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Noch Fragen?

Gast

Reifenlaufrichtung

Ich will meine Winterreifen einmotten und die Sommerreifen aufziehen. Mein Freund fragt: Hast Du die auch gekennzeichnet? Ich: Gekennzeichnet??? Er: Ja, so vorne rechts, hinten links usw. Wenn Du die vorher rechts gelaufenen Reifen jetzt links aufziehst, laufen sie entgegen der vorherigen Laufrichtung, und das ist schädlich für die Reifen. Stimmt das? Was ist daran wahr?
Frage Nummer 3000038741
Antworten (26)
Nichts.
Die meisten Reifen haben einen Pfeil, der die Laufrichtung angibt.
Mir wurd beigebracht, man solle sie kennzeichnen, um nachher genau das zu machen.
Der Reifen vorne links wird beim nächsten mal hinten rechts motiert usw.
Auf diese Weise werden alle Reifen gleichmäßig abgenutzt.
Ausnahme: laufrichtungsgebundene Reifen; da tauscht man vorne rechts gegen hinten rechts.
Gast
Zitat"Bei vielen Autoreifen ist die Laufrichtung vorgegeben. Reifen, die eine entsprechende Angabe haben, verfügen meist über eine höhere Haftreibung. Die Drehrichtung sollte dann auch beachtet werden.

Insbesondere Winterreifen und Reifen für höhere Geschwindigkeiten haben meist ein Profil, das an die Laufrichtung gebunden ist. V-förmige Lamellen oder asymmetrische Elemente sollen Wasser und Schneematsch verdrängen, erklärt der TÜV Nord. Ein Pfeil auf der Reifenflanke zeigt die vorgeschriebene Laufrichtung an. Dort stehen oft auch Bezeichnungen wie "Rotation" oder "Direction".

Damit der Reifen auf der Straße bestmöglichen Grip hat, ist die richtige Montage in Laufrichtung wichtig, betont der TÜV Nord. Werden Reifen mit Laufrichtungsbindung gegen die vorgeschriebene Drehrichtung montiert, verschlechtert sich vor allem bei schlechtem Wetter das Fahrverhalten. Außerdem nutzt sich das Reifenprofil stärker ab und die Abrollgeräusche sind lauter."
Beim Einlagern meiner Reifen beim Händler werden sie mit VR, HR etc. gekennzeichnet und genauso wieder montiert.
Ich kenne keine modernen Reifen mehr, die nicht laufrichtungsgebunden sind. Selbst mein kleiner C1 hatte diese Pfeile an der Reifenflanke. Man kann also nicht sagen, dass diese Profile starken, schnellen Wagen vorbehalten wären. Alle V-, und darüber hinaus alle asymmetrischen Profile haben diese Einschränkung. Damit fällt das"von vorne links nach hinten rechts" wechseln aus. Trotzdem ist es sinnvoll die Reifen zu bezeichnen, damit man weiß, wo sie saßen. Aber ich setze immer die besseren Reifen nach hinten, weil die hinteren Reifen für die Spurhaltung verantwortlich sind- egal, ob es sich um ein front- oder heckgetriebenes Fahrzeug handelt, oder um ein Allrad.
tatsächlich halte ich mich bei unserem Privatwagen seit geraumer Zeit an das von bh beschriebene Schema: die besseren nach hinten und rechts bleibt rechts und links bleibt links (obwohl die Reifen nicht laufrichtungsgebunden sind).
Nebeneffekt bei unserem Fronttriebler ist, dass dann die schlechten Reifen noch schlechter werden und vorne bleiben, bis ein Austausch fällig ist. Dabei müssen dann (in der Regel) nur zwei ausgetauscht werden. Die kommen nach hinten, die hinteren wandern nach vorne.
Mir ist schon klar, dass das in der Summe nichts ändert, aber ich habe lieber mehrere "kleine" Rechnungen als einen große.
Da mein Kleiner die Reifengrößen 255 35 R20 97 ZR(Y) vorne und 285 30 R20 99 ZR(Y) hinten hat, kann ich nicht von vorne nach hinten wechseln.
Das Wechseln von vorne links nach hinten rechts war bei den alten Diagonalreifen bis in die 1980er Jahre üblich, bei Radialreifen (Gürtelreifen) ist das nicht notwendig. Man kann allenfalls die Reifen mit dem tieferen Profil vorne aufziehen, damit die Lenkung bei Nässe mehr Griff hat.
Du kannst wechseln, wenn die Reifen keine Laufrichtung vorgegeben haben. Wichtig aber, die besseren Reifen gehören nach hinten. Wenn der Wagen ausbricht, ziehen die ihn dann wieder in die Spur.
@dorfdepp: wie ich schon schrieb, ist die Hinterachse verantwortlich für die Stabilität eines Fahrzeugs. Deshalb ist es suboptimal, die Reifen mit dem besseren Profil nach vorn zu nehmen. Was hilft dir eine gute Traktion, wenn der Wagen nicht in der Spur bleibt? Aber ich kann dich trösten. Das, was du geschrieben hast, ist hartnäckig einbetoniert in vielen Köpfen. Trotzdem ist es falsch. das kannst du ganz einfach nachprüfen. Ein Beispiel: Hast du hinten einen plötzlichen Plattfuß, machst du einen Abflug. Passiert das vorn, bekommst du das Fahrzeug mit Gefühl zum Stehen.
Lieber Amos, du hast aber auch ein Pech! Du hast unterschiedliche Reifengrößen. Also kannst du nicht wechseln. Also kannst du auch nicht helfen. Hmmmmm.
Das kann man wohl sagen!
Ich habe auch keine Ersatzreifen sondern nur so ein Pustespray, und für den anderen eine Mobilitätsgarantie. Ob das im Ernstfall hilfreich ist, bezweifel ich.
Mir war bisher nicht klar, daß Mann aus einer solchen Selbstverständlichkeit eine derart komplizierte Wissenschaft machen kann.
Jungs, ihr überrascht mich immer wieder!
@ bh_roth
Dass die Reifen mit dem besseren Profil vorn montiert werden, hat mir meine Reifenwerkstatt weisgemacht. Tut mir leid, dass ich denen geglaubt habe, jetzt weiß ich es ja besser.
Die Probe mit dem geplatzten Hinterreifen habe ich bereits hinter mir, bei Tempo 200 auf der Autobahn. Ich habe nichts bemerkt, aber die Fahrer der überholten Autos machten sonderbare Zeichen. Im Außenspiegel habe ich dann Qualm bemerkt, habe das Gas weggenommen und bin auf den Standstreifen gerollt. Der Reifen hinten links war hinüber.
@dorfdepp: für das Brems- und Lenkverhalten ist die Vorderachse wichtiger.
Für Stabilität beim Spurwechsel oder Kurvenfahrten ist die Hinterachse wichtiger.
In diesem Zielkonflikt empfehlen aktuell sowohl ADAC als auch TÜV, die besseren Reifen auf der Hinterachse zu montieren. Grund dafür ist, dass die entstehenden Nachteile bei Montage hinten eher geringe Auswirkungen haben. Wenn aber die hinteren Reifen in einer Kurve die Seitenführung verlieren, dann gerät das Fahrzeug ins Schleudern, was katastrophale Auswirkungen haben kann.
Aber selbstverständlich bleibt es Dir freigestellt, dass zu handhaben, wie Du möchtest. Frag doch beim nächsten Reifenwechsel bei Deiner Werkstatt noch mal nach.
Um Reifen habe ich mich noch nie gekümmert. Wieso überläßt man das nicht der Fachwerkstatt? Es kostet nicht viel und man muß sich nicht die Hände schmutzig machen.
Mir egal, ich habe schon lange keinen Führerschein mehr.
Wir haben auch schon lange keinen Führer mehr. Das funktioniert wunderbar und soll auch so bleiben.
Gast
so ganz nebenbei:
Manipulierte Reifen geliefert? Hersteller Nokian soll bei Reifentests betrogen haben
Der Freund hat Recht. Reifen werden beim Fahren "gewalkt", dass bedeutet, dass sich der gesamte Aufbau des Reifen auf seine Laufrichtung einstellt. Reifen falsch herum aufzuziehen ist, wie gegen den Strich bürsten.
Ja das stimmt. Links bleibt links und rechts bleibt rechts. Von vorne nach hinten tauschen geht ohne weiteres und muss sogar gemacht werden, die Reifen mit dem besten noch verfügbaren Profil kommen immer auf ANTRIEBSACHSE (nicht wie hier schon geschrieben immer nach hinten). Solltest Du mal neue Reifen brauchen, kommen diese daher auch auf die Antriebsachse, die alten die noch gut sind, auf die zweite.
@Berentzenkiller: schön, dass Du es besser weißt als ADAC und TÜV.
Ich werde diesen Deinen Hinweis auch zukünftig ignorieren.
@Berenzenkiller: Blödsinn! Das kann jeder in verschiedenen Puplikationen nachlesen, dass dein "Tipp" Blödsinn ist. Selbst wenn du die Frage bei google eingibst, landest du bei über 700.000 Treffern. Für dich und alle anderen "Ungläubigen" ein Zitat des ÖAMTC:
"Die gängige Empfehlung, Reifen mit mehr Profil an der Hinterachse zu montieren, hat leicht erklärbare Sicherheitsgründe:
Schlechtere Reifen an der Hinterachse erhöhen die Schleudergefahr und damit das Risiko schwerer Unfälle. Das gilt auch bei Vorderradantrieb.
Bessere Reifen an der Vorderachse bieten Sicherheitsvorteile beim Bremsen und bei Aquaplaning.
Bessere Reifen an der Hinterachse bedeuten mehr Stabilität in Not- und Ausweichsituationen, besonders auf nasser Fahrbahn." Zitat Ende.
Ähnliches schreibt der ADAC, Auto,Motor&Sport usw. Entscheide selbst, wo sich da deine Behauptung wiederfindet.
Reifen mit Laufrichtung haben ein Profil, das auf nasser Straße das Wasser nach aussen drückt und damit die Bodenhaftung verbessert. Zieht man sie verkehrt auf, drücken sie logischerweise das Wasser nach innen und sammeln es unter dem Reifen. Folge: Vorzeitiges Aquaplaning und Abflug in die Pampa. Deshalb müssen Reifen mit Laufrichtung richtig aufgezogen werden. Ob vorne oder hinten ist aber egal. Reifen mit Laufrichtung haben immer an der Seite einen Pfeil, an dem man sehen kann, wie sie aufgezogen sein müssen. Reifen ohne Pfeil haben auch keine Laufrichtung. Auf nasser Straße sind Reifen mit Laufrichtung auch etwas sicherer als Reifen ohne. Es kann übrigens sinnvoll sein, die vorderen Reifen nach hinten zu nehmen und umgekehrt, weil sich die vorderen Reifen wegen des Lenkeinschlages mehr an den Kanten und die hinteren Reifen, jedenfalls wenn sie breit sind, eher in der Mitte abnutzen. Ein Tausch von vorn nach hinten kann also das Leben der Reifen verlängern.