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Noch Fragen?

Radwechsel

Ich möchte bei einem Auto die Winterräder gegen Sommerräder austauschen und dabei das Ersatzrad mit einbeziehen.
Wie gehe ich vor?
Eine Laufrichtung kann ich auf den Reifen nicht erkennen. (Keine Pfeile, sehen alle 4 gleich aus.) Und es würde ja auch keinen Sinn machen, weil ich dann für jede Seite ein egenes Ersatzrad bräuchte, oder?
Also kann ich die Räder wild durcheinander würfeln, oder?
Frage Nummer 37246
Antworten (10)
wichtig ist nur, das alle Reifen ausser dem ersatzrad die Straße berühren.
Wenn man den Begriff Ersatzrad wörtlich nimmt, dann ist dieses Rad so lange Ersatzrad, bis dein Altes repariert ist. Laufrichtungsgebundene Räder sollte man so auch montieren, abgesehen vom kurzfristigen Einsatz als Ersatzrad. Der laufrichtungsgebundene Reifen hat z.B. ein für die Aquaplaning-Vermeidung optimiertes Profil.
Also mein Tipp: laufrichtungsgebundene Reifen nur so verwenden, wie vorgesehen.
Wenn du keine solche Markierungen hast, kann man den Reservereifen durchaus in den Abnutzungskreislauf mit einbeziehen.
ja und nein....
normalerweise werden die Reifen auf den Achsen unterschiedlich beansprucht. Vorne nutzen sie schneller ab, weil da die Kurvenführungs- und Bremskräfte wesentlich stärker wirken als auf die Hinterräder, und wenn auch noch Vorderradantrieb dazukommt (ist heutzutage bei Standardfahrzeugen eher die Regel), dann kommen da ganz schnell erkleckliche Unterschiede zum Tragen.
Andererseits sollten sich die Räder einer Achse immer im Wesentlichen gleich verhalten und das bessere Paar Reifen muss auf die Hinterachse.
In meinen Augen schreit das danach, die Räder paarweise zu betrachten, paarweise zu montieren (und paarweise zu erneuern). Schade um den Ersatzreifen, der dabei ungenutzt versauert, aber der Preis (ungleichmäßige Reifen auf einer Achse) wäre mir zu hoch.
Wenn die besseren Räder nach hinten sollen, könnte ich gar nichts tauschen, weil ja die Räder vorne stärker abgenutzt werden.
Aber warum?
Wäre es nicht besser die schlechteren Räder nach hinten zu tun? Es ist doch viel besser, wenn hinten ein Reifen platzt, oder?
vereinfacht ausgedrückt: die vorderen Räder sorgen für die Richtung, die hinteren für die Stabilität.
Platzt ein Vorderreifen, schiebt man im Wesentlichen geradeaus. Das ist natürlich in einer Kurve schlecht, aber auf einer Geraden (z.B. der Autobahn, da platzt am ehesten ein Reifen) sehr gut zu beherrschen.
Platzt der Hinterreifen, dann ist die Führung des Autos dahin und man gerät mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ins Schleudern und das Fahrzeug wird unkontrollierbar (egal ob Gerade oder Kurve).
Deswegen ist der Platzer hinten wesentlich gefährlicher.
Deswegen kaufe ich in regelmäßigen Abständen zwei neue Reifen, die ich hinten montiere, die hinteren kommen nach Vorne und die Vorderen dann weg.
Alle zwei bis drei Wechsel sind dann hintere und vordere Reifen gleichzeitig 'runter, da muss man dann doch mal in vier gleichzeitig investieren.
Hmm. Mir ist mal der rechte Hinterreifen auf der Autobahn geplatzt und ich hatte keine Schwierigkeiten mit Schleudern o.ä.
Aber gut. Ich wills mal so glauben...
Mir ist mal der Hinterreifen auf den Fuß gefallen.
Glückwunsch, dass nichts passiert ist...
Du musst meine Sermon auch nicht unbesehen glauben. Erkundige Dich beim ADAC oder beim Reifenfachhandel.
ing793 hat Recht.
Die Antwort kann also nur lauten: Reifen achsweise unter Beachtung der Laufrichtung erneuern, wobei zum mitverwendeten Ersatzrad 1 Neureifen angeschafft und eingesetzt wird - was eine Überalterung verhindert.
mir ist mal der vorderreifen auf den fuss gefallen.
seitdem befestige ich den ersatzreifen auf dem kofferraumdeckel.