User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Gast

Möchte meine Wohnung vermieten für Euro 450 kalt

Möchte ein haus kaufen und man empfiehlt mir die schon fast bezahlte Wohnung auf zustocken um steuerrechtliche Vorteile zu haben, richtig? Danke im voraus für eure Antworten Gruß sd
Frage Nummer 3000031316
Antworten (4)
Das ist richtig. Du kannst Zinsen für eine vermietete Wohnung von der Steuer absetzen. Ausserdem Abschreibung geltend machen. Im besten Fall kommen Verluste aus Vermietung und Verpachtung raus.
Das ist natürlich für dich nur interessant, wenn du dir die Bedienung deines Hauskredites leisten kannst, ohne daß du den Verkaufserlös deiner Wohnung als Eigenkapital für den Hauskauf brauchst. In dieser Niedrigzinsphase würde ich das machen.
da sollte man ein wenig vorsichtig sein.
Ein Bekannter von mir war in der gleichen Situation: Haus gekauft, fast abbezahlte Wohnung sollte verkauft werden - damals fand sich kein Käufer für den Preis den er brauchte/wollte.
Daraufhin hat er die Wohnung vermietet und einen weiteren Kredit für das Haus aufgenommen. Auf meine Frage, warum er nicht das Kapital aus der Wohnung herauszieht und für das Haus verwendet, antwortete er mir, das laufe unter dem Begriff "missbräuchliche Steuergestaltung" und als Mitarbeiter beim Finanzamt könne ihn das den Job kosten.
Ich würde auf jeden Fall die rechtliche Situation noch einmal eruieren.
Ich vermute, das FA wird das nicht bemerken.
Wenn der Gast die Wohnung belastet, bevor er sie Vermietet und danach erst Mieteinnahmen anzeigt und Schuldzinsen geltend macht dürften keine Fragen kommen. Ich kenne Fälle, in denen das nicht beanstandet wurde. Aber Rechtssicherheit würde ein Beratung mit einem Steuerberater bringen. Evtl. kann man sogar mit dem FA darüber verhandeln.
Theoretisch könnte der Gast nämlich auch die ETW verkaufen, das Geld zum Hausbau verwenden, eine neue ETW auf Kredit kaufen und dann vollkommen rechtmäßig die Zinsen geltend machen.
Das gleiche Ergebnis, nur daß jede Menge Nebenkosten anfallen würden, die aber auch wieder geltend gemacht werden können.
@Elfi: ich habe damals auch nicht genau verstanden, was daran "missbräuchlich" sein soll.
Aber da es von jemandem "direkt an der Quelle" kam, will ich es nicht einfach ignorieren.
Wo kein Kläger, da kein Richter, und selbst wenn es missbräuchlich wäre, müsste man es ja erst mal entdecken, das Risiko wäre ggfs. tolerabel. Man sollte aber einfach die Regeln kennen, bevor man sie ignoriert.