User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Gast

Schrankabbau wegen Bodenneubelag - wer muss den Ab- und Aufbau zahlen

Nach 13 Mietjahren möchte ich meine abgewohnte Teppichauslegeware tauschen.
Da der Vermieter in alle Wohnungen im Haus laminatähnlichen Belag verklebt,
bevor sie neubezogen wird, wäre ich damit einverstanden, wenn dieser Belag
auch bei mir verlegt wird.
Problem: meine Schrankwand müsste ab- und wieder aufgebaut werden, weil nicht drum herum ausgelegt werden soll.
Wer muss den Ab- und Aufbaubezahlen?
Frage Nummer 3000125564
Antworten (13)
Na du natürlich!
Wenn der Mieter Anspruch auf eine Renovierung durch den Vermieter hat, dann muss der Vermieter diese auf seine Kosten durchführen.
Dann muss der Vermieter den Schrank abbauen (lassen). Ob er ihn auch wieder aufbauen muss, dafür lege ich keine Hand ins Feuer.
Außerdem ist "Anspruch" so ein schwammiger Begriff. Ja, 13 Jahre sind lang und der Teppich ist abgeschrieben. Aber es könnte schon sein, dass ein Gericht sagt, es geht noch zwei Jahre. Überhaupt: wenn der Vermieter das nicht will, muss man das gerichtlich machen. Das kann dauern und kosten ...

Ich würde mich selber um den Schrank kümmern. Da weiß ich dann auch, dass es gut gemacht wird (und wenn nicht, habe ich einen eigenen Ansprechpartner für Ansprüche)
1. Es ist gütig von dir, dass du es in Betracht ziehst, deinen verranzten Teppich durch einen modernen Bodenbelag austauschen zu lassen.
2. Dein Vermieter ist verpflichtet, während der Verlegung des neuen Bodens dir auf seine Kosten einen Urlaub in der Karibik zu organisieren und zu bezahlen. Steht so im Gesetz!
3. Ausserdem muss er den Schrank ausräumen, abbauen, entsorgen und dir einen neuen nach Wunsch kaufen.
4.Falls du ein "Schrank-weg-Trauma" erleiden solltest, ist der Vermieter verpflichtet, dir für den Rest des Jahres die Miete zu erlassen. Zur Feststellung deines Traumas muss dir nicht zugemutet werden zum Arzt zu gehen, deine Versicherung reicht völlig!
5. Bei all dem sollst du kein schlechtes Gewissen haben, weil dein Vermieter dir, also einem der Schwächsten der Gesellschaft, die letzten Jahre die Wuchermiete abgepresst hat.
Stechus Respekt, Du kannst ja auch böse Beiträge liefern. 👍
@Stechus: bitte nimm zur Kenntnis, dass "Gast" kein Bittsteller ist. Deine böse Ironie ist fehl am Platz.

Es mag Dich wundern, aber der Gesetzgeber bestimmt, dass der "verranzte Teppich" vom Vermieter in Schuss gehalten werden muss.
Und wenn mit dem Austausch Folgekosten verbunden sind, dann gehen sie zu seinen Lasten. Und tatsächlich müsste der Vermieter Gast auf seine Kosten woanders unterbringen, wenn die Wohnung durch die Renovierung zweitweise nicht zur Verfügung steht.

Aus Vermietersicht ist das natürlich ein Skandal erster Güte. Aus welchen Gründen Du das aus Vermietrsicht siehst? Vielleicht bist Du selber einer.
Ansonsten bist Du jedenfalls kein Mieter. Sei glücklich darüber, Mieter haben es -zumindest in den Städten- zunehmend schwer.
1. Die Fragestellung deutet darauf hin, dass der Fragesteller die Wohnung seit 13 Jahren selbst benutzt. Bei halbwegs vernünftiger Pflege ist ein Teppich von durchschnittlicher Qualität nach diesem Zeitraum nicht "abgewohnt".

2. Fragesteller formuliert "...wäre ich damit einverstanden...". Übersetzt heisst das für mich: "ich bin echt super nett es dem Vermieter zu gestatten".

3. geht mir diese "Einforderungsmentalität" auf den Geist. Alles wird "eingefordert", was nach dem Gesetz maximal möglich ist, später werden dann hohe Mieten beklagt.

4. Die Bestandsmieten sind in Deutschland nach wie vor niedrig. In München z.B. betragen die Kaltmieten 10,5 Euro/Qm im Schnitt.

5. Ich bin selbst Mieterin. Wenn ich fair behandelt werde, bin ich auch fair. Und natürlich helfe ich mit, wenn ich von Renovierungsarbeiten profitiere. Ohne mit dem BGB zu winken und mich in den Sessel zu setzen.
Der Gast hat nur Anspruch darauf, dass der Teppich bei Abnutzung ersetzt wird, wenn dieser Bestandteil des Mietvertrages ist.
Für mich hört es sich eher so an, als würde der Vermieter in allen Wohnungen, bei Neuvermietungen ein Laminat verlegen, während bei den Altverträgen nur der Estrich vorlag.

Es hört sich für mich so an, als hätte der Gast in seiner Wohnung Teppich verlegt gehabt und möchte, da er ohnehin den Teppich ersetzen müsste, gleich den Vermieter das Laminat verlegen lassen.
("meine abgewohnte Auslegeware")

Dann hätte er aber mitnichten einen Anspruch auf Kostenübernahme für Ab- oder Aufbau.

Ob Ing die Situation besser einschätzt oder ich, geht aus den Details der Frage nicht hervor.

@Stechus:
Das LG Köln hat die Nutzungsdauer für einen in der Miete enthaltenen Teppich auf 10 Jahre festgelegt. Da wären dann 13 Jahre schon reichlich.
@Skorti: ich hatte es so interpretiert, dass der Boden zur Mietsache gehört, darauf beruht meine Aussage. Tatsächlich hast aber wohl Du recht, es ist SEIN Teppich.

Dann liege ich tatsächlich komplett daneben.
Sollte also bei der Gelegenheit der Vermieter den Laminatboden legen, dann geschieht das zum jetzigen Zeitpunkt auf Wunsch des Mieters und dann ist dieser ganz alleine für Ab- und Wiederaufbau verantwortlich .

Wenn er das nicht will, dann soll er einfach selber neuen Teppich um die Schränke herum legen.
@Stechus: mir geht die Einforderungsmentalität auch auf den Geist und wenn Du meine erste Antwort in Ruhe liest, dann empfehle ich, sich selbst zu kümmern.

Wenn dann aber jemand sich mit triefendem Sarkasmus darüber lustig macht, dann reagiere ich halt als Verteidiger.

Interessant finde ich, dass Du Bestandsmieten von 10,5 €/m² als "günstig" bezeichnest, wo auch immer.
Immerhin gehen da die verranztesten Bruchbuden mit ein, für die man eigentlich gar keine Miete verlangen dürfte (kleiner Scherz ...).
Ich drücke Dir trotzdem die Daumen, dass Dein Vermieter niemals auf die Idee kommt, sich so zu verhalten, wie Du es hier als Idealbild freien Unternehmertums stets propagierst.
Lag die Teppichauslegeware schon drin bei Einzug?
Diese Info habe ich weder bejahend noch verneinend rausgelesen....
Bodenbelag ist Grundausstattung. Es wurde entweder der Teppichboden vom Vermieter verlegt oder es befindet sich ein anderer Boden unter dem Teppich, auf den der Mieter seinen Teppich verlegt hat. Wie auch immer, völlig uninteressant, der Mieter wohnt mehr als 10 Jahre da und damit ist der Boden abgewohnt und zu erneuern.
das, lieber rayer, ist eine zeitliche Bedingung und wäre damit als Klausel in einem Mietverhältnis ungültig ...
Das LG Köln hat die Nutzungsdauer für einen Teppich oder Laminat auf 10 Jahre festgelegt.
Parkett bis maximal 15 Jahre. Eine Wohnung muss zumindest einen versiegelten Belag haben. Da kann man sich streiten, nackter Beton oder Estrich ist jedoch unzulässig.