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Noch Fragen?

Gast

Nach dem ganzen Spektakel im Vatikan, ist Religion an sich noch zeitgemäß in einer aufgeklärten Welt ?

Werden die Leute nicht einfach nur auf den Arm genommen von einer kirchlichen Spezie, die widerstandsunfähige und unselbständig, unlogisch denkende Menschen seit Jahrhunderten ausbeuten ?
Was ist Ihre Meinung ?
Frage Nummer 58027
Antworten (11)
Worin besteht die Ausbeutung?
Ja. Einfach mal Ronald Dworkin lesen.
Den Wunsch nach Spiritualität hat es in jeder Kultur zu jeder Zeit gegeben. Das die kath. Kirche aus ihrer Historie heraus versuchte, mit Hilfe dieses Bedürfnisses Profit und Macht zu erlangen, scheint mir eindeutig. Aber ich wehre mich gegen die Aussage, dass gläubige Menschen widerstandsunfähig, unselbstständig oder unlogisch sind.
Hinter all dem steckt die eine Frage, warum wir hier sind. Und da hat die Kirche eben die beste aller Lügen parat: Lass dich hier quälen, dann kommst du ins Paradies.
Das machen sich dann Machthaber in aller - eben doch nicht voll aufgeklärten - Welt mit Priesterhilfe zu Nutze.
@Starmax: deine Aussage trifft auf viele Jahrhunderte zu(lass dich quälen, das Paradies winkt), ist aber heute nicht mehr aktuell. Trotzdem gibt es das Bedürfniss nach Spiritualität. Ich sehe es mit großer Freude, dass der kath. Kirche immer mehr Leute abtrünnig werden, wegen der verkrusteten Strukturen. Aber dennoch haben diese ein Bedürfniss nach Spiritualität.
Irrtum,Musca. Selbst hier im aufgeklärten Europa ist die Zahl einfacher, gläubiger Einfaltspinsel erschreckend hoch. Und da sind noch alte reuige Heimkehrer, die ihr Zusammengerafftes der Kirche vermachen. Man weiß ja nie, ob nicht doch...
Die Ausbeutung in Deutschland besteht zum Einen in der staatlich erhobenen Kirchensteuer, dann in der staatlichen Voll-Finanzierung fast aller sozialenkirchlichen Einrichtungen - und in den seltsam diskret seit Jahrhundeten geleisteten Ausgleichszahlungen der Länder für angeblich vor langer Zeit enteignetes Land. Unddas für den größten Grundeigentümer hierzulande!
Ich sag dazu Pfründe.
Obwohl ich Atheistin bin, sehe ich viele Menschen in ihrer Religion gut aufgehoben. Manche Leute brauchen einen Glauben an ein Leben im Jenseits, weil sie mit der Endlichkeit ihres Daseins nicht zurecht kommen. Oder weil ihnen die Stärke fehlt, (und daran sind sie nicht schuld) Schicksalsschläge anders zu verarbeiten als mit dem Glauben an Gottes Willen. Ich sehe jetzt mal Religion als der Glaube an sich und die Kirche mit ihren Machenschaften als zwei paar Stiefel an.
Warum ist man ein Einfaltspinsel, wenn man gläubig ist? Der Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Zumindest nicht ohne entsprechende Erläuterungen.
Amos, meine Erläuterung steht zwei Beiträge über deinem.
Im übrigen war deine Frage rabulistisch, denn ich habe nicht Gläubigkeit allgemein als einfältig bezeichnet, sondern den Glauben an den Papst als Stellvertreter Gottes etc.und den Kirchenpomp eine hochkriminellen, mafiösen Vereinigung.
Auch ich glaube buddhistisch-taoistisch an ein "höheres Wesen" - und an den Spruch: "Der liebe Gott ist ganz in Ordnung - aber das Bodenpersonal kannste vegessen!"
Ich denke, Religion ist prinzipiell nicht schlechtes und kann den Menschen helfen. Nur hört es bei Fanatismus auf und wenn dafür Unsummen einkassiert werden. Die Menschen sollten einfach viel stärker reflektieren. ich geb die Hoffnung nicht auf, dass sich in einigen Gesellschaften noch ein bisschen was ändern wird.