.K. Die ganze Aktion widerspricht den Bauvorschriften, ist mir egal, den betreffenden Leuten auch, sie sparen eine Menge Heizkosten.
Den Zusammenhang zu Sarrazin hat aber dieser Pressebericht hergestellt. Und den sehe ich nicht. Meine Meinung zu dem Bericht habe ich in meinem ersten Beitrag schon geschrieben. Ich habe mir daraufhin ein eigenes Bild von der kritisierten Broschüre gemacht. Und ich sehe hilfreiche Informationen, als eine Art roter Faden dient die Geschichte mit dieser Familie. Die Geschichte ist zwar simpel und auch naiv , sie soll ja auch nur als Krücke für eine Art Chronologie herhalten. Ich habe die ganze Geschichte gelesen und nirgendwo etwas gefunden, was diese Aufregung darüber rechtfertigt. Und die Presse hat sich da auch nicht mit Ruhm bekleckert, wie schon oft. Die Ausführungen von Thilo Sarrazin sehe ich hingegen ganz anders. Die Aussagen dieses Menschen und diese Jobcenterbroschüre kann man meiner Meinung nach nicht vergleichen und schon gar nicht durcheinander bewerten.
@Porter, und mit der Ironie mit den Erdbeerschalen hast du aus einem neutralen, harmlosen Satz, der zudem mit dem Wort "vielleicht" auch eine andere Meinung ausdrücklich gelten lässt, genau das gemacht, was hier die Kritiker und die Presse getan haben. Du hast einen anderen Ton reingebracht. Den Satz in eine Ecke gestellt, aus der er meinem Empfinden nach, nicht kam. Ich sehe das so wie Musca schreibt. Der Ton macht die Musik. Und der Ton in der Broschüre ist ok. Der Wille zu sparen geht hier von der Familie selbst aus und es wird ihnen nicht der erhobene Zeigefinger vorgehalten. Ich weiß, was du mit diesem "spitzen Ton" meinst. Ich kenne noch viel schlimmere Aussagen, als nur den Ton. Aber ich weiß auch, dass man besonders jüngeren Menschen oft helfen muß, weil sie nicht wissen, wo sie sparen können. Sogar kochen ohne teure Fertigprodukte muß man manchen Männern und Frauen erst beibringen.