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Gast

Notvorräte

Aktuell empfiehlt die Bundesregierung wieder Notvorräte anzulegen - aus welchen Gründen auch immer. Ich halte dies für sinnvoll, z.B. bei längeren Stromausfällen, Schneekatastrophen etc. Die Empfehlungen im Netz lauten 2000 kcal/Person für 14 Tage. Das ist eine Menge Dosenfleich, -fisch und Gemüse für eine 5-köpfige Familie. Viel Wasser halte ich auf jeden Fall für sinnvoll. Aber käme man z.B. auch mit kalkulierten 1000 kcal pro Person aus? Wir sind nicht krank, unter- oder übergewichtig.
Frage Nummer 3000057422
Antworten (16)
Zitat: "Ich halte dies für sinnvoll, z.B. bei längeren Stromausfällen, Schneekatastrophen etc."
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Was für ein Blödsinn! Selbst die Schneekatastrophe 1978 dauerte keine 14 Tage, zumindest dauerte es kaum 2 Tage, bis selbst die abgelegensten Höfe versorgt waren.
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Das ist typisch für Heiko Maas. Null Durchblick, und verschärfend kommt das Sommerloch dazu. Da muss einfach jeder mal schnell auf sich aufmerksam machen. Sei es durch die dynamische Steuer auf Treibstoffe, oder eben jetzt das mit der Vorratshaltung.
Ich kann mir überhaupt keine Situation vorstellen*, bei der es in ganz Deutschland zu bundesweiten Engpässen von irgendwas kommen könnte.
Trotzdem habe ich meinen permanenten Vorrat an Wein und Bier aufgestockt (Wein 234 Liter, Bier 54 Liter), und bei Wasser halte ich einen permanenten Vorrat von ca. 32.000 Litern vor. Mir kann nichts passieren. zur Not kann ich dann ja auch noch mein Pferd essen.
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*) Höchstens ein neuer, globaler Krieg könnte das auslösen
Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Dauer einer Katastrophe an die Empfehlungen der Bundesregierung hält, ist nicht besonders groß. So sind sie nun mal, die Katastrophen, deswegen heißen sie auch so. Du musst also Deinen eigenen Weg hier finden.

Zwei Wochen mit 1000 Kalorien ist halt eine Diät, es reicht nicht auf Dauer, aber ein paar Wochen hält man das durch.
Ach ja, ich vergaß: Mein Munitionsvorrat beläuft sich auf ca. 6000 Patronen unterschiedlichster Kaliber. Auch das dürfte für die ersten Tage reichen.
Eigentlich hat die Bundesregierung nur mal wieder die Notvorräte erwähnt. Die Empfehlung des Bundesamtes für Katastrophenschutzes besteht schon seit Jahrzehnten.
Es fällt den Medien nur hin und wieder auf, wenn es da eine Änderung gibt.
Otto Normalleser fällt es nur auf, wenn es den Medien auffällt.

Der Katastrophenfall von 1978 dauerte übrigens genau 5 Tage und war regional begrenzt. Was passiert, wenn in der Eifel mal so schlagartig ein neues Maar entsteht will ich lieber nicht wissen, da reichen Vorräte für 2 Wochen nicht.

Was mich nur wundert, was soll ich mit den Vorräten, die ja auch haltbar sein sollen? Nudeln und Reis sowie Wasser werden immer erwähnt, aber wenn ich im Katastrophenfall keinen Strom habe, wie koche ich den Reis dann?
Mit dem Gaskocher, den du ja auch eingelagert hast, incl. Kartuschen für 2 Wochen.
Wenn man zwischen den Zeilen liest, steht da auch was von "im Falle usw. usw.. bei einen bewaffneten Angriff"..

Meine Fresse, wir reden hier von Krieg!
Wenn... wir hier in D Krieg hätten (wer soll uns "bewaffnet" angreifen? Warum? Die Russen?) dann haben viele sicher andere Sorgen als die täglichen 1000 Kalorien.
Dann werden die Karten neu gemischt!

Die Probleme sehe ich auf Anhieb dann erst mal bei den Stadtbewohnern..also nicht die Gruppe auf dem Dorf mit Feldern in der Nähe .. nicht die Gruppe am Stadtrand mit Erdöltank, Vorräte im Keller und nen Apfelbaum vor der Tür.
Die Gruppe in der Innenstadt oder im Wohnsilo! Das sind doch die Leute die dann keinen Zugang mehr haben zu Wasser und Brot.
Wird dann vermutlich unter Kollateralschaden gebucht, oder?

Und um noch auf den Fragesteller einzugehen..du denkst noch zu zivilisiert. Es geht billig und ohne großen Aufwand im Notfall...
Es sei denn Du stehst auf Thunfisch..
http://survival.4u.org/vorraete/jahresvorrat-75.htm

d
Mir fällt da noch eine kleinere Katastrophe ein. Ebenfalls ein Schneeereignis.
Im Münsterland gab es Dezember 2005 ein leichtes Schneechaos.
Bei einigen Ortschaften gab es Wochen keine Stromversorgung durchs öffentliche Netz.
Durch THW und ähnliche wurde mit Notstromaggregaten gearbeitet.

Für viel mehr als Münsterland hätten die Aggregate wohl nicht gereicht.
Bei flächendeckenden Stromausfall bekommt man auch keinen Sprit mehr um die Aggregate zu betreiben.
Den Lebensmitteleinzelhandel wird es freuen. Aber hat schon mal jemand an die armen Beamten gedacht? Bei einem bewaffneten Angriff auf die Bundesrepublik müssen sie innerhalb von 10 Tagen die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Sind das die Beamten, die 20 Jahre für die Planung einer Autobahnbrücke benötigen?

Ich habe die Schneekatastrophe in Schleswig, also mittendrin, miterlebt. Wir hatten 2 Wochen Notstand incl. allgemeinen Fahrverbots. Aber gehungert hat nach meiner Kenntnis niemand. Die Geschäfte waren drei Tages geschlossen. Na und …?
Nicht die Beamten müssen in 2 Wochen die Versorgung der Bevölkerung sicherstellen.

Die Beamten haben nur 2 Wochen Zeit, bis sie die Versorgung der Bevölkerungen nicht mehr behindern dürfen.
In den 60ern gab es mal Aktion Eichhörnchen, wo man sich in Zeiten des kalten Krieges bevorraten sollte. Unser Keller war voll mit Dosenfleisch, Pumpernickel und Konserven.
Wieso bewaffneter Konflikt?
Ein weitgehend flächendeckender Virenbefall a la Stuxnet in der Stromversorgung. Und es müssen nicht mal alle Kraftwerke per Virus runter fahren. Die Domino-Effekte sind da sehr ausgeprägt und es sieht zunächst mal nicht nach Virus aus, sondern nach einer dummen Verkettung von Zufällen. Da kann man ziemlich lange Hase und Igel spielen.
Matthew, da mache ich mir keine Sorgen. Ich wohne oben in Nordfriesland. Wenn ich an der Nordsee spazieren gehe, sehe ich landeinwärts auf einen Blick etwa 500 Windkraftanlagen. Landschaftlich sicher kein schöner Anblick. Aber er beruhigt ungemein.
bh_ ... interessante Aufstockung flüssiger Notfallvorräte ... bin auf dem Weg ...
Hallo DerDoofe,
da will ich Dich auch nicht über die Maßen beunruhigen.
Der kritischste Moment für ein Kraftwerk (Windkraftwerke eingeschlossen) ist, wenn plötzlich "Last abgeworfen" wird. Das bedeutet, wenn das Kraftwerk Energie produziert, die nicht mehr ins Netz eingespeist werden kann, weil z.B. die Regulierung des Netzes nicht funktioniert. Wohin geht dann die produzierte Energie?
Im Zweifel fliegt dir dann das Kraftwerk um die Ohren.
Im Fall eines Windkraftwerks heißt das: Im besten Fall funktioniert die Steuerung noch über Batterie und ist nicht von einem Virus betroffen, dann wird der Rotor in "Windfahnen-Stellung" gebracht und die Bremsen reingehauen.
Falls das aus irgendwelchen Gründen nicht funktionieren sollte, beschleunigt der Rotor ...
… un wenn de Hund nich scheeten har … (plattdeutsch, rhetorisch)

Matthew, du unterschätzt die Friesen! Ein Dorf hier oben hat bereits eine Einfamilienhaus-große Batterie ( ich weiß, welche Batterie du meinst!). Wir verfügen über eine enorme Infrastruktur - Mensch und Material - um im Krisenfall die umliegenden Orte kurzfristig mit Strom aus den WKAn zu versorgen.

Übrigens, was die Stromversorgung betrifft: Wohl in keinem Landstrich in Deutschland
gibt es auch nur eine annähernd so große Dichte an Notstromaggregaten wie im nördlichen Schleswig-Holstein. Wenn du hier an einem Bauernhof vorbei fährst, kannst du sicher sein, dass der seinen Strom mindestens vier Wochen selbst produzieren kann.
Hallo Gast,

zu deiner Frage: Theoretisch kann man auch mit 1000kcal pro Person 2 Wochen überleben. Allerdings wird man dann nach nicht besonders gut aussehen. Und auf dauer ist das nicht möglich.

Zu der Disskusion allgemein: Also große Katastrophen erwarte ich hier in Deutschland nicht. Lediglich wenn die Erderwärmung weiter so lustig voranschreiten. Dass irgendwann...
Ein Krieg ist da schon wahrscheinlicher. Aber sollten wir wirklich einen Krieg haben? Mit wem? Russland? Dann helfen auch keine 2 Wochen Notreserven mehr.