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Gast

Mobbing durch Arbeitgeber, auch Lohnfortzahlungsverweigerung, so unerträglich, darum Eigenkündigung, nun trotzdem hohe Abfindungsforderung...

Mir wurden von meinem Ex-Arbeitgeber vorsätzlich Arbeiten gegen meine "Arbeitsgesundheit" bzw. zu meinem finanziellen Nachteil "angeboten". Ich habe einen Grad der Behinderung (GdB) von 40% und bin von amtswegen einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt und war die letzten 7 Wochen vor meiner Eigenkündigung zum 07.04.2019 wegen Arbeitgebermobbing krankgeschrieben.
Es wurde mir auch vom zuständigen Integrationsamt Potsdam in keiner Weise geholfen u.a. wollte ich vom Arbeitgeber gekündigt werden und nicht umgekehrt, wegen auch rechtmäßiger Abfindungsforderungen meinerseits. Diese Abfindungsforderungen bleiben nun so auch wegen vorsätzlichem Arbeitgebermobbing, Ungleichbehandlung und Diskriminierung in voller Höhe bestehen, wie auch, so von der TK (Kasse) bestätigt, noch ausstehende, überfällige Entgeltzahlungen/Lohnfortzahlungen für 5 Wochen, anrechenbar der gesamte Monat März 2019 und die 1.Aprilwoche.
Ich kann jede erdenkliche Hilfe gegen diesen unsozialen, unseriösen Arbeitgeber gebrauchen, muss wohl meine Rechte auf dem Klageweg einfordern.
Seit dem 08./09. April habe ich eine neue Anstellung gefunden, sonst wäre ich, Jahrgang 1957 gezwungen gewesen Arbeitslosengeld 1 zu beantragen und dies bei Eigenkündigung u.U. mit Nachteilen für mich, trotz Mobbing als Kündigungsgrund.
Frage Nummer 3000120485
Antworten (5)
... und du erzählst uns das warum?

Wenn du hoffst irgendeinen tränenrührenden Beitrag bei Stern TV zu erhalten, dann musst du dass auch denen und nicht hier schreiben.
Ich hoffe für Sie, dass Sie die Vorwürfe auch bewiesen können!

Mobbing am Arbeitsplatz

Heinz Leymann: Mobbing – Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann. Rowohlt, Hamburg 1993, ISBN 3-499-13351-2.


Martin Wolmerath: Mobbing. Rechtshandbuch für die Praxis, 4. Aufl., Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2013, ISBN 978-3-8329-7763-4
So unangenehm die Situation beim alten Arbeitgeber war - auf welcher Basis soll es irgendwelche Ansprüche auf eine Abfindung geben?
Erstens gibt es m. W. sowieso keinerlei "Recht" auf eine Abfindung. Wenn es einen gerichtsfesten Kündigungsgrund gibt oder der AN nicht dem Kündigungsschutz unterliegt, dann kündigt der AG ohne Abfindung. Wenn der AN kündigt, dann gibt es ohnehin nichts.
Zweitens soll die Abfindung finanzielle Nachteile ausgleichen. Durch den sofortigen Anschlussjob gibt es aber keine.

Rechtlich vorgehen wirst du müssen, als nicht-Profi würde ich an Stelle des AG dein Ansinnen auslachen. So ungern ich den Rat gebe : lass Dich vom Anwalt beraten und sei nicht überrascht, wenn Abfindung nicht geht. Vielleicht geht ja Schmerzensgeld.
Die Beweislage ist schwierig, allerdings besteht tatsächlich ein Anspruch Schadenersatz und Schmerzensgeld besonders bei degradierendem Vorgehen durch den Arbeitgeber. Schalte einen Anwalt ein und lass Dich beraten.
Suchen Sie sich am besten einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Anwalt, der kann am besten etwas darüber sagen, ob und welche bestehen.
In jedem Fall viel Erfolg!