User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Neue Heizungsanlage - welches Warmwasser-System?

Stehe aktuell vor der Frage, welches System bei Installation einer neuen Gasheizung energie-effizienter ist: ein WW-Schichtspeicher, wie in der alten Anlage (135l), oder doch ein (gas-)getriebener Duchlauferhitzer.

Fakten: EFH, bewohnt von zwei Personen (die Kids sind inzwischen aushäusig), Anlage ist auf 21KW ausgelegt.

Wer von Euch hat (möglichst aktuelle) einschlägige Erfahrungen?
Frage Nummer 3000089856
Antworten (11)
Hallo Umjo

Ehe man das System diskutieren kann, sollte man die Parameter angleichen.
1. Gleiche Energie Art
2. Gleiche Geräte Art

Damit kommt man schon auf mindestens vier Varianten -
ohne Wärmepumpe, Auslese Schaltungen bei E-Energie usw.

Gas ist im Moment noch günstiger als Strom, wenn eine Gasleitung vorhanden ist. Die Umsetzung von Gas in Wärme ist effektiver als bei Strom.

Andererseits haben elektrische Heizungen gewisse Vorteile hinsichtlich Verfügbarkeit, Verteilung, Schaltung.
Erfahrung: Habe 2011 eine neue Heizungsanlage mit Warmwasserspeicher bekommen, kann nichts Schlechtes darüber sagen, der alte Brenner hat mehr verbraucht (Personenzahl etwa wie bei dir). Der Meister (mit dem ich per du bin), hat mir dazu geraten.
Technisch betrachete, würde ich keine Heizung ohne Speicher (in diesem Fall Trinkwasserspeicher) bauen. Trotz der Standzeitverluste ist dieser sinvoll, da eine direkte Erwärmung des Brauchwassers (Durchlauferhitzer) eine hohe Leistung des Kessels bedingt, die für die Beheizung oft gar nicht erforderlich ist. Ausserdem ist ohne Speicher keine Warmwasserzirkulation möglich.

Alternativ wäre ein Heizwasserpufferspeicher mit Trinkwasserstation oder ein Kombispeicher möglich, das wäre beides aber die teuerere Lösung und für ein EFH eher etwas aufwändig.
Nur unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz und zunächst einmal bezogen auf das warme Wasser ist es sicherlich effizienter, nicht mehr Wasser zu erhitzen als nötig. Von der Praktikabilität her kann ich Dir aus Erfahrung sagen, dass ein Gasdurchlauferhitzer wunderbar funktioniert.
Wenn die Anlage dann stärker ausgelegt werden muss, als für die Heizung eigentlich nötig, dann ist das zunächst einmal nur eine Kostenfrage. Es gibt Leute, die auch etwas in niedrigeren Verbrauch investieren, wenn es sich für sie nicht oder sehr spät amortisiert.

Was ich nicht beurteilen kann ist, ob die Heizung dann noch "effizient" funktioniert, wenn im Winterbetrieb der Brenner nur auf halber Leistung (oder so) läuft. Wäre dem nicht so, dann würde das den Vorteil beim warmen Wasser auffressen (und da zumindest bei mir wesentlich mehr Energie in die Heizung als in das warme Wasser geht, könnte sich die Effizienz ins Negative drehen)
Ein Schichtspeicher hätte insbesondere Vorteile, in Kombination mit einer thermischen Solaranlage.
Wir haben 6m² auf dem Dach, das reicht während der warmen Jahreszeit und weitgehend in den Übergangszeiten für 2 Personen. Je nach Winter läuft die Heizung bei uns zwischen 2 und 5 Monaten im Jahr.
Bei mehr Personen im Haus und entsprechend höherem Verbrauch an Warm-Wasser, müsste man mehr Fläche installieren oder über einen längeren Zeitraum heizen.

Ansonsten spielt noch eine Rolle, wie dicht die Zapfstellen beieinander liegen. Je dichter sie zusammen liegen, um so mehr spricht für einen Durchlauferhitzer. Je weiter sie auseinander liegen, müsste man entweder mit mehreren Durchlauferhitzern arbeiten, oder aufgrund der längeren Vorlaufzeiten, bis das Wasser kommt, verschiebt sich das Optimum in Richtung auf einen Wasserspeicher.

Für alles Weitere verweise ich auf den Beitrag von ing.

PS: Wenn ich noch einmal eine Solar-Anlage installieren würde, würde ich auf eine steilere Aufstellung der Pannels achten. Im Sommer erreichen wir Temperaturen im Kessel bis über 90°C. Und die Umwälzpumpe läuft auch nachts, um das Wasser wieder runter zu kühlen.
Wenn die Pannels steiler stünden wären sie im Sommer weniger effizient (was in Ordnung wäre) zugunsten einener besseren Effizienz, wenn die Sonne in den anderen Jahreszeiten flacher steht.
Lieber umjo, wir haben bei uns vor anderthalb Jahren eine Gastherme von Vaillant einbauen lassen (Einfamilienhaus, ca 140 m² Wohnfläche) weil unsere 20 Jahre alte Brötje uns fast um die Ohren geflogen wäre.

Wir konnten dadurch unsere Energiekosten um ca. 20% reduzieren.
Alle Heizkörperventile wurden zusätzlich ausgetauscht.
Danke für eure Antworten, wenngleich nicht alle wirklich auf meine Frage eingegangen sind ;-)

Werde mich in den nächsten Tagen noch von einem Fachmann beraten lassen, tendiere aber inzwischen zu einem 'wie-gehabt' (=Speicher), da das mit der alten Anlage wunderbar funktioniert hat.
Seit 2014 haben wir unsere neue Heizungsanlage mit Warmwasserspeicher. Kann nichts dagegen einwenden. Absolut zufrieden
Wir haben unsere jetzt auch schon ein Weilchen. Wir sind total zufrieden
Vorsicht!
Die von Obralija verlinkte Seite ist virenverseucht
und versucht, Nutzerdaten auszuspähen.
In keinem Fall aufrufen!