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Noch Fragen?

Gast

Nachbarin parkt ihr Auto so, dass ich mein Grundstück nicht mehr nutzen kann

Wir wohnen in einer Anlieger (Privatstraße) mit von unserem Grundstück direktem Zugang zur Straße, sodass ich hier eigentlich schön mein Auto parken könnte... Wenn ich die Rechnung nicht ohne eine Nachbarin gemacht hätte, die in einem Haus weiter hinten in der Straße wohnt. Sie stellt ihr Fahrzeug so ab, dass wenn ich mein Auto auf mein Grundstück stellen würde niemand mehr aus der Straße rausfahren kann... Mehrfach haben wir sie angesprochen und auch schriftlich aufgefordert dort nicht mehr zu parken. Interessiert sie aber nicht sondern wir bekommen noch einen blöden Kommentar an den Kopf geworfen. Was können wir noch tun?!?
Frage Nummer 3000114371
Antworten (26)
Da Deine Nachbarin weiter hinten wohnt, wäre sie doch betroffen und kommt nicht mehr durch / raus. Das würde ich mal testen.
Äh ... müssen die anderen Fahrer denn über dein Grundstück fahren, wenn deine Nachbarin so parkt?

Ach ich vergaß, Gast, kann nicht antworten.
Wenn dort Parkverbot ist dann die Polizei anrufen, wenn nicht dann Klappe halten und die Nachbarin schön grüßen!
Die Beschreibung des Problems ist etwas dürftig. Was hat Dein Grundstück mit der Straße zu tun? Führt die Straße über Dein Grundstück? Wohl eher nicht.

Die Ausfahrt aus Deinem Grundstück muss natürlich frei gehalten werden. Dafür gibt es sogar Schilder mit einem Abschleppwagen drauf.
Privatstraße
Na und? Behinderung ist Nötigung. Auch auf einer Privatstraße, die ja doch irgendwie öffentlich ist, nur nicht für alle, sondern allein für die Anlieger.
@Deho
Ich hatte den Hinweis gegeben, da man anfing sich Gedanken zu machen in Sache Beschilderung und Polizei rufen. Bei einer Privatstraße ist das schwierig. Du kannst zwar Schilder aufhängen, die Staatsgewalt kann aber nichts durchsetzen. Die Beschreibung des Sachverhalts gibt auch wenig her und damit sind wir in der Spekulation.
Jau. Aber wem gehört denn die Privatstraße? Ein ähnliches Problem habe ich selbst (ohne Behinderung, aber mit Nachteilen), ist nicht primär, aber eine Lösung ist mir nicht eingefallen. Mit den Nachbarn reden? Habe ich versucht, aber die sind hartleibig.
Man könnte für eine Weile ein weiteres Auto ins Spiel bringen...
Werkstatt (meine könnte ich bestimmt fragen) oder Kumpels, Familie, Mietwagen... was auch immer...

Dann den Platz damit besetzen wenn die Nachbarin unterwegs ist...

Und dann mal schauen ein paar Tage wie sich die Sache entwickelt...

Bestimmt ne spannende Abwechslung!
Ich sagte schon, die Schilderung des Sachverhalts gibt zu wenig her. Ist die Nachbarin, die seltsam parkt, der Fragesteller oder sonst wer der Eigentümer. Was bedeutet Auto auf mein Grundstück stellen? Ist die Hälfte der Straße eventuell schon Grundstück? Du kannst hier endlos weitermachen. Es fehlen einfach jede Menge Angaben.
Fremdes Auto auf privatem Grundstück? Abschleppdienst und gut ist. Muss man zwar vorfinanzieren, die Kohle bekommst Du, wenn die Karre ein paar Stunden steht, sicher zurück und Du parkst niemals mehr auf fremdem Grund.
anstatt sie schriftlich "aufzufordern" solltet Ihr das Gespräch suchen.

Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Neu zugezogen in ein Wohngebiet, am Straßenrand geparkt, noch nicht ganz aus dem Auto heraus, schon kommt der lokale Grundstücksinhaber rausgerannt, ich könne hier nicht parken.
Sowas habe ich ja sofort gefressen, eine öffentliche Straße und der Tuppes will mir vorschreiben, wann ich wie zu parken hätte. Der blöde Kommentar war schon auf dem Weg zur Zunge, da habe ich kurz innegehalten und ruhig gefragt, was denn dagegen spräche.
Es stellte sich heraus, dass er am nächsten Tag eine größere Menge an Gästen erwartete für eine Kommunion, und das Parkplatzangebot sei ja nun dürftig und... und... - kurz, eine temporäre Angelegenheit und aktuell dünne Nerven. Nachdem ich ihn beruhigen konnte, am nächsten morgen früh zur Arbeit zu müssen und generell eher in meiner Garage parken zu wollen, die aber derzeit vom Umzugsgut blockiert sei, wurden wir beste Nachbarn.
Zumindest streiten wir uns nicht, selbst dann nicht, wenn ich heute noch mal vor seinem Zaun stehe.
anders ausgedrückt:
DU(!) möchstest etwas.
Also sei höflich, freundlich und bitte(!) darum, darüber nachzudenken, einen anderen Platz zu suchen.
Vielleicht kann man im Gegenzug etwas anbieten, vielleicht passen beide Autos nebeneinander, vielleicht "wer weiß".

Sobald Du klar zu verstehen gibst, dass der andere grundsätzlich das Recht hat, etwas zu tun, ist der eventuell bereit, auf dieses Recht zu verzichten.
Nicht, weil er es muss.
Sondern weil er es will.
https://www.rechtsindex.de/verkehrsrecht/6319-hofeinfahrt-durch-ein-anderes-fahrzeug-versperrt-fahrzeug-einfach-wegschieben

aus der Begründung des Urteils
Der Kläger störte den Beklagten durch die Verhinderung der Zufahrt in dessen Besitzrecht an seiner Garage und war deswegen zur Beendigung der Störung verpflichtet. Diese Beseitigung durfte der Beklagte selbst vornehmen, und zwar mit Gewalt, § 865 BGB. Zwar unterliegt auch das Selbsthilferecht Schranken des Übermaßverbotes, so dass bei geringfügigen Störungen nicht uneingeschränkt "Gewalt" angewendet werden darf.
@Ing
Ich habe keine Ahnung, wie die Qualität des Gespräches war, aber deinen Lösungsvorsatz hat Gast angeblich zumindest "mehrfach" versucht und ist gescheitert.
Wenn der Status erreicht ist, kann man kaum nochmal von vorne anfangen.

@wama
Den dussligen Link kannste auch gleich in die Tonne treten.

Es handelt sich immer noch um eine Privatstrasse.
Ich tippe mal auf eine ohne Bordstein und Fussweg.
Ohne abgesenkten Bordstein gibt es aber auch keine offizielle Einfahrt, die man blockieren könnte.

Gast schrieb auch, er könnte auf seinem Grundstück parken, nicht in seiner Garage oder auf seinem Hof.
Eher mal auf seiner Wiese neben dem Haus.
Ich werde aus der Frage nicht schlau. Ich kann mir die örtlichen Verhältnisse dort nicht vorstellen.
@elfigy
Da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Da die Fragestellung wenig hergibt, muss man sich was vorstellen und spekulieren. Man sieht ja an den verschiedenen Ansätzen im Thread, dass jeder was reininterpretiert um eine Lösung anzubieten.
Gast, melde Dich bitte an und bring den genauen Sachverhalt zu Papier.
@dschinn natürlich kenne auch ich nicht die Qualität der Gespräche. Aber es entspricht meiner Lebenserfahrung, dass man sich mit so ziemlich jedem verständigen kann, dem man zuallererst erklärt, er habe nichts falsch gemacht.
Dass aber andererseits die meisten Menschen ein Problem erst dann ansprechen, wenn es sie wirklich ärgert.
Du ahnst eventuell die Problematik in dieser Konstellation.
Die örtlichen Verhältnisse sind für die Frage völlig irrelevant.
Gast möchte an einer bestimmten Stelle parken, die Nachbarin verhindert das. Punkt.
Einzig mögliche Lösung : die Nachbarin parkt woanders.
Wie ich sie dazu bringe, ist keine geografische Frage.
Da die örtlichen Gegebenheiten irrelevant sind ( O-Ton ing ) und ein freundliches Gespräch zur Lösung des Konflikts erfolglos verlief, würde ich die Lieblingsmaßnahmen von ing vorschlagen. Internetz wälzen, passende Gesetze suchen, entsprechende Paragrafen schriftlich dem Störenfried mitteilen. Falls das nicht fruchtet, zum Anwalt gehen. Wir, alle außer ing, empfehlen einen der die Erstberatung kostenlos anbietet. Mit den Ergebnissen der Beratung den Störenfried erst mal in freundlichem Ton mündlich konfrontieren, nächster Schritt Schlichtungsstelle der Stadtverwaltung und danach der Klageweg.
Die Nutzung einer Privatstraße ist vertraglich geregelt. Auch wenn das Abstellen von Fahrzeugen darin nicht geregelt sein sollte, kann nicht jeder sein Auto abstellen, wo er will.

Aus der Schildernung kann man jedoch ableiten, dass es sich wohl nicht um eine "Privatstraße" sonderen eher um zwei getrennte Flurstücke handelt, für die dem Nachbarn jeweils ein gegeseitiges Geh- und Fahrrecht auf Teilflächen links und rechts der gemeinsamen Grenze eingeräumt wurde. Wenn diese Teilflächen in der Summe der Breite keinen KFZ-Gegenverkehr zulassen und jeder auf eigenen Flurstück parkt, gibt es Probleme.

Dagegen kann man juristisch vorgehen, wenn es denn unbedingt sein muß.
Das mag ja sein, dass es für die Frage irrelevant ist. Deswegen versuche ich trotzdem, mir die geografische Lage vorzustellen.
Offenbar ist die Lage verfahren und die Fronten sind verhärtet. Und offenbar sind die Beteiligten nicht in der Lage, die Sache einvernehmlich zu regeln.
Für mich stellt sich das so dar: der Gast hat das Recht, auf seinem eigenen Grundstück das Auto abzustellen. Die Nachbarin parkt und wegen dem geparkten Auto des Gastes ist deshalb die Straße dicht. Wie auch immer das gehen mag. Das müßte doch auch rechtlich zu regeln sein. Wenn die Straße dicht ist, ist doch ihr Auto das Hindernis, wenn der Gast auf seinem eigenen Grundstück parkt. Wie wäre es denn mit einer Mitgliederversammlung der Privatstraßeneigentümer, in der man das regelt. Was mir noch auffällt, ist, dass niemand sein Auto nicht so nah an seinem Haus parkt wie möglich. Wenn die das weiter weg abstellt, hat das einen Grund, evtl. kann sie nicht gut rangieren. Ich sehe nur, dass das alle Anwohner gemeinsam regeln müßten.
Vielleicht hilft doch ein Anwalt dabei.
@rayer wenn mich meine Lebenserfahrung in punkto Nachbarschaft nicht völlig im Stich lässt, dann hat hier noch nie ein "freundliches" Gespräch stattgefunden.
Daher mein entsprechender Vorschlag.
Da hast Du recht ing, ich mach das genauso. Bei mir hättest Du die Lebenserfahrung noch deutlich erweitert. Wenn ich irgendwo neu eingezogen war und der Nachbar hat was gemacht das mich störte, bin ich direkt beim ersten Mal aus der Wohnung auf die Straße gestürtzt und hab den Menschen zusammengefaltet. Wenn das nicht gefruchtet hat, eine auf die Omme und einen geharnischten Brief in den Briefkasten. Die Menschen sind so. Als mir die Sache gereicht hat, hab ich ein Haus gekauft und heut hab ich meine Ruhe. Wer vor meiner Tür parkt, wird direkt abgeschleppt.
Dann park doch vor ihrem Haus/Parkplatz, ich wäre da schmerzfrei. Glaub.
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen....oder so ähnlich.