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Noch Fragen?

Muss man einen Lebenslauf ausführlich schreiben, wenn man sich per Mail bewirbt? Wie macht ihr das?

Frage Nummer 21503
Antworten (16)
Warum glauben Leute, dass sie sich für eine online-Bewerbung weniger Mühe machen müssen als für eine ausgedruckte? Eine Bewerbung ist in JEDER Form Werbung in eigener Sache, ist eine Probe der eigenen Arbeitsfähigkeit und Motivation.
Um Deine Fage zu beantworten: Du MUSST es natürlich nicht, aber der potentielle Chef MUSS Dich ja auch nicht einstellen. Wenn Du die Stelle wirklich haben willst, solltest Du Dir Mühe geben. Da draußen sitzen gefühlte 200 Leute, die auf den gleichen Job aus sind. Die musst Du mit Deiner Bewerbung ausstechen. Deine Bwerbung muss also besser sein als die der anderen. Und das geht nicht ohne Mühe...
(Fortsetzung folgt!)
Fortsetzung:
Ich habe täglich mit Arbeitslosen zu tun, die sich bewerben sollen. die sind oft gefrustet, weil sie schon so viele Bewerbungen geschrieben haben und immer nur Absagen kamen. dabei sind die Leute motiviert und können etwas und wollen arbeiten! In aller Regel sind ihre Unterlagen aber so "daneben", dass alleine deswegen nichts passiert. Wenn diese vernünftig aufbereitet werden, vergrößern sich die Chancen ganz gewaltig!
Mit Deinem Anschreiben und Deinem Lebenslauf musst Du zwei Fragenkomplexe beantworten:
(Fortsetzung folgt...)
Fortsetzung:
1) Warum bewirbst Du Dich bei DIESER Firma? Warum willst Du ausgerechnet dort arbeiten?
2) Warum soll der Chef ausgerechnet DICH einstellen? Welche Ausbilung, welche Erfahrung bringst Du mit, die von Nutzen für die Firma ist?

Diese beiden Dinge MUSST du beantworten, wenn Du die Stelle wirklich willst.
Und dazu gehört Mühe. Die Bwerbung muss zur Stelle passen, ein Serienbrief ist nicht ausreichend. An einer solchen Bewerbung kann man auch mal zwei Tage lang brüten. Das ist einfach so. Wenn Du nicht bereit bist, dir diese Mühe zu machen, dann fang gar nicht erst an.
Klingt hart, das weiß ich, aber das sage ich meinen Leuten hier jeden Tag. und der Erfolg spricht für sich.
Zur hervorragenden Antwort von hphersel kann man eigentlich nicht mehr viel ergänzen. Für eine Onlinebewerbung solltest du Lebenslauf und Zeugnisse formschön in eine PDF-Datei packen (dafür gibt es kostenlose Software, z.B. OpenOffice oder Scribus). Achte darauf, dass die Datei möglichst unter 5 MByte groß bleibt. Dann schreibst du ein persönliches Anschreiben als E-Mail mit dem PDF im Anhang. Schicke Bewerbungen niemals an allgemeine E-Mailadressen (wie info@...). Wenn du nur eine solche Adresse hast, frage dort vorher nach einem Ansprechpartner, dem du die Bewerbung zukommen lassen kannst.
Auch wenn Hphersel generell Recht hat, ich bin nicht der Meinung, dass ein AUSFÜHRLICHER Lebenslauf zwangsläufig in eine Bewerbung per Mail gehört (denn DARUM dreht sich ja die Frage, und nicht, ob man sich Mühe machen soll oder nicht!). Ein AUSFÜHRLICHER Lebenslauf formuliert in ganzen Sätzen, womit Sie sich früher beschäftigt haben etc und ist nur in bestimmten Berufsgruppen von Belang, dann auch oft in handschriftlicher Form (was wohl der Mailbewerbung etwas entgegensteht).
Viele Persolnaler/Personalchefs haben schlicht keine Zeit, sich mit einem sog. ausführlichen Lebenslauf zu befassen und ziehen den tabellarischen vor! Sie können nämlich auch übergangen werden bei der engeren Auswahl, WEIL Sie zu viel "labern". Daher meine MEINUNG (bin kein Profi!): Grundsätzlich tabellarischen (gut aussehenden und gut geordneten!!) Lebenslauf bei (Mail-)Bewerbungen beilegen. Einen ausführlichen Lebenslauf NUR auf expliziten Wunsch des Arbeitgebers zufügen! Viel Erfolg!
Vielleicht ist dies eine Entscheidungshilfe für Sie, NIco Brandt!
@ hphersel: Haben Sie privat mit Arbeitslosen zu tun? Oder gar beruflich? Wenn letzteres zutrifft und Sie so Ihren Lebensunterhalt sichern, sollten Sie sich besser informieren, was die einzelnen Formen des Lebenslaufs sind und wofür sie gebraucht bzw. notwendig sind. Ein knapper, tabellarischer Lebenslauf hat NICHTS mit Schludrigkeit oder Faulheit zu tun! Die Frage oben auch nicht. Schöne Grüsse!
Nein, hp hat recht.
Die Frage war definitiv nicht so formuliert, dass erkenntlich die formalen Unterschiede zwischen ausführlichem Lebenslauf und tabellarischem Lebenslauf im Zusammenhang mit einer EMail-Bewerbung thematisiert werden mussten....

Übrigens: Zumindest mir würde es keine Problemem bereiten, einer EMail einen "handschriftlichen" Lebenslauf beizufügen.
Liebe Sininen,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich arbeite ehrenamtlich und meine Erfolgsquote spricht für sich. Das nur zu meinen Qualifikationen...
Sie haben mit den Unterschieden zwischen den verschiedenen Formen eines Lebenslaufes völlig Recht, und ich habe auch an keiner Stelle gesagt, dass ein Lebenslauf stets auführlich geschrieben werden MUSS. Die Form (tabellarisch oder nicht) ist in aller Regel durch die Forderung aus der Sterllenanzeige ersichtlich und daher vorgegeben. Natürlich muss auch die Individualität , die Persönlichkeit des Verfassers aus dem Lebenslauf hervorgehen, wodurch in der Gestaltung viele Möglichkeiten offenstehen. Mir ging es in meiner Antwort lediglich darum, klarzustellen, dass in eine Bewerbung tatsächlich Arbeit und Mühe gehört, dass eine Bwerbung sich positiv von der Masse abheben muss, um Erfolgschancen haben zu können.

Fortsetzung...
Fortsetzung:

Ich mag schon die Fragestellung nicht, und zwar aus folgendem Grund:

Die Formulierung "Muss man..." des Fragestellers impliziert einen Druck von aussen, eine nicht freiwillig abzuliefernde Leistung, neudeutsch: "Da habe ich aber keinen Bock drauf!" - Somit ist die Saat der Erfolglosigkeit bereits im Anfang gelegt. Es geht gar nicht um "Ich muss.." - es geht um um die Einstellung: "Ich WILL mir Mühe geben!" -Das Motto lautet: "Schuldere nicht, gib Dir Mühe und geb dem potentiellen Chef, was er will und was er braucht, um sich ein möglichst ausführliches und GUTES Bild von Dir machen zu können..." - dann klappt's auch mit der Einladung zu einem Gespräch. Und was dort passiert, ist wieder eine andere Frage. Aber vom Bewerber nicht ernst und wichtig genommene, geschluderte oder nicht formgerechte Bewerbungsunterlagen verhageln einfach auch bei sehr guter Qualifikation alle Chancen...
Lieber hphesel, mir ist klar, wie Ihre Antwort gemeint ist, und ich habe Ihnen formal bereits oben Recht gegeben! Allerdings, das geht aus Ihrem späteren Kommentar hervor, argumentieren Sie emotinal, denn Sie INTERPRETIEREN den Satz. Was ich daran bemängele ist, dass Sie dem Fragesteller eine Haltung unterstellen, die ich zum Beispiel hier gar nicht sehe. Die Frage ist, ob man dazu verpflichtet ist ("Muss man" = "Ist man verpflichtet, einen ausführlichen...etc..."), einen solchen Lebenslauf mitzuschicken oder nicht. Die sachliche Antwort müsste also heissen: "Unter Umständen ja, aber nicht unbedingt" (siehe Link oben).
Wenn Sie, lieber hphesel mit Arbeitslosen arbeiten und ihnen bei solchen Formulierungen gleich Faulheit unterstellen sollen Sie vielleicht Ihre Emotionalität in dieser Hinsicht mal unter die Lupe nehmen. Ich lese die obige Frage schlicht und einfach als Anfrage nach Information über eine bestimmte Bewerbungsform. Ich kann beim besten Willen keinen Beleg für Faulheit oder Abgeneigtheit finden. Im Gegenteil, Herr Brandt scheint sich ja informieren zu wollen. Das letzte, was Arbeitslose übrigens brauchen sind Leute, die Ihnen Laschheit und Unwillen vorwerfen, nur weil sie Fragen stellen. Ausserdem wissen wir gar nicht ob Nico Brandt arbeitslos ist. Vielleicht will er nur nen neuen Job oder sich eine Ausbildungsstelle angeln?
Eine Online Bewerbung sollte auf keinen Fall so so ausführlich sein wie eine schriftliche Bewerbung.
Hier ein paar Tips:

http://www.n-tv.de/ratgeber/Bewerben-in-Etappen-article2333581.html

http://www.n-tv.de/ticker/Beruf/Online-Bewerbung-Anhang-darf-nicht-zu-gross-sein-article3674541.html
Bei einer Bewerbung per Mail sollte man Dokumente wie den Lebenslauf als Anhang beifügen. Als Richtlinie würde ich sagen, dass 1-2 Din-A4-Seiten im Rahmen sind. Viel wichtiger ist aber, dass der Lebenslauf nur die wirklich relevanten Aspekte ernthält. Also lieber kürzer, aber dafür stimmig!
Ein Lebenslauf bleibt ein Lebenslauf, egal ob er per Mail oder aber auf dem Postweg zugestellt wird. Er ist deine allererste Visitenkarte, die du in dieser Firma abgibst und deshalb sollte er ausführlich, informativ und völlig korrekt verfasst werden.
Ein Lebenslauf sollte dem potenziellen Arbeitgeber vor allem einen schnellen Überblick über das bisherige Berufsleben verschaffen, sollte also nicht zu lang sein, maximal zwei DIN-A4-Seiten. Bei einer E-Mail hänge ich den Lebenslauf immer als pdf-Datei an.