User Image User
User Image User

Noch Fragen?

Sehen wir jetzt das von Peter Scholl-Latour befürchtete Szenario? Das Ende der demokratischen Weltordnung?

Ich habe vor etwa 10 Jahren mal ein Interview gesehen, darin warnte Peter Scholl-Latour vor genau dieser Konstellation. Ein unberechenbarer Präsident in den USA, den Senat und auch das Repräsentantenhaus hinter sich. Scholl- Latour befürchtete damals das Ende der demokratischen Weltordnung, im schlimmsten Fall ein dritter Weltkrieg. Europa, China, Russland und Indien gegen die USA. Mag ein übertriebenes Horrorszenario sein, bedenklich finde ich die Machtkonstellation in den USA schon.
Frage Nummer 3000062922
Antworten (27)
Vor 10 Jahren konnte selbst Peter Scholl-Latour nicht absehen, dass sich Trump und Putin sich untereinander besser verstehen als mit dem Rest der Welt.
Lies meine Frage noch mal richtig. Europa, China, Indien und "Russland" gegen die USA.
Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht die Verwendung des Wortes "Horrorszenario" und absolut unverständlich für mich ist der Begriff "demokratische Weltordnung"...

Kann er das mal bitte genauer erklären?

d.
The Times They Are a-Changin’. Das ist vom diesjährigen Literaturnobelpreisträger und könnte zutreffen. Für das von Herrn Scholl-Latour, den ich sehr schätze, angedeutete Szenario sehe ich in näherer Zukunft keine Indizien. Die Russen nutzen zwar strategisch geschickt jede Chance, aber lebensmüde sind sie nicht.
dschinn
Dann schau Dir mal das Wahlprogramm von Trump an. Austritt aus der Nato, Folter wieder zulassen, Muslime gar nicht mehr ins Land, auf amerikanischen Straßen sollen nur noch amerikanische Autos fahren, auf den amerikanischen Hoheitsgewässern nur noch amerikanische Schiffe, der Welthandel soll eingeschränkt oder ganz abgeschafft werden, chinesische Produkte vom amerikanischen Markt verbannt. So geht das endlos weiter. Nachzulesen in Spiegel, Zeit, Welt oder Stern.
Dorfdepp
Es braucht keine lebensmüde Russen, es reicht ein unberechenbarer Präsident in den USA, der ohne Opposition regieren kann.
Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen, positiv oder negetiv, das wird die Zukunft zeigen. Eine Erdbeben in der Weltpolitik ist nach diesem Ergebnis ist unausweichlich.

Die IS wird entscheiden wo die nächsten Sprengstoffgürtel und Autobomben in den USA explodieren. Mit Trump als Schlichter haben die Amerikaner den falschen gewählt.
rayer, ohne Frage ist Trump unberechenbar. Er ist gewählt worden, weil er versprochen hat, Amerika wieder groß zu machen, das gefällt den kleinen Leuten, die sich von Hillarys Establishment nicht wahrgenommen fühlten. Es gibt auch eine kleine Parallele zum Brexit, deren Promoter versprochen haben, dass England ohne EU wieder groß und stark wird.

Aber ich halte es für schwer vorstellbar, dass er im Alleingang einen Krieg gegen alle Supermächte anzetteln kann. Aus welchem Grund sollte er das tun? Was hätte er als Geschäftsmann davon? Er hätte zwar die Macht, aber selbst in den USA hat ein durchgeknallter Diktator keine Chance. Da machen die meisten nicht mit. In der Türkei ist das anders, aber die USA sind nicht die Türkei.
Also Trump bezeichne ich für Russland eher als Glücksgriff. Ich sehe keinen Grund, warum die Russen gegen ein Amerika mit Trump als Präsidenten Krieg führen sollte. Trump ist gegenüber der Person Putin neutral, das hat er selbst öffentlich gesagt. Im Gegensatz zu Europa, hat die russische Börse nach Trumps Sieg gefeiert und ordentlich Aufschwung erhalten. Ich sehe hier also eher die Hoffnung in einem konstruktiven Dialog. Viel Schlimmer wäre es mit Clinton gekommen. Sie ist eine Kriegstreiberin und Hauptverantwortlich für die Situation, wie sie aktuell in Syrien vorherrscht. Syrien ist auch aktuell das haupt Streitthema zwischen den USA und Russland. Hier werden wir also sehen, wie sich Trump diesbezüglich positioniert.

Ein Horroszenario sehe ich nicht, lasst uns mal die Füße still halten und abwarten was passiert.
Nun - die Aktienkurse zumindest haben sich sehr schnell beruhigt.
Dorfdepp, richig Trump ist ein Geschätsmann und Immobiliemogul, nur.... von Politik und gerade der Weltpolitik die z Zt. auf wackeligen Füßen steht könnten die USA auch einen Hampelmann in den UN Sicherherheitsrat oder zu den wichtigen Treffen der G7 +Russland schicken. Der Trump mit dem Code zum Ende der Welt ist ein unkalkulierbares Risiko.
Den Code für die Atomraketen läßt er sich sicher beim neim nächsten Besuch bei ner Nutte vom Antänzer aus Rumänien aus der Tasche ziehen, der Lappen.
@ Coredlier
Damit du heute besser schlafen kannst: Trump kann nicht allein in Sektlaune den roten Knopf drücken, da sind noch andere beteiligt, und die könnten sich verweigern. Link: http://www.rundschau-online.de/politik/atomkoffer-kann-der-us-praesident-atombomben-mit-einem-knopfdruck-zuenden--25060266
Dorfdepp
Ich halte sehr viel von den Einschätzungen von Scholl-Latour. Er sagte zum Beispiel auch das Desaster in der moslemisch-arabischen Welt voraus, wenn der Westen sich einmischt. Die Despoten in Libyen, Irak, Syrien, wo auch immer, hatten die Irren im Griff, jetzt füllt der IS das Machtvakuum und terrorisiert die halbe Welt. Zu Trump gibt es jetzt das Problem der Machtfülle. Die Republikaner kontrollieren den Senat und das Repräsentantenhaus, da ist genau die Gefahr. Es gibt kein Kontrollorgan um den unberechenbaren Präsidenten wenigsten ein wenig in Schach zu halten. Was ein Präsident anrichten kann, wenn die Macht zu groß wird, kann man sich in der Türkei ansehen. Seit Atatürk war die Türkei ein säkularer Staat mit stark westlicher Anbindung und strenger Trennung von Religion und Staat, Erdogan macht nun die Rolle rückwärts und das Volk beklatscht die Dinge ohne sich der Auswirkungen bewusst zu werden. Ich hoffe, Du behältst recht und die Überwerfungen in der westlichen Welt bleiben überschaubar. In diesem Interview mahnte er damals auch zur Emanzipation Europas von den USA mit eigener europäischer Armee um im Falle, dass die USA sich von der NATO abwende und nicht mehr als Schutzmacht für Europa einsteht, schlagkräftig genug zu sein. Das erfordert allerdings auch die Vereinigten Staaten von Europa. Hier müsste allerdings das europäische Volk endlich von seinem Kleinstaatendenken abkommen, ein Brexit ist die schlechteste Lösung.
Schreckenszenarien entwickeln und stets pessimistisch sein ist eine Mentalität, die in bestimtmen Ländern sehr gut zu beobachten ist.
Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen (Mark Twain). Peter Scholl-Latour paart eine profunde Kenntnis der Welt mit logischem Verstand und kommt so zu seinen Beurteilungen. Alles was darüber hinausgeht ist Spekulation. Sicher ist das befürchtete Szenario denkbar, aber das Gegenteil ist genau so denkbar, man weiß es einfach noch nicht.
Dorfdepp schrieb: Sicher ist das befürchtete Szenario denkbar, aber das Gegenteil ist genau so denkbar, man weiß es einfach noch nicht.
Ja man weiss es NOCH nicht.
Was ist wenn wir es wissen . . . . ?
Was ist wenn wir es wissen . . . . ?
Dann wissen wir es.
Danke Dorfdepp für Deine Ausführungen, besorgt bin ich hier in diesem Fall aber schon.
Ich bin einerseits schockiert, dass die Amis einen Mann wählen, der mit sexistischen, rassistischen Sprüchen seinen Wahlkampf geführt hat, vor keiner noch so offensichtlichen Lüge zurückschreckend.
Andererseits glaube ich, dass das Kalkül war, um sich vom Establishment abzuheben.
Was haben wir bei Reagan damals aufgeschrien - und dann war er ein ganz "normaler" Präsident. Noch hoffe ich, dass sich The Donald auch als ganz normaler Präsident herausstellt. Dafür wird das System aus "Checks and Balances" in den USA schon sorgen. Die Vorstellung, dass er mit der republikanischen Mehrheit im Kongress "durchregieren" kann, ist ohnehin illusorisch, denn bei denen ist er nur ein wenig beliebter als bei den Demokraten, schließlich ist er auch gegen den Willen der gran' old party ins Rennen gegangen.
Soviel zum Durchregieren.
Ein Präsident kann schon viel schaden anrichten, siehe George W., der zum großen Teil verantwortlich ist für den weltweiten IS-Terror. Leider muss man bei trump mit dem schlimmsten rechnen. Ehrlich gesagt: Donald duck wäre ein besserer Präsident als Donald trump. Für mich unbegreiflich, wie der gewählt werden könnte.
Zombijaeger,

ein US-Präsident kann Kriege anzetteln, George Dabbelju hat das zweimal gemacht. Aber der hatte Missionen und Visionen, angeblich hat er in Gottes Auftrag gehandelt (für mich erfüllt das die Tatbestände Kriegsverbrechen und Gotteslästerung). Diese Visionen hat Donald Trump wohl nicht. Seine Ankündigung, Atomwaffen einsetzen zu wollen, ist gängige amerikanische Politikrhethorik.

"Wir schließen keine Option aus" hat sogar schon unser Friedensnobelpreisträger mal gesagt.
Link: http://www.spiegel.de/politik/ausland/obama-drohung-gegen-iran-wir-schliessen-keine-option-aus-a-797531.html
@Zombie: jetzt überrascht Du mich aber mal wirklich!
Trump ist nichts anderes, verhält sich nicht anders und will nichts anderes als bei uns die AfD.
Die Wählerklientel in den USA für Trump ist genau die gleiche wie in D für die AfD, in F für den Front National, in GB für UKIP und für Wilders in NL.

In D gehörst Du nach eigenem Bekenntnis voll dazu, aber für die Amerikaner hast Du kein Verständnis?????? Do solltest Deinen inneren Kompass einmal prüfen.
Summerhill schreibt: "Viel Schlimmer wäre es mit Clinton gekommen. Sie ist eine Kriegstreiberin und Hauptverantwortlich für die Situation, wie sie aktuell in Syrien vorherrscht."
Voll d'accord. Clinton würde sofort den kalten Krieg mit Russland wieder “aufwärmen“. Trump sucht dagegen den Ausgleich mit Russland. Davon würde vor allem Deutschland profitieren (Abschaffung der idiotischen Sanktionen). Ich sehe Trump wirtschaftspolitisch als zweiten Reagan: Steuern senken, Wirtschaft ankurbeln, die marode Infrastruktur auf Vordermann bringen. Trotz seiner protektionistischen Tendenzen wird er dazu auch Maschinen und Anlagen aus Deutschland brauchen. Etwas schwieriger könnte es mit dem Autoexport werden. Dann bauen Daimler, BMW und Co. eben noch ein paar Fabriken und produzieren vor Ort. Was soll's.

PS: Wenn jemand die Last der Verantwortung dieser Präsidentschaft auf seinen Schultern spürt, dann macht er keine Bocksprünge mehr, egal was er im Wahlkampf gesagt hat.
Dorfdepp,
unser Friedensnobelpreisträger?
Obama ist Amerikaner, unter "unserem" Friedensnobelpreisträger verstehe ich immer noch Willy Brandt.
Ach so? Ich Dappes dachte bisher, dass der Nobelpreis eine internationale Anerkennung ist.