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Noch Fragen?

Sind die Rundfunkfrequenzen eigentlich irgendwie beschränkt? Wie verhindern zwei Radiosender, dass sie sich gegenseitig ins Programm funken?

Frage Nummer 16167
Antworten (6)
Die Empfangsreichtweite von UKW-Frequenzen ist begrenzt. Daher kann z.B. Bayern 3 theoretisch auf der gleichen Frequenz senden wie der NDR 3, ohne das es Probleme gibt.
UKW-Radiofrequenzen (88-108 MHZ) werden von den Landesmedienanstalten vergeben. Diese achten darauf, dass der Abstand zwischen benachbarten Radiofrequenzen mindestens 100 kHz groß ist. Somit kommen verschiedene Sender, die in einem Gebiet zu empfangen sind, sich nicht ins Gehege.
Die Reichweite von UKW ist wegen der Beugung der Radiowellen durch die Atmosphäre begrenzt, sie reicht je nach Senderstärke max. etwa 200 km weit.
@netter_fahrer: Nicht die Radiowellen werden gebeugt, die Atmosphäre, bzw. die Erde ist gebeugt. Nur Kurzwelle wird an der Ionosphäre reflektiert, aber auch nicht gebeugt.
Prinzipiell gar nicht. Frequenzen sind an Räume gebunden, unterdrücken sich aber nicht gegenseitig. Dir ist sicherlich bewusst, dass du bestimmte Sender nur an bestimmten Orten empfangen kannst, ebenso an bestimmten Orten nicht. Alles hat dahingehend sein Gebiet.
Natürlich sind sie beschränkt. Es gab im Laufe des 20. Jahrhunderts in Amerika und Europa mehrere Rundfunk- und Koordinierungskonferenzen, die die Zuteilung der Frequenzen regelten. Außerdem sind Radios heutzutage so trennscharf, dass sie auch geringe Frequenzunterschiede sauber voneinander trennen können.
Je nach Radiosender sind die Reichweiten regional bzw. auch überregional möglich. Ein Radiosender, der nur für seine Stadt und den nah liegenden Dörfern sendet, hat auch nur dafür eine Genehmigung. D. h., alles was aus seinem Sendebereich rausfällt, ist für wiederum andere Radiosender erhältlich.