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Gast

Muß ich für meine Mutter zahlen

Meine Mutter ist in einem Altenheim. Sie ist fast Blind(sieht sehr schlecht ) bekommt aber keine Pflegestufe. Ihre Rente reicht nicht aus und jetzt wollen die von mir eine Selbstauskunft über mein Vermögen. was muß ich beachten
Frage Nummer 3000013660
Antworten (14)
Gast
Sie haben jetzt die wundervoller Gelegenheit, ihrer liebenden Mutter, die Sie ihnen entgegengebrachte die Fürsorge und Liebe zurückzugeben.
Geben Sie eine wahrheitsgetreue Selbstauskunft!
Alles Gute für die Frau Mama.
Daß bei fast völliger Blindheit keine Pflegestufe zuerkannt wurde, überrascht mich. Nachfragen und klären.
Sie müssen beachten, dass sie nichts verschweigen. Unwahre Angaben werden konsequent und streng bestraft.
Amos, wenn die Mutter keine Pflege braucht, weil sie alleine mit der Hygiene klarkommt und selbstständig Essen kann, bekommt sie keine Pflegestufe
Als langjähriger ehemaliger Gutachter des MDK Witten, Dortmund und Hagen kann ich Deiner Meinung nicht zustimmen. Die Kriterien zur Einstufung in Pflegekategorien sind mir bekannt.
Musst du für deine Mutter zahlen? Mal ehrlich, ja, oder sollen wir das für dich tun? Warum, wenn du es kannst?
Eine Pflegestufe bekommt man, wenn der tägliche Pflegebedarf 90 min beträgt. Das habe ich mehrfach schriftlich vom MD. Blindheit gehört nicht dazu.
Gast
ja. Oder erwarten sie von mir, daß ich zahle.
Beachten müssen sie, daß der/die BearbeiterIn beim Sozialamt sich nicht verrechnet. Aber über das sogenannte Schonvermögen wie selbstgenutztes Wohneigentum usw. läßt sich vortrefflich googeln.
Auch ihrer Mutter steht ein bestimmtes Schonvermögen zu.

Das mit dem fast Blind erinnert mich an eine Bekannten von dem alle überzeugt waren, daß er so gut wie nichts mehr höhrt - aber wie beim "verkauften Großvater".
@dorfdepp: Blindheit ist kein Kriterium, aber die daraus entstehende Pflegebedürftigkeit. Und es wäre gelacht, wenn ich seinerzeit bei meinen Gutachten nicht mindestens 90 Minuten/Tag anerkannt hätte.
Leider ist nicht klar, wer die Selbstauskunft verlangt - das Heim oder das kostentragende Sozialamt?!? Dieses hat das Recht dazu, eine Beteiligung an den Pflegekosten beinhaltet aber einen relativ hohen Selbstbehalt, für Alleinstehende ca. 1450 € mtl.
Bzgl. der Pflegestufe ist zu sagen, dass Blindheit nicht automatisch Pflegebedürftigkeit im Sinne der PV bedeutet. Hier muss zunächst geprüft werden, ob Blindengeld nach den Kriterien des jeweiligen Bundeslandes beantragt werden kann (Auskunft gibt das Sozialamt, das für die Gewährung von "Hilfe zur Pflege" zuständig ist). Sollte ihre Mutter Blindengeld bekommen, würde dieses ohnehin mit Leistungen aus der Pflegeversicherung verrechnet.
Also: BEVOR Sie eine Selbstauskunft geben, informieren Sie sich erst mal über die RECHTE, die Ihnen zustehen - auf Ihre PFLICHTEN macht Sie die Behörde dann schon aufmerksam!!! Viel Glück!
@ Amos
Das müssen noch goldene Zeiten gewesen sein. Heute wird um jede Minute und um jeden Cent gefuchst, ich habe das ja durch.
@dorfdepp:

1. Ich war selbständiger Gutachter, also weder beim MDK angestellt noch ihm verpflichtet.
2. Von meinen 25 Gutachten/Woche wurden ca. 10% nicht genehmigt bzw. erneut vorgelegt.
3. Ob sich Gutachter und Verfahren seitdem wesentlich geändert haben, kann ich nicht beurteilen.
@ Amos
Ja. Glaube ich. Aber heute sieht es leider etwas anders aus. Meine Mutter habe ich nach einem Unfall, nach dem sie nicht mehr in ihrer schönen großen Wohung wohnen konnte, zu mir genommen, den Platz habe ich. Dann wurde sie dement und pflegebedürftig, drei Anträge auf Pflegestufe habe ich gestellt, drei Gutacher kamen. Ergebnis: Der tägliche Pflegebedarf von 90 min wird nicht erreicht. Jetzt ist sie im Pflegeheim, weil sie eine 24-Std-Betreuung braucht, die ich nicht leisten kann, aber die Pflegeversicherung ist störrisch. Vorher hatten wir einen Pflegedienst privat bezahlt, der 3x wöchentlich zum Waschen kam.
Ich bin nicht der Meinung, dass die Allgemeinheit für persönliche Pflegefälle einstehen muss, wir haben das bisher auch nicht so gehandhabt, aber wenn es schon eine Pflegeplichtversicherung gibt, in die jeder Arbeitnehmer einzahlen muss, muss man die bei Bedarf auch in Anspruch nehmen können.
Das finde ich sehr bedauerlich. Aber vielleicht ändert sich etwas im Rahmen der Pflegereform zu 5 Stufen und vermehrter Berücksichtigung von Altersdemenz oder Alzheimer. Ich bin nicht mehr tätig und deswegen mit den aktuellen Entwicklungen nur begrenzt konfrontiert.
Die wahrscheinlichkeit,dass du für deine Mutter bezahlen musst ist nicht hoch. Ich würde mich an den DKV wenden,das ist ein Verein,und diesen Fragen was sein muss und was nicht.
Wenn jemand in ein Heim muß, weil die Pflege selbst nicht mehr geleistet werden kann, bezweifele ich, dass da keine Pflegestufe gefunden werden kann,dass bedeutet aber dann, dass evt. zu einer Klage kommen kann.Und auch kommen muss!
Zu allen die meinen wer zahlen kann muss zahlen: Wer Pflegebedürftige und Kinder hat,kann von Kosten auch zerrieben werden. Da frage ich mich ernsthaft,wieso die Pflegeversicherung nicht zahlen soll.
Die Gutachter zur Feststellung einer Pflegeversicherung, machen nicht das Beste für den Pflegebedürftigen, sondern das Beste für die Kasse! Wer eine Klage nicht zahlen kann, dem wird die Klage bezahlt! Die Kassen haben Millionen im Überschuss, was sie so gesetzesmäßig gar nicht dürfen....und lassen Menschen hängen! Ein Blinder braucht logischerweise Pflege, schon weil er älter ist. Wir pflegen selbst einen Blinden mit Pflegestufe, wir sehen es doch!!