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Noch Fragen?

Neues aus der Anstalt

Nämlich der Irrenanstalt BRD. Die Nord-Süd-Stromtrassen sollen jetzt unterirdisch verlegt werden. Das ist wirklich unterirdisch, weil diese Lösung bisher als zu teuer galt. Es gab sogar Vorschläge, die oberirdischen Leitungen entlang der Bahnlinien zu führen, da wäre der Eingriff in das Landschaftsbild minimal. Als Begründung dient das Argument der Verschandelung der Landschaft. Tun das die Windräder nicht? Bei uns soll jetzt sogar ein Windpark in einem bisher intakten und windschwachen Gebiet errichtet werden, um die Quote zu erfüllen. Da könnte man die Windräder gleich unterirdisch errichten. Die Mehrkosten tragen (ungefragt) die Stromkunden, und Seehofer freut sich über seinen politischen Erfolg. Reicht den etablierten Parteien die Unzufriedenheit nicht, die bisherige Nichtwähler zur AfD treibt? Brauchen wir vielleicht noch mehr Protestparteien? Auf jeden Fall brauchen wir eine Rückkehr zur Vernunft, aber das scheint in diesen Zeiten fast unmöglich zu sein.
Frage Nummer 3000059707
Antworten (20)
@dorfdepp: in einem sind wir uns einig - die unterirdische Verlegung ist einfach Irrsinn. Kosten und Aufwand stehen m.E. in keinem Verhältnis zum "Nutzen" (und selbst der ist fraglich, da keiner weiß, was unterirdische Kabel bewirken).

Die Ursache sehe ich aber ausnahmsweise nicht in der Politik, sondern in den aufgebrachten Bürgern, die aber so was von nie niemals nicht eine Trasse vor der eigenen Haustür haben wollen und den Ausbau mit Protesten, Eingaben und Klagen ohne Ende verzögern, behindern und verteuern. Bezieht man die Kosten für die ganzen Rechtstreitigkeiten mit ein, relativiert sich der Mehraufwand für die unterirdische Verlegung.

Da wird stets darüber geklagt, dass die Politik nicht auf den Bürger hört - tut sie es dann doch, ist es auch nicht recht.
Nachbar hat ein Kabel (1!) verlegt über 50 Meter oder so.. in ein paar Meter Höhe zwischen den Bäumen und so... (also stelle Dir drei Häuser in Reihe vor und Kabel geht von Haus 1 nach Haus 3)

DAS ist so störend!

Man schaut aus Fenster und der Blick bleibt immer an diesem Dreckskabel hängen!

Von daher bin ich absolut auf Seiten der Trassengegner und gegen diese überirdischen Monstertrassen (so nennt man die hier).

Ach ja.. diese Windmühlen stören genauso. Keine Ahnung warum man die immer gleich im ganzen Rudel hinklatschen muss... einfach nur ätzend!

d.
Ich stehe auf der Seite derer, die die Kabel in der Erde wollen. Wäre das so gewesen, hätte ich es beruflich wesentlich einfacher gehabt, und hätte nicht immer unter den Drecksüberlandleitungen drunter her gemusst oder drüber springen. Irgendwie waren die immer im Weg, waren teilweise gefährliche Hindernisse und das Militär hatte bisher einiges an Material und Menschenleben zu beklagen- wegen der oberirdisch verlegten Leitungen.
Das Irre in dieser Anstalt ist, dass die Politik macht, was die Grünen vorgeben. Sie wollten die Atomkraftwerke abschalten. Die werden abgeschaltet, aber nur in Deutschland, um uns herum leider nicht. Sie wollten erneuerbare Energien, die Verspargelung der Landschaft, der Infraschall und die geschredderten Vögel werden in Kauf genommen, aber die Leitungen verschandeln die Landschaft und müssen unter die Erde. Natürlich müssen die teuren Krötentunnel weiträumig umgangen werden. Und alle lassen sich das gefallen, aber die Unzufriedenheit wächst. Die logische Folgerung der derzeitigen Politik ist das Schrumpfen der Volksparteien und ein Zehnparteiensystem. Dann geht nicht mehr viel.
mag sein, dass mein Gedächtnis nachlässt, aber ich meine, mich dumpf zu erinnern, dass das Ende des Kernkraftausbaues unter Kohl und der aktuell gültige Ausstiegsbeschluss aus der Atomenergie unter Merkel beschlossen wurde, beide eher grüner Überzeugungen unverdächtig.
Die Energiewende ist heute Konsens bei allen ernstzunehmenden Parteien und ich denke auch bei einem sehr großen Teil der Bevölkerung.

Es könnte ja möglicherweise sein, dass das Ziel eventuell vernünftig wäre, obwohl die Grünen es wollen.
... und dass "die Leitungen die Gegend verschandeln" ist nicht primär ein Ansatz der Grünen.
Ich würde meinen Weinkeller verwetten: wenn neben Deinem Haus gebaut werden soll und Du möchtest das verhindern, dann würdest auch Du ein zufällig dort brütendes Gelbunkenpäärchen auf dem Grundstück als Begründung heranziehen, um gegen den Bau zu klagen. Und Du stehst nun wirklich bei niemandem in Verdacht, grünen Ideen nahe zu stehen.
Damit stündest Du heutzutage in bester Gesellschaft. Wannimmer - woimmer - wasimmer in D an Projekten in der Planung ist: IMMER findet sich eine Bürgerinitiative, die dagegen ist. Wenn sie beim Planfeststellungsverfahren nicht erreichen, dass ihre Wohngegend verschont wird, dann finden sie ein Wühlspitzzwergmaus, die es sonst nirgendwo gibt. Und wenn doch, dann findet sie die andere Bürgerinitiative, die von der geänderten Planung betroffen ist.

Das ist das wahre deutsche Problem: Angst vor Veränderungen, alles ist ein Risiko, nichts eine Chance. Wenn dann eine Gruppierung kommt, die mit einfachen, rückwärtsgewandten Pseudolösungen den dauerhaften Erhalt des Status-Quo kommt (besser noch: zurück in die gute alte Zeit), dann gibt es halt einen Prozentsatz, der darauf anspringt.
Danke Ing. Gerade wollte ich auf diesen Thread antworten, schon hast Du es in meinem Sinn getan.
Ich verlasse mich nicht auf mein Gedächtnis. Laut Wikipedia fanden die ersten Gespräche zum Atomkraftausstieg zwischen der rot-grünen Bundesregierung und der Kernkraftindustrie im Jahre 2000 statt. Wegen Fukushima wurde er dann 2011 beschlossen.

Der Sermon, dass die Deutschen grundsätzlich Veränderungen ablehnen, ist ein beliebtes Totschlagargument, ist aber in diesem Zusammenhang völlig deplatziert.
@ing @Dorfdepp
Jeder hat wohl ein bisschen recht.
Mit dem prägenden Schlagwort Atomkonsens wurde in der deutschen Öffentlichkeit verschiedene Versuche bezeichnet, das gesellschaftlich höchst umstrittene Problem der Atomenergie-Nutzung im „Konsens“ zwischen den betroffenen Wirtschaftsunternehmen und der Politik, vertreten durch die Bundesregierung, zu lösen.
1993 bis 1995
Bereits in der 12. und 13. Wahlperiode hatten unter der Regierung Helmut Kohl sogenannte Energiekonsensgespräche stattgefunden. Hierbei waren Vertreter der Bundes- und Landesregierungen sowie der sie tragenden Parteien und Vertreter der Wirtschaft eingebunden. Die Gespräche, die 1993 bis 1995 erfolgten, führten zu keinem Konsens.
2000
Am häufigsten wird der Begriff Atomkonsens im Zusammenhang mit der „Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000“ (kurz: „Vereinbarung vom 14. Juni 2000“) benutzt, mit dem die damalige erste rot-grüne Regierung auf Bundesebene den Atomausstieg in Deutschland und damit eines ihrer zentralen politischen Anliegen in die Wege leitete. Der Vertrag wurde am 11. Juni 2001 unterzeichnet und im Jahr 2002 durch die Novellierung des Atomgesetzes rechtlich abgesichert; die Novelle trat am 22. April 2002 in Kraft.
Für das Energieunternehmen Viag führte der ehemalige (bis 1998) und 2009 erneut ins Amt berufene Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit des Bundesumweltministeriums Gerald Hennenhöfer die Verhandlungen mit der rot-grünen Bundesregierung (Kabinett Schröder I) zum Atomausstieg.
Quelle Wiki.
@Dorfdepp: "Die werden abgeschaltet, aber nur in Deutschland, um uns herum leider nicht." Deutschland ist stets bestrebt, jeden Fehler zuerst oder nur gsnz alleine zu machen. Diesem Sauhaufen gilt meine Loyalität nicht mehr.
@dorfdepp: Du solltest Deine Quellen oder Dein Verständnis derselben überprüfen.

Richtig ist, dass unter der Regierung Schröder ein Atomausstiegsvertrag mit der Industrie geschlossen wurde, im großen und ganzen mit Zustimmung der Industrie.

Dieser Vertrag wurde nach der Abwahl von rot-grün recht zügig von der neuen Regierung Merkel gekippt. Zunächst unter dem Begriff Laufzeitverlängerung wurde später faktisch eine unbeschränkte Stromproduktion aus Atomkraftwerken erlaubt.

Und das war nach Fukushima nicht mehr haltbar. Es wurde erneut der Atomausstieg propagiert (diesmal allerdings gegen die Zustimmung der Industrie - ich glaube, die Schadenersatzprozesse laufen noch). Deswegen sprach ich oben von dem "aktuellen" Beschluss.

Und da Du oben eine "Rückkehr zur Politik der Vernunft" angesprochen hast - um Missverständnisse zu vermeiden:
- der Ausstieg aus der Atomenergie ist hochgradig vernünftig.
- der langfristige Umstieg auf regenerative Energien ist hochgradig vernünftig.

Der Weg dorthin ist zur Zeit ein wenig holperig. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass derzeit zuviele Leute mit der Umsetzung beschäftigt sind, die eigentlich gar kein Interesse daran haben. Aber das kann man ja bei der nächsten Wahl ändern.
So gesehen begrüße ich sogar unsere neue blaue Kurzdenk-Simplifizierungspartei. Berliner Verhältnisse im Bund? Schaumermal
ing, Du bist ein angepasster Schwafler.
ach machine, bleib doch bitte bei den Beschimpfungen der Werbefuzzis. Für ernsthafte Themen bist Du noch zu klein.
... sprach unser ing. Du Null.
@Dorfdepp, ich frage mich was deine Frage soll, du ärgerst dich über den Windpark, findest aber die Idee der unterirdischen Kabelverlegung auch nicht gut? Was nun?
Hätte ich die Wahl zwischen ober und unterirdisch, würde ich aus optischen Gründen immer Unterirdisch bevorzugen.
Das Geld wird eh verbrannt, ob nun für Kabel, Flughäfen oder Hartz 4.
Da ist es auch egal, wer das zu verantworten hat.
Was ist ein Windpark? 20 Mühlen, die irgendwo in Deutschland auf begrenztem Raum sichtbar sind? Oder ist es das, was ich nahezu tagtäglich auf meinen Rentnerertüchtigungsspaziergängen zu sehen bekomme?

Das Bemühen, auch im fortgeschrittenen Alter nicht einzurosten, führt mich am Nordseedeich entlang. Nicht am Wasser direkt, sondern in den Reußenkögen, die der Landgewinnung dienen. Da ist der Deich schon mal 1 Kilometer vom Wasser entfernt. Das alles ist Nationalpark, zum Teil Weltkulturerbe. Eine zwar flache, gleichwohl mächtige Landschaft.

Ich bin Befürworter klimaabhängiger Energiegewinnung. Und das Land an der Nordseeküste bietet sich an, dort Windkraftanlagen aufzustellen. Euphemistisch auch Windpark genannt.
Binnenländer, willst du auf die Insel, dann meide die A7 und fahre auf der B5. Dann kommst du nördlich von Husum durch das malerische Dörfchen Hattstedt (richtig! - da geht’s nach Nordstrand, Pellworm). Auf Hattstedt folgt Struckum. Auf dem Weg dorthin kann der Binnenländer Windkraftanlagen sehen. Es ist nicht ein Windpark, es sind viele, die dort einen für einen Umweltaktivisten apokalyptischen Anblick erzeugen. Auf einen Blick stehen dort hunderte Windkraftanlagen. Und wer überzeugt ist, dass dort eine Mühle steht, wird nach kurzer Weiterfahrt eines Anderen belehrt. Wie auf der Perlenschnur aufgereiht, stehen dort zehn Mühlen hintereinander. Und nahezu täglich kommen weitere hinzu, werden kleine ab- und leistungsstärkere aufgebaut. Wer sehen möchte, wie der Begriff ‚Verspargelung der Landschaft’ entstanden ist, der halte in Stollberg an der B5. Dort steht ein kleiner Fernsehturm mit öffentlicher Balustrade. Klein, aber hoch genug, um das flache Land zu überblicken. Wer zählt die sichtbaren WKAn? Ich vermute, dass eine Rundumzählung um die 1000 Windräder ergeben würde.

Protest aus der Öffentlichkeit? Fehlanzeige! Wie auch - Windkraftanlagen zählen zu den sicheren und nach wie vor ertragreichen Anlagemöglichkeiten. Finanziert werden die Mühlen durch Ausschreibung. Wenn auf dem Gebiet einer Gemeinde Mühlen aufgestellt werden sollen, müssen zunächst die Gemeindemitglieder gefragt werden: Wer will mitmachen, wer beteiligt sich an der Finanzierung? Das funktioniert immer! Und die ‚grünen’ Banken der Region spielen begeistert mit. Und erst die Bauern.

Dorfdepp, und du regst dich über die paar Mühlchen auf ...

Noch eine Anmerkung: Meine Schwester ist im Alter von 58 Jahren an Krebs gestorben. Sie hat mehr als 20 Jahre in Wewelsfleth gewohnt - dem Krebs-Cluster in Blickweite des KKW Brockdorf.
DerDoofe,

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.

Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

Theodor Storm

Viele Grüße nach Nordfriesland,
Paul
das klingt auf jeden Fall interessant
Was klingt interessant?
Ach, DerDoofe,
ohne Bismarck wären wir beide wohl in Dänemark geboren, oder?