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Noch Fragen?

Gast

Professortitel

Behält man diesen Titel sein Leben lang, auch wenn man keinen Lehrstuhl mehr innehat?
Frage Nummer 3000057098
Antworten (28)
Die Habilitation erlöscht nicht mit dem Eintritt in den Ruhestand. Lediglich der Zusatz em. für Emeritus könnte es kenntlich machen. Im Übrigen regeln das die Ländergesetze in unterschiedlicher Form.
Erstaunlich, was Du alles weißt, selbst ohne Titel.
Emeritiert werden aber nur die Professoren in den oberen Gehaltsgruppen.
Es bedeutet, dass sie keine Lehrverpflichtung mehr haben, sie behalten aber ein Lehrrecht. Damit ein Büro, und einen, allerdings reduzierten, Forschungs-Etat, aus denen Reisen zu Tagungen und Bezahlung von Hilfskräften finanziert werden können. In der Regel betrifft das C4-Professuren. C3-Professuren werden meist nicht emeritiert, sondern pensioniert und sind dann aus dem Uni-Betrieb raus.
Da auch sie in der Regel verbeamtet sind, sind sie dann "Prof. I.R." (Im Ruhestand). Als Juniirprofessor verliert man den Titel, wenn man nicht übernommen wird, bzw. muss man mindestens 2 Semester-Wochenstunden (dann ohne Bezüge) lehren, um den Titel zu behalten. Es gibt aber auch Professuren im Angestellten-Verhältnis. Wenn der Vertrag gelöst wird, fällt auch der Titel weg. Werden sie pensioniert, kenne ich es so, dass sie weiterhin mit dem Titel angesprochen werden. Kann aber nicht sagen wie offiziell das ist.
So kenne ich es aus Hessen, es mag Unterschiede zu anderen Bundesländern geben.
Juniir => Junior
Danke Matthew.
Ich korrigiere.
Erstaunlich, was Du alles zu wissen glaubst, selbst ohne Titel.
Grundlage für die Beantwortung dieser Frage sind Hochschulrecht und Landesbeamtenrecht.
"Landesrecht"? Man ahnt es schon, das bedeutet 16 verschiedene Regelungen.
Es hängt auch noch davon ab, ob die Hochschule staatlich oder privat ist.
Was allen nach meinem Verständnis mehr oder weniger gemein ist: wer mindestens zehn Jahre dabei war und dann wegen Erreichens der Altergrenze ausscheidet, darf den Professor "behalten".
In allen anderen Fällen kommt es darauf an.
rayer glänzt hier durch ausgesprochenes Nichtwissen, was ihn aber nicht vom Antworten abhält, nur um anderen vor das Schienbein zu treten. So ist er eben.
Leider sind die oben gegebenen Antworten nicht ganz korrekt. Der Professor ist eine Berufsbezeichnung, kein Titel. Man wird in dieses Amt berufen und übt es aus, solange man an der Uni lehrt. Der Doktortitel hingegen wird aufgrund der individuellen Leistung einer Arbeit vergeben und gilt - auch als Teil des Namens - bis zum Tode (egal was man arbeitet oder sonst tut).

Deshalb ist der Dr. nicht mit dem Prof. vergleichbar. Es wird mit diesem Amt strenger verfahren. Solange man an der Uni lehrt (unabhängig ob verbeamtet oder angestellt), darf man sich Prof. nennen. Was danach geschieht, hängt auch vom individuellen Umgang ab. Ich habe von einem Zahnarzt gehört, der vorher Studenten in der Zahnmedizin an der Uni ausgebildet hat (als Prof. in diesem Bereich) und nach seiner Verrentung weiterhin bei einem niedergelassenen ZA mitgearbeitet hat an 2 Tagen in der Woche. Er nannte sich dazu auf Rechnungen etc. auch "Prof. Dr. xy". Das aber - so entschied ein Gericht - darf er nicht, weil er nicht mehr lehrt und der Umstand der Arbeit als Angestellter beim Kollegen nicht einer universitären Lehrverpflichtung gleichkommt. Es ist also nicht so, dass man den Titel ungehindert bis zu seinem Tode für alles verwenden kann, auch wenn man vorher 20 Jahre Prof. war.

Zu zwei Aussagen von Matthew:
"In der Regel betrifft das C4-Professuren. C3-Professuren werden meist nicht emeritiert, sondern pensioniert und sind dann aus dem Uni-Betrieb raus."

C4 und C3 gibt es seit fast acht Jahren nicht mehr, die letzten Stellen sind (fast) alle ausgelaufen. Die Nachfolge-Regelung (W3, W2, W1) sieht keine Etatisierung und Versorgung mit Räumlichkeiten von verrenteten Professoren mehr vor. Die Emeritierung ist damit de facto abgeschafft und betrifft nur noch Personen, die vorher als C-Professoren berufen worden sind.

"Als Juniirprofessor verliert man den Titel, wenn man nicht übernommen wird, bzw. muss man mindestens 2 Semester-Wochenstunden (dann ohne Bezüge) lehren, um den Titel zu behalten"

Stimmt auch nicht. Der JP darf den Titel gar nicht behalten. Wenn er habilitiert ist (die Habilitation ist - wie der Doktortitel - ein Titel ad personam, aber in Bezug auf die Juniorprof. eine freiwillige Zusatzleistung), darf er sich - so lange er lehrt - PD (Privatdozent) nennen. Dann ist und bleibt er "PD Dr. phil. (oder was auch immer) habil." Professor ist er nur, so lange er auch ernannt ist, also etwa nach der JP (W1) eine W2-Stelle ergattert.
@professurola: wenn jemand Aussagen korrigiert, weil er meint, es besser zu wissen, dann sollte er es auch besser wissen.
Die Aussage zu den Emeritii ist in sich zwar wohl korrekt, etwas anderes wurde aber auch nirgendwo behauptet. Sie ist eine schöne Ergänzung zu den geschilderten Verhältnissen bei den früheren C-Professoren, mehr aber auch nicht.
Die Aussage zu den Juniorprofessoren hingegen ist in ihrer Verallgemeinerung schlicht falsch. Ob ein Juniorprofessor sich weiter "Professor" nennen darf oder Privatdozent oder was auch immer, ist Ländersache und damit nicht einheitlich geregelt. In einigen Bundesländern darf er (unter Beachtung weiterer Voraussetzungen) den "Professor" sehr wohl weiterführen.
@ing793: Oben war eben nur von C4 und C3-Professoren die Rede und der Emeritierung von C4 (und den damit verbundenen Rechten). Ich habe auch nicht gesagt, dass das grundweg falsch ist, sondern veraltet. Einen Hinweis auf die heutige W-Regelung habe ich keinem der Posts entnehmen können. Wenn heute ein Prof. in den Ruhestand geht, wird er eben nicht mehr emeritiert. Meine Anmerkung hielt ich deshalb für durchaus notwendig. Ich weiß nicht, was das mit Besserwisserei zu tun hat.

Die zweite Aussage bezog sich ebenfalls auf eine verallgemeindernde Aussage ("Als Juniirprofessor verliert man den Titel, wenn man nicht übernommen wird, bzw. muss man mindestens 2 Semester-Wochenstunden (dann ohne Bezüge) lehren, um den Titel zu behalten." M.W. können nur in Niedersachsen (auf Antrag!) Juniorprofessoren den Titel "außerplanmäßiger Professor" nach Ende ihrer Dienstzeit tragen. Von daher mein EInwand bzw. die Modifikation. Der "apl. Prof." ist übrigens ein Titel, den jede/r Lehrende tragen darf, wenn er ihm verliehen wird (dazu braucht er - etwa an Kunsthochschulen - nicht mal einen Dr.).

Genauso befähigt die Habilitation auch den Kandidaten nicht, sich Prof. zu nennen. Auch wer promoviert und habilitiert ist, ist deshalb nicht automatisch Prof. (wie der Post von "Amos" suggeriert), sondern in der Regel "Privatdozent" oder eben schlichtweg nur "Dr. habil.", wenn er gar nicht lehrt.

Insofern möchte ich meinen Post auch nicht als absolutes Gesetz ansehen (dafür gibt es auch zuviele Ausnahmeregelungen), sondern als Ergänzung und Modifikation. Deshalb schrieb ich auch "nicht ganz korrekt" und nicht "ihr habt alle völlig unrecht". Wer lesen kann, ist immer noch klar im Vorteil. Dazu braucht es auch nicht einmal einen Bachelortitel...
PS: Vielleicht war das auch mißverständlich ausgedrückt: "Der JP darf den Titel gar nicht behalten." Wichtig ist die Ergänzung "Professor ist er nur, so lange er auch ernannt ist, ", auch die nachträgliche Ernennung zum apl. Prof. ist eben eine Ernennung auf Antrag und geschieht nicht automatisch (worauf sich die Frage des Thread-Öffners bezog)
Justice of the peace
From Wikipedia, the free encyclopedia
A justice of the peace (JP) is a judicial officer, of a lower or puisne court, elected or appointed by means of a commission (letters patent) to keep the peace. In past centuries the term commissioner of the peace was often used with the same meaning. Depending on the jurisdiction, such justices dispense summary justice or merely deal with local administrative applications in common law jurisdictions. Justices of the peace are appointed or elected from the citizens of the jurisdiction in which they serve, and are (or were) usually not required to have any formal legal education in order to qualify for the office. Some jurisdictions have varying forms of training for JPs. The role of Justice of the peace is to act as an independent and provide fair evidence for legal purposes.
Kurze Antwort: Ja. Und zwar ohne jeden Zusatz wie a.D., i.R. oder em.
Das gilt sowohl für C2-, C3- und C4- wie für W2- oder W3-Professoren und unabhängig davon, ob sie pensioniert wurden oder emeritiert. Emeritierung setzt im übrigen voraus, dass man noch in 70er Jahren ernannt wurde, als es noch die H-Besoldung gab.
dafür hast Du Dich extra angemeldet?

In ihrer Absolutheit ist die "kurze Antwort: Ja" immer noch falsch.

Es war am 18.08. (siehe Antwort von ebenda) Ländersache und ist es immer noch.
Es wird wohl auch in den allermeisten Fällen stimmen (welcher Prof wird schon erst kurz vor dem 60. berufen), aber eben nicht in allen.
ing793,
was ist der Unterschied zwischen "meisten" und "allermeisten"?
Die Feinheiten der deutschen Sprache scheinen sich nicht jedem zu erschließen, aber ich bin Dir doch immer wieder gerne behilflich:

Letzteres ist eine Verstärkung des Ersteren.
Während "die meisten" bei zwei Möglichkeiten korrekt wäre für jeden Anteil größer 50% und kleiner 100%, bei mehr Möglichkeiten für jeden beliebigen Prozentsatz, der größer ist als alle anderen Anteile, impliziert "die allermeisten" dass man sich am oberen Rand der jeweiligen Bandbreite bewegt.
Oh danke, dass du mir die Feinheiten der deutschen Sprache versuchst zu übermitteln.
Ich dusseliger Australier dachte natürlich, dass das meiste [Duden] die größte Anzahl, Menge von etwas sei.
Aber nein! Aller- aller-aller meisten geht ja wunderbar. Je mehr "aller" desto aller.

Dann liegt also "allermeisten" auf einer Ebene mit "allereingstigsten". Oder gar "aller-aller-einzigsten".

Danke für die aller-aller-freundlichste Nachhilfe.

Paul 🐢
Ich fragen Eische meine Tochter.
Eische sagen guckst du Duden, ist wie most --> most of all, most of the people -->:

Rechtschreibungℹ
Worttrennung: al|ler|meis|te
Beispiel: die allermeisten oder Allermeisten glauben … [Regel 77]
Bedeutungsübersichtℹ
verstärkend für: meiste
Beispiele

in den allermeisten Fällen
das freut mich am allermeisten

Ausspracheℹ
Betonung: ạllermeiste
Das ist ja allerliebst.
ja, Eische sagen Deutschen Sprache schwere Sprache.
Guckst Du,
Bayernland ist Land der Bayern,
Schwabenland ist Land der Schwaben,
Hessenland ist Land der Hesse,
Siegerland ist Land der "??? naja".

Aber Land der Deutschen ist net Deutschenland !!!
Siegerland, Land entlang der Sieg?
Oh - habe ich mal wieder die Sarkasmus-Tags übersehen?
Herzliche Grüße an Eische!
Eische sagen "Land der Sieger" aber ich und Ibraim nix glauben Eische diese.
Und herzliche Grüße von mir an Eische im Siegerland.
Und ein Hamburger ist keine Kartoffel *grummel*
Be my guest old Galoot!
No thank you. I choose my host carefully. 👻
Two to Toulouse or Tätätärä.
Jeder Mensch verliert mal Lehrstuhl, ob Professor, Maurer oder Fliesenkleber. Das ist ganz normal und natürlich.